CSR Management in der Lieferkette

Wir erwarten von unseren Zulieferern, dass sie sich den Werten verpflichten, die in unseren Einkaufssgrundsätzen dargelegt sind, und unsere Technischen Lieferbedingungen erfüllen. Infineon fordert von seinen Zulieferern und Anbietern die Einhaltung aller anwendbaren Gesetze, einschließlich denen zu Arbeitsmethoden und Zwangsarbeit.

Diese und andere Erwartungen an unsere Zulieferer, einschließlich u. a. Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Menschenrechte und faire Geschäftspraktiken, spiegeln sich in unseren Einkaufsgrundsätzen wider. Darüber hinaus wird von ihnen erwartet, die Grundsätze der UN-Initiative „Global Compact“ zu unterstützen.

Konfliktmineralien

Infineon Aktien werden nicht an US-amerikanischen Börsen gehandelt. Daher ist das Unternehmen nicht gesetzlich dazu verpflichtet, die im August 2012 veröffentlichten Anforderungen der US-amerikanischen SEC (Securities and Exchange Commission) einzuhalten bzw. einen Bericht zu Konfliktmineralien zu veröffentlichen.

Infineon ergreift systematische Schritte gegen den Einsatz von Konfliktmineralien in seiner Lieferkette, durch die bewaffnete Gruppen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) direkt oder indirekt finanziert oder unterstützt werden, um so eine DRC-konfliktfreie Lieferkette zu erzielen und zu wahren. Diese systematischen Schritte basieren auf der fünfstufigen Struktur für eine risikobasierte, sorgfältige Prüfung der Quelle und Kontrollkette von Konfliktmineralien in unserer Lieferkette gemäß „OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas“. Darüber hinaus ist Infineon Mitglied der so genannten „Conflict-Free Sourcing Initiative“. Unsere Ziele sind in der Infineon „Conflict Minerals Policy „ (Richtlinie zu Konfliktmineralien) dargelegt. Lesen Sie unsere Conflict Minerals Policy  und unserenLieferentenkodex zur verantwortungsbewussten Beschaffung von Konfliktmineralien

Die Unternehmensverantwortung und die Achtung der Menschenrechte sind für Infineon Technologies unerlässlich. Daher ist sich Infineon des zugrunde liegenden Problems bewusst und hat als verantwortungsbewusst handelnde Entität eine konzernweite Vorgehensweise festgelegt mit dem Ziel, die erforderliche Transparenz innerhalb der eigenen Lieferkette zu garantieren.

Lieferantenmanagement

Unter Lieferantenmanagement versteht man die Organisation, Steuerung und Weiterentwicklung von Lieferantenbeziehungen.
Das Lieferantenmanagement basiert auf unseren vier ineinandergreifenden Modulen, durch die eine einheitliche Beschaffung, Bewertung, Klassifizierung und Weiterentwicklung von Zulieferern erreicht wird.

Bei Infineon müssen alte und neue Zulieferer einen Fragebogen zur Corporate Social Responsibility ausfüllen, in dem es u. a. um Ökologische Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit und Kontinuitätsplanung geht. Die Fragebögen werden dann von Experten bei Infineon ausgewertet. Nach Erhalt und Überprüfung des Fragebogens legt Infineon im Falle nicht akzeptabler Antworten einen Verbesserungsprozess fest und teilt diesen dem Zulieferer mit. Infineon behält sich das Recht vor, bei einem solchen Zulieferer ein Audit durchzuführen. Weitere Informationen über das Lieferantenmanagement finden Sie hier.

Einkaufsgrundsätze

 Die Einkaufsgrundsätze spiegeln die wesentlichen Anforderungen an Verhalten geschäftliches wider, die in unseren Business Conduct Guidelines skizziert sind. Wie dort angegeben, haben sich alle unsere Lieferanten nach sämtlichen dort beschriebenen Anforderungen zu richten. Darüber hinaus hat jeder unserer Lieferanten sicherzustellen, dass sich seine Tochterunternehmen, Vertragsnehmer und Unterlieferanten an alle dort beschriebenen Anforderungen halten.

Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten. Unternehmen sollen sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen. Unsere Lieferanten sollen diese Grundsätze erfüllen.

  • Wir lehnen jede Form von Kinderarbeit ab. Unsere Lieferanten dürfen keine Arbeitstätigkeit von Personen unter 15 Jahren* erlauben.

  • Wir verlangen von unseren Lieferanten, dass sie Zwangsarbeit ablehnen.

  • Kulturelle Unterschiede werden von uns anerkannt und respektiert. Zugleich sind wir der Ansicht, dass Arbeitskräfte auf Grundlage ihrer Fähigkeiten und Eignung für die gefragte Funktion eingestellt werden sollten und nicht in Hinblick auf persönliche Eigenschaften oder Überzeugungen. Die Anwerbung und Auswahl sowie die Weiterentwicklung, Beförderung und Vergütung unserer Mitarbeiter erfolgt ausschließlich nach arbeitsbezogenen Kriterien. Darüber hinaus entlohnen wir unsere Mitarbeiter angemessen für ihre Arbeit, wobei die Entgeltleistungen mindestens den gesetzlichen Anforderungen, maßgebenden Gesetzen, Vorschriften und Vereinbarungen bezüglich Arbeitsstunden und allgemeiner Arbeitsbedingungen entsprechen.

