Förderprojekt „SeManTiK“ erforscht neueste Chip-Integrations-Techniken für kontaktlose Identitätsdokumente

Gemeinsame Presseinformation der Partner des Forschungsprojekts „SeManTik“ (Bundesdruckerei, Infineon Technologies, Fraunhofer IZM)

10.01.2013 | Fachpresse

Neubiberg und Berlin, 10. Januar 2013 – Wie müssen Identitätsdokumente beschaffen sein, damit sie während ihrer langjährigen Gültigkeit nicht vorzeitig ausfallen? Um diese Frage dreht sich die Arbeit von Bundesdruckerei, Infineon Technologies AG und Fraunhofer IZM im aktuellen Förderprojekt „Sichere und langlebige eID-Anwendungen für die Mensch-Technik-Kooperation“ (SeManTiK). Die Partner erforschen einerseits zuverlässige neue Integrations-Technologien sowie realitätsnahe Modelle, mit denen die Lebensdauer von Identitätsdokumenten vorhergesagt und getestet werden kann.

Identitätsdokumente sind viele Jahre gültig und werden in dieser Zeit häufig stark beansprucht. Daher müssen sie äußerst robust und zugleich sicher und zuverlässig sein.

„Unser Ziel ist, multifunktionale und langlebig fehlerlos funktionierende Technologien für Identitätsdokumente zu entwickeln. Um die Zuverlässigkeit dieser Technologien realitätsnah testen zu können, brauchen wir neue standardisierte Testverfahren und Simulationsmodelle, die wir im Projekt erforschen“, erläutert Joachim Kloeser von der Bundesdruckerei und Gesamtprojektleiter des Forschungsprojekts das gemeinsame Vorhaben.

„‚SeManTiK‘ eröffnet uns neue Wege in der qualitativen Beurteilung und Auswahl von bestehenden, langlebigen elektronischen Hochsicherheitsdokumenten. Unserem gemeinsamen Ziel, die geforderte Langlebigkeit dieser Dokumente bereits zuverlässig im Labor vorhersagen zu können kommen wir durch dieses Förderprojekt erheblich näher. Damit bauen wir unseren Wettbewerbsvorteil in Deutschland weiter aus“, sagt Peter Stampka, Initiator und Projektleiter von „SeManTiK“ bei Infineon Technologies.

Das Forschungsprojekt „SeManTiK“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Als assoziierter Projektpartner bringt das Bundes-kriminalamt seine Expertise für forensische und methodische Analysen mit ein. Bayer Material Science unterstützt das Projekt durch seine Kompetenz bei den Trägermaterialien.

Über die Bundesdruckerei

Die Bundesdruckerei GmbH in Berlin entwickelt und liefert Systemlösungen und Dienstleistungen für die sichere Identifikation in der analogen und digitalen Welt und zählt weltweit zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich. Neben kompletten Pass- und Ausweissystemen bietet das Unternehmen Personaldokumente, Hochsicherheitskarten, Dokumentenprüfgeräte, Sicherheitssoftware, Trustcenter-Leistungen und eID-Services für nationale und internationale Kunden im hoheitlichen sowie privatwirtschaftlichen Markt an. Darüber hinaus fertigt die Bundesdruckerei Banknoten, Postwertzeichen und Steuerzeichen sowie elektronische Publikationen. Mit ihren Tochtergesellschaften BIS Bundesdruckerei International Services GmbH, D-TRUST GmbH, Maurer Electronics GmbH und iNCO Sp.z o.o. beschäftigt die Bundesdruckerei-Gruppe rund 2.000 Mitarbeiter weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 406,3 Millionen Euro. Das Unternehmen ist Gründungsmitglied des Fraunhofer-Innovationsclusters „Sichere Identität Berlin-Brandenburg“ und Stifter des Lehrstuhls „Secure Identity“ an der Freien Universität Berlin. Weitere Informationen unter www.bundesdruckerei.de

Über Infineon

Die Infineon Technologies AG bietet Halbleiter- und Systemlösungen an, die drei zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft adressieren: Energieeffizienz, Mobilität sowie Sicherheit. Mit weltweit rund 26.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2012 (Ende September) einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist in Frankfurt unter dem Symbol "IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol "IFNNY" notiert. Weitere Informationen unter www.infineon.com

Über Fraunhofer IZM

Als Teil der Fraunhofer-Gesellschaft hat das Fraunhofer IZM die klare Ausrichtung auf angewandte Forschung und industrielle Auftragsforschung in den Schwerpunktbereichen Aufbau- und Verbindungstechnik sowie Systemintegration multifunktionaler Elektronik. Mit mehr als 300 Mitarbeitern wurde 2011 ein Umsatz von 24 Mio. Euro erwirtschaftet. Die fünf Abteilungen des Fraunhofer IZM treiben die Technologieentwicklung auf internationalem Niveau voran, beobachten und bearbeiten vielversprechende Zukunfts- und Trendthemen und setzen sich gemeinsam mit industriellen Projektpartnern für eine zukunftsorientierte Vorlaufforschung ein. Weitere Informationen unter www.izm.fraunhofer.de

Pressekontakte

Alexandra Haberstroh
Stellvertretende Pressesprecherin Bundesdruckerei GmbH
Tel.:+49 (0) 30 - 2598 2810
E-Mail: alexandra.haberstroh@bdr.de

Karin Bräckle
Infineon Technologies AG
Manager Media Relations
Tel.:+49 89 - 234 23424
E-Mail: karin.braeckle@infineon.com

Georg Weigelt
Presse und Öffentlichkeitsarbeit Fraunhofer IZM
Tel.:+49 (0) 30 – 46403-279
E-Mail: georg.weigelt@izm.fraunhofer.de

Informationsnummer

INFXX201301.021