Nachhaltiges Lieferkettenmanagement

Eine langfristige Partnerschaft zwischen Infineon und seinen Lieferanten ist ein Kernelement unserer Unternehmensphilosophie. Dieses System dient auch der Lieferantenbewertung. Bei der Auswahl künftiger und bei der Bewertung bestehender Lieferanten und somit auch bei der Entscheidung über die zukünftige Lieferantenentwicklung ist für uns die Einhaltung unserer Anforderungen in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Corporate Social Responsibility (CSR) von hoher Relevanz. Nur Lieferanten, die sich zu unseren Grundsätzen verpflichtet haben, können mit uns in eine Geschäftsbeziehung treten.

Durch die Verankerung der Nachhaltigkeitsanforderungen und Maßnahmen zu deren Überprüfung im Beschaffungsprozess erhöhen wir die Wirksamkeit unseres Lieferantenmanagements, reduzieren mögliche Risiken, schaffen Transparenz entlang der Lieferkette und stoßen Verbesserungsprozesse bei den Lieferanten an.

Wie verwalten wir unsere Lieferanten?

Unter Lieferantenmanagement versteht man die Organisation, Steuerung und Weiterentwicklung von Lieferantenbeziehungen.
Das Lieferantenmanagement basiert auf unseren vier ineinandergreifenden Modulen, durch die eine einheitliche Beschaffung, Bewertung, Klassifizierung und Weiterentwicklung von Zulieferern erreicht wird. Weitere Informationen über das Lieferantenmanagement finden Sie hier.

Lieferantenbewertung

Bei Infineon müssen alte und neue Zulieferer einen Fragebogen zur Corporate Social Responsibility ausfüllen, in dem es u. a. um Ökologische Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit und Kontinuitätsplanung geht. 

Mehr als 100 neue Lieferanten beziehungsweise neue Tochtergesellschaften bestehender Lieferanten werden so jedes Quartal in Abhängigkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen kategorisiert. Abhängig von dieser Kategorisierung werden dem Lieferanten bis zu zehn Fragebögen zu unterschiedlichen Themen im Lieferantenmanagementportal zur Beantwortung vorgelegt. Die erhaltenen Antworten werden durch die jeweiligen Infineon-Fachabteilungen bewertet. Erst nach der erfolgreichen Bewertung wird der Lieferant freigegeben. Falls nötig werden gemeinsam mit dem Lieferanten Verbesserungsschritte vereinbart. Dieses Vorgehen ermöglicht eine schnelle und aktuelle Bewertung. Darüber hinaus dient die jährliche Neubewertung ausgewählter Lieferanten dazu, festzustellen, ob Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Jährlich werden etwa 400 bestehende Lieferanten, welche circa 75 Prozent des Einkaufsvolumens repräsentieren, hinsichtlich der genannten Themen neu bewertet.

Supplier Code of Conduct (ehemals “Principles of Procurement”)

Unsere Beschaffungsgrundsätze (Supplier Code of Conduct) basieren auf international anerkannten Richtlinien, wie den Prinzipien des UN Global Compact und den grundlegenden Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation sowie unseren Business Conduct Guidelines.

Wie dort angegeben, haben sich alle unsere Lieferanten nach sämtlichen dort beschriebenen Anforderungen zu richten. Darüber hinaus hat jeder unserer Lieferanten sicherzustellen, dass sich seine Tochterunternehmen, Vertragsnehmer und Unterlieferanten an alle dort beschriebenen Anforderungen halten.

Lesen sie unsere "Supplier Code of Conduct" (nur auf Englisch)

Unsere "Supplier Code of Conduct" umfassen die folgenden Themen:

Unser Engagement für Konfliktminerale und Kobalt

DRC-Konfliktmineralien

Die Achtung der Menschenrechte ist für Infineon eine Selbstverständlichkeit. Die Vermeidung von Konfliktmineralien in der Lieferkette leistet einen Beitrag zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen.

Infineon ist nicht an den US-Börsen gelistet und hat somit auch nicht die gesetzliche Verpflichtung, einen sogenannten Konfliktmineralien-Bericht zu veröffentlichen. Als Mitglied der sogenannten Respon-sible Minerals Initiative stellen wir uns dennoch, im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung, unserer Verantwortung in der Lieferkette. Mit unserer umfas- senden Deklaration zur Verwendung von Konfliktmineralien unterstützen wir unsere Kunden, die nach den Bestimmungen der United States Securities and Exchange Commission (SEC) verpflichtet sind, Sorgfaltsprüfungen innerhalb ihrer Lieferketten durchzuführen, bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten.

Die Herkunft der Metalle ermitteln wir in enger Zusammenarbeit mit unseren direkten Lieferanten, da wir diese Metalle nicht direkt von den Minen oder Schmelzhütten beziehen. Mittels einer konzernweit einheitlichen Vorgehensweise, die auf der OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict- Affected and High-Risk Areas basiert, schaffen wir die notwendige Transparenz inner-halb unserer Lieferkette. Unsere Ziele sowie die Anforderungen an die Lieferkette haben wir in der Infineon Conflict Minerals Policy und dem Supplier Code for a Responsible Sourcing of Conflict Minerals formuliert und im Internet veröffentlicht. Lesen Sie unsere Conflict Minerals Policy  und unseren Lieferentenkodex zur verantwortungsbewussten Beschaffung von Konfliktmineralien

Freiwillige Bewertung von Kobalt in unsere Produkten

Die Demokratische Republik Kongo hält circa 50 Prozent der weltweiten Kobaltreserven und produziert die weltweit größte Menge an Kobalt. Infineon hat daher als verantwortungsbewusstes Unternehmen seine Aktivitäten zur sozialen und ökologischen Verantwortung in der Lieferkette diesbezüglich erweitert, indem wir auf freiwilliger Basis Kobalt in unser Due Diligence-Programm zur verantwortungsbewussten Beschaffung von Mineralien aufgenommen haben. Im Rahmen unserer Untersuchung haben wir alle Lieferanten von kobalthaltigem Material identifiziert und hinsichtlich der in der Lieferkette befindlichen Kobaltschmelzen abgefragt. Zur Schaffung von Transparenz stellen wir das Ergebnis der Prüfung unseren Kunden in Form einer Kobalt-Deklaration (Cobalt Reporting Template) zur Verfügung.

Erfahren Sie mehr in unserem Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 37-38.