    Unsere Lieferanten sind verpflichtet, sich nach diesen Prinzipien zu richten.

  • Unsere Lieferanten dürfen keinerlei Diskriminierung, Belästigung oder Beleidigung wegen Rasse, Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder politischer Richtung, sexueller Orientierung, Ehe- oder Familienstand tolerieren.

  • Jegliche Form von sexueller Belästigung, körperlicher Züchtigung, physischem Zwang und verbaler Beleidigung ist untersagt, ebenso wie jedes einschüchterndes, feindseliges und anstößiges Verhalten, dass die Arbeitsleistung eines Mitarbeiters beeinträchtigen könnte. Zusätzlich sollen unsere Lieferanten sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter mit der Geschäftsleitung offen und ohne Angst vor Repressalien, Einschüchterung oder Schikanen über Arbeitsbedingungen und Managementpraktiken kommunizieren können.

    * Ausnahmen gelten bei Beschäftigungsverhältnissen in Entwicklungsländern gemäß Konvention 138 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) oder bei behördlich genehmigten praktischen Schulungen oder der Lehrlingsausbildung, die offenkundig mit einem Nutzen für die teilnehmende Person verbunden sind.

Unser Ansehen hängt davon ab, wie wir die Personen behandeln, mit denen wir täglich während unserer Geschäftstätigkeit verkehren. So bewahren wir unseren guten Ruf durch folgende Maßnahmen:

  • Wir verpflichten uns, die Regeln des fairen Wettbewerbs und die Kartellgesetze einzuhalten.
  • Wir treten gegen alle Arten der Korruption an.
  • Keiner unserer Mitarbeiter darf sich zulasten einer anderen Person durch Manipulation, Verschweigen, Missbrauch vertraulicher Informationen, Falschdarstellung von wesentlichen Tatsachen oder andere unfaire Geschäftspraktiken jeglicher Art Vorteile verschaffen. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, gegen jede Form von Korruption vorzugehen.

Unsere Mitarbeiter dürfen keinerlei Geschenke annehmen (außer Geschenke von geringem Wert). Dazu gehört auch die Annahme von Gefälligkeiten, die den Anschein der unredlichen Einflussnahme erwecken könnten. Unsere Lieferanten haben sich an diese Geschäftspraktiken zu halten.

Unsere Mitarbeiter dürfen ihr Beschäftigungsverhältnis niemals zur ungerechtfertigten Bereicherung nutzen. Unsere Lieferanten sind verpflichtet sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter sich an die oben genannten Prinzipien halten. Darüber hinaus müssen die Mitarbeiter unserer Lieferanten von Angeboten absehen, die den Anschein eines Interessenkonflikts erwecken könnten.

Unsere Lieferanten müssen für eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung für all ihre Mitarbeiter sorgen und sämtliche Risiken und Gefahren an jedem Arbeitsplatz minimieren, um Gesundheit und Wohlbefinden aller Mitarbeiter, Lieferanten und Besucher zu gewährleisten.

Unsere Lieferanten sollen global und lokal ökologische Verantwortung übernehmen und die notwendigen Maßnahmen für den Umweltschutz in den verschiedenen Regionen der Welt durchführen, in denen sie aktiv sind.

Unsere Lieferanten müssen all unsere Bemühungen zur Sicherheit in der Lieferkette und zum Schutz unserer Vermögenswerte, insbesondere unseres geistigen Eigentums und unserer Produkte, nachhaltig unterstützen. Unsere Lieferanten müssen sicherstellen, dass ihre Sicherheitsrichtlinien umgesetzt, regelmäßig überprüft und kontinuierlich verbessert werden. Darüber hinaus müssen Lieferanten an einschlägigen behördlichen Sicherheitsinitiativen teilnehmen, bei denen es darum geht, die Sicherheit ihrer Lieferketten und an den Landesgrenzen zu stärken und dafür zu sorgen, dass die in diesen Initiativen festgelegten Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Unsere Lieferanten müssen für eine robuste und belastbare Lieferkette und geeignete Prozesse sorgen, damit eine unterbrechungsfreie Lieferung und Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen gewährleistet sind. Wir empfehlen unseren Lieferanten, zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität geeignete Pläne aufzustellen und diese umzusetzen. Alle Schlüssellieferanten sind verpflichtet, uns ihre Systeme zum Notfallmanagement, die die Geschäftskontinuität garantieren sollen, darzulegen, inklusive der entsprechenden Informationen zur Planung, Kontrolle und Schadensminderung. Belege können in Form von produktspezifischen Plänen, Konzepten oder Maßnahmen bereitgestellt werden. Zugleich müssen sie Strategien offen legen, die die Risikobewertungen, Katastrophenverhütung und die Vermeidung von Betriebsunterbrechung umfassen. Weitere Informationen finden Sie hier.