Infineon und UMC treiben gemeinsam die Dekarbonisierung der Lieferkette voran

Wirtschaftspresse

Mar 04, 2026
  • Beide Unternehmen unterzeichnen eine Absichtserklärung, um Treibhausgasemissionen in der gemeinsamen Lieferkette deutlich zu senken.
  • Infineon und UMC unterstützen ihre Lieferanten bei der Entwicklung und Umsetzung von Dekarbonisierungsstrategien mit dem Ziel, dass sich diese selbst zu wissenschaftlich fundierten Zielen verpflichten.
  • Die Zusammenarbeit mit den Zulieferern wird den Austausch von Know-how und gemeinsame Workshops einschließen.

München, Deutschland & Hsinchu, Taiwan – 4. März 2026 – Die Infineon Technologies AG und United Microlectronics Corporation (UMC), zwei führende Halbleiterunternehmen, haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um Synergien bei der Reduzierung von Emissionen entlang der Lieferkette zu erzielen und dadurch Nachhaltigkeit weiter zu stärken. 

Die beiden langjährigen Partner setzen sich für Nachhaltigkeit ein und haben glaubwürdige, messbare und transparente Emissionsreduktionsziele festgelegt. Diese wurden von der Science Based Targets Initiative (SBTi) 2025 validiert und stehen im Einklang mit dem Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Im Rahmen der Vereinbarung wollen die Partner jetzt ihre Zulieferer dazu ermutigen, selbst CO2-Reduktionsziele nach den SBTi-Kriterien festzulegen. Infineon und UMC werden dafür aktiv mit gemeinsamen Lieferanten zusammenarbeiten, um sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Dekarbonisierungsstrategien zu unterstützen. Dazu veranstalten sie beispielsweise Workshops, um den Wissensaustausch und die Entwicklung von Best Practices zu fördern. 

„Im vergangenen Jahr hat die Science Based Targets Initiative die ehrgeizigen CO2-Emissionsreduktionsziele von Infineon bestätigt. Die Zusammenarbeit mit Partnern im Einklang mit SBTi ist ein elementarer Teil unserer Strategie, um die Dekarbonisierung in unserem Ökosystem voranzutreiben“, sagt Elke Reichart, Mitglied des Vorstands und Chief Digital and Sustainability Officer von Infineon. „Die Partnerschaft mit UMC ist ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg.“

„Die Bekämpfung der CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist eine komplexe Herausforderung, die eine intensive Zusammenarbeit mit unserem breiten Netzwerk von vor- und nachgelagerten Partnern erfordert“, sagt TS Wu, Senior Vice President und verantwortlich für die weltweite Fertigung und Lieferkette bei UMC. „Infineon teilt das gleiche starke Engagement wie UMC für Klimaverantwortung, und wir sind stolz darauf, diese Partnerschaft einzugehen, um den Fortschritt beim Aufbau eines grüneren und nachhaltigeren Halbleiter-Ökosystems zu beschleunigen.“ 

Konkret hat sich Infineon gegenüber SBTi verpflichtet, die absoluten Treibhausgasemissionen für Scope 1 und 2 bis 2030 um 72,5 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 zu reduzieren. Dies erfüllt die SBTi-Anforderungen für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C. Die Scope-1- und Scope-2-Ziele beziehen sich auf die direkten Aktivitäten des Unternehmens. Außerdem hat Infineon ein Scope-3-Emissionsziel festgelegt und addressiert damit den Großteil seiner Emissionen, nämlich die Lieferkette: 72,5 Prozent seiner Lieferanten, gemessen an den Emissionen im Zusammenhang mit gekauften Waren und Dienstleistungen, Investitionsgütern sowie vorgelagerten Transport- und Vertriebsaktivitäten, sollen bis 2029 ein wissenschaftlich fundiertes Ziel haben. 

UMC wiederum war der erste Halbleiterauftragsfertiger weltweit, der 2022 die SBTi-Zertifizierung erhalten hat. Das Unternehmen hat seine Ziele nochmals überarbeitet, um sie an die ambitionierten SBTi- Anforderungen für 2025 anzupassen. UMC strebt bis 2030 eine Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 42 Prozent und der Scope-3-Emissionen um 25 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2020 an, mit dem Ziel, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. 

Da Scope-3-Emissionen im Regelfall den größten Teil der Gesamtemissionen eines Unternehmens ausmachen, sind die Partner der Überzeugung, dass ihre Kooperation deutlich zu weiteren signifikanten Reduzierungen beitragen kann. Die Komplexität der mehrstufigen Lieferkette der Halbleiterindustrie macht eine Zusammenarbeit umso wichtiger. 

Bereits heute ist die Kooperation mit Lieferanten ein fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategien beider Unternehmen. UMC hat hierfür im Rahmen seiner „Supply Chain Greenhouse Gas Inventory Initiative” über 400 Lieferanten seit 2022 einbezogen und ihnen Tools und Ressourcen zur Messung und Steuerung ihrer Emissionen zur Verfügung gestellt. Infineon hat 2023 ein ähnliches Programm zur Einbindung von Lieferanten gestartet und arbeitet seitdem mit über 100 Zulieferern zusammen, um wissenschaftlich fundierte Ziele festzulegen und umzusetzen. Die Unternehmen wollen nun ihre gemeinsame Expertise und ihren Einfluss nutzen, um Nachhaltigkeit gemeinsam mit ihren Lieferanten weiter zu fördern.

Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit bei Infineon sind hier verfügbar.

Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen für Power Systems und das Internet der Dinge (IoT). Mit seinen Produkten und Lösungen treibt Infineon die Dekarbonisierung und Digitalisierung voran. Das Unternehmen hat weltweit rund 57.000 Beschäftigte (Ende September 2025) und erzielte im Geschäftsjahr 2025 (Ende September) einen Umsatz von rund 14,7 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International unter dem Symbol „IFNNY“ notiert.

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Infineon und UMC dekarbonisieren gemeinsame Lieferkette

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Diana Kaaserer

Spokesperson Sustainability, HR

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