Infineon Austria begrüßt Genehmigung für wichtige Innovationsprojekte, um die Dekarbonisierung und Digitalisierung voranzubringen

Wirtschaftspresse

Jun 08, 2023

Villach, 08. Juni 2023 – Die Europäische Kommission erteilte heute grünes Licht für eine Förderung im Rahmen des IPCEI ME/CT-Programms („Important Project of Common European Interest on Microelectronics and Communication Technologies“). Dieses wird das Vorgängerprogramm IPCEI ME fortführen und um Aspekte des gesamten Ökosystems ergänzen.  

Infineon Austria investiert im Rahmen des Innovationsprogramms IPCEI ME/CT bis Mitte 2026 einen dreistelligen Millionenbetrag in Halbleiterprojekte in Österreich, die die Dekarbonisierung und Digitalisierung vorantreiben. Während die offizielle Förderzusage seitens der Bundesregierung in Kürze erwartet wird, konnten erste Projekte schon gestartet werden.

„Dieses europäische Innovations­programm gibt uns zusätzliche Schubkraft, neuartige Spitzentechnologien und Fertigungsverfahren zu entwickeln, die die Dekarbonisierung und Digitalisierung voranbringen“, begrüßt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria, die Genehmigung von IPCEI ME/CT. „Damit steht ein weiteres strategisches Instrument zur gemeinschaftlichen Stärkung der Schlüsseltechnologie Mikroelektronik in Europa zur Verfügung. Es befördert die Innovationskraft im gesamten Ökosystem, forciert die Qualifikation für dringend benötigte Fachkräfte und sichert nachhaltig Wachstum.“

Infineon Austria forscht und entwickelt im Rahmen des Projektes an wegweisenden Fertigungstechnologien der Leistungselektronik. Ein Fokus liegt auf den neuen Halbleitermaterialien Siliziumkarbid und Galliumnitrid. Diese Energiesparchips bringen mehr Leistung, höchste Energieeffizienz und minimieren den CO2-Fußabdruck im Internet der Dinge, in Rechenzentren, in der erneuerbaren Stromerzeugung oder in Elektroautos. Als „Tech for Green“ sind sie Schrittmacher für die Dekarbonisierung und Digitalisierung und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) wählten in einem ersten Schritt bereits im Dezember 2021 Unter­­­­nehmensprojekte im Bereich der Mikroelektronik aus, die gefördert werden sollten. Nach der beihilferechtlichen Prüfung durch die Europäische Kommission werden, wie heute bekanntgegeben, fünf Unternehmens-Projekte und eine Forschungseinrichtung als assoziierter Partner im Rahmen von IPCEI ME/CT gefördert. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Projekte den strategischen Zielen der Europäischen Union folgen, mehrere europäische Mitgliedstaaten beteiligt sind und positive Effekte auf den jeweiligen Binnenmarkt erwarten lassen.

Länderübergreifende Aktivitäten im Rahmen von IPCEI ME
Das Vorgängerprogramm IPCEI ME läuft in Österreich noch bis März 2024. Infineon Austria hat im Rahmen von IPCEI ME zur Stärkung der Mikroelektronik- und MINT-Ausbildung vor allem in den EU 13-Ländern bisher erfolgreich Spillover-Aktivitäten umgesetzt: Dazu zählen unter anderem der Abschluss von akade­mischen Kooperationen beispielsweise mit den technischen Universitäten in Zagreb (Kroatien) und Sofia (Bulgarien). Zudem haben rund 30 Universitäten und 60 technische Fakultäten an Kooperations- und Netzwerkaktivitäten teilgenom­men. Es haben europaweit bisher 200 Vorlesungen von Infineon-Mitarbeiter*innen und über 100 Workshops und Konferenzen stattgefunden. Es wurden 35 Doktorand*innen unterstützt und 50 Praktika vor allem für Studierende aus den EU-13 Länder vergeben. Auch im Rahmen von IPCEI ME/CT sind solche Aktivitäten vorgesehen.

Die Infineon Technologies Austria AG ist ein Tochterunternehmen der Infineon Technologies AG, eines weltweit führenden Anbieters von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon senkt den Energieverbrauch von Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Industrieanlagen. Sie trägt wesentlich zu Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Fahrzeugen bei und ermöglicht sichere Transaktionen im Internet der Dinge.

Infineon Austria bündelt die Kompetenzen für Forschung & Entwicklung, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung. Der Haupt­sitz befindet sich in Villach, weitere Niederlassungen in Graz, Klagenfurt, Linz und Wien. Mit 5.461 Beschäftigten (davon rund 2.390 in Forschung & Entwicklung) aus 79 Nationen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 (Stichtag: 30. September) einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro. Mit einem Forschungsaufwand von 585 Millionen Euro ist Infineon Austria eines der forschungsstärksten Unternehmen Österreichs.

Dokumente

Information Number : IPCEI-MECT

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Alexandra Wachschuetz

Sprecherin Forschung & Entwicklung

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