Gesundheitsmanagement

Wir wollen, dass es
allen gut geht

Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen, und wir schüt­zen und fördern sie mit vielfältigen Maßnahmen im Rahmen unseres betrieblichen Gesund­heitsmanagements (BGM). Präventionsprogramme wie H.A.P.P.Y. (Healthy Active People Programme for You) oder Fit4Health fördern die Gesundheitskompetenz unserer Angestellten. Daneben unterstützen wir mit den Programmen Leadership & Health und Fit2Lead gezielt Führungskräfte darin, Gesundheit zu leben und für die Beschäftigten erlebbar zu machen. Unser Gesundheitsmanagement wurde bereits mehrfach ausgezeichnet – etwa mit dem im deutschsprachigen Raum führenden „Corporate Health Award“, dem in Österreich zu den höchsten Auszeichnungen gehörenden Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)“, dem „Singapore Health Award“ in Singapur und dem in Malaysia verliehenen „National Occupational Safety and Health Excellence Award“. Alle Preise zeichnen besonders vorbildliche Unternehmen aus, die sich nachweislich überdurchschnittlich für die Gesundheit ihrer Beschäftigten engagieren.

„Das Kursangebot ist super“

„Fit durch Beweglichkeit“, „Rücken fit“, „Hatha Yoga“, „Qi Gong“, „Zumba“, „Entspannung kennenlernen“ heißen zum Beispiel Kurse, die seit 2014 im RAUM für Gesund­heit an unserem Standort in Regensburg angeboten wer­den. Alle Kurse sind von Krankenkassen zertifiziert. Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in einem Jahr an rund 30 Kursen teilgenommen, Tendenz stark steigend. Das Angebot ist so vielfältig, dass wirklich für jeden etwas Passendes dabei ist.

Harald Weiche im Interview zu den Gesundheitskursen

Schichtmeister Harald Weiche berichtet: „Ich habe an einem Kurs zum Thema ‚Ernährung – angepasst für Schicht­arbeit‘ teilgenommen. Es hat viel Spaß gemacht und sich absolut gelohnt. Ich habe mein Essverhalten am Arbeitsplatz stark verändert und ein paar Kilo abge­nommen. Ich kann den Besuch so eines Kurses nur empfehlen. Das Angebot ist wirklich so vielseitig und interessant! Ich gebe zu, es ist für jemanden, der Schicht arbeitet, nicht so einfach sich aufzuraffen. Aber Infineon richtet ja sein Kursangebot sogar auf uns aus, bietet Kurse entlang der Schichten beziehungsweise ent­sprechend individueller Wünsche an. Das ist toll. Und man wird auch vom Vorgesetzten und vom Gesund­heitsteam, das kräftig die Werbetrommel rührt, mo­ti­viert. Es wird immer wieder fokussiert, wie wichtig das Thema Gesundheit ist.“

Work-Life-Balance

Den ganzen Menschen sehen

Auch die Förderung und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist seit langem Teil unserer Personalarbeit. Den ganzen Menschen zu sehen, halten wir für ein ent­scheidendes Element beruflichen Erfolgs. Und: Von der sogenannten Work-Life-Balance hängt letztlich ab, wie selbstverständlich eine Unternehmenskultur der Chan­cengleichheit verwirklicht werden kann. Deshalb achten wir darauf, dass bei Infineon vielfältige individuelle Le­bens­entwürfe möglich sind. Das ist eine anspruchs­volle

35.424 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit

Aufgabe bei 35.424 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 103 Nationen. Wir fokussieren uns darauf, gute und zugleich wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu entwi­ckeln – etwa durch Vertrauensarbeitszeit, Teilzeitarbeit, Elternzeit oder Telearbeit für beide Geschlechter. Seit 2010 sind alle Standorte in Deutschland und seit 2013 auch die österreichischen mit dem Zertifikat audit berufundfamilie ausgezeichnet.

Was für Europa selbstverständlich ist, gewinnt auch in Asien-Pazifik an Bedeutung. In den meisten unserer Stand­orte in dieser Region besteht die Möglichkeit, durch Work from Home-Programme oder flexible Ar­beitszeiten den persönlichen Anforderungen Rechnung zu tragen.

In Singapur, Malaysia und Indien wiederum gibt es eine Vereinbarung zur Silver Workforce. Diese ermöglicht älteren Beschäftigten auf ihren Wunsch hin, über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten.

„Angesichts der Tatsache, dass mein Vater an einer degenerativen Gehirnkrankheit leidet und meine Mut­ter eine Dialysebehandlung benötigt, bin ich nun an einem Punkt angelangt, wo eine gute Organi­sati­on und Tagesplanung für den Stressabbau erforder­lich ist. Ein verständnisvoller Vorgesetzter, ein tolles Team, regelmäßiger Sport und die Möglichkeit, bei Bedarf von zu Hause aus zu arbeiten, haben mir sehr geholfen. Da die Pflege meiner Eltern noch ohne großen Aufwand machbar ist, habe ich das Angebot von zu Hause aus zu arbeiten, bisher noch nicht an­ge­nommen. Mir ist jedoch bewusst, dass dies eines Tages unvermeidbar sein wird. Ich habe jedoch vor, ein oder zwei Tage von zu Hause aus zu arbeiten, um so mehr Zeit mit meinen Eltern verbringen und trotz­dem meine Arbeit erledigen zu können.“

Yan Huey Miin, Vice President Finance and Business Administration, Singapur

Altersstruktur

(Infineon weltweit 2015)

17-25 13,8%
26-30 14,5%
31-35 15,5%
36-40 15,7%
41-45 13,9%
46-50 11,8%
51-55 8,5%
56-60 4,9%
>60 1,4%
Alter in Jahren/Mitarbeiteranteil

Auch Best Aging-Programme erhalten zunehmend Rele­vanz, weil wir angesichts veränderter demogra­phi­scher und arbeitspolitischer Rahmenbedingungen die fach­liche Expertise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange er­halten wollen.

Reduzierte Arbeitszeit, volles Engagement

Bei Infineon arbeiten weltweit etwa 1.358 Menschen in Teilzeit. Noch sind es überwiegend Frauen, doch die Männer unter ihnen werden mehr.

Und die Erfahrungen damit sind gut! Das bestätigen zum Beispiel Justin Bierner und sein Vorgesetzter Stefan Wiesner aus dem Qualitätsmanagement der Abteilung Power Management & Multimarket am Standort München.

„Ich arbeite seit fast 20 Jahren bei Infineon, seit fünf Jahren in Teilzeit. Als meine Frau und ich ein Kind be­kamen, mussten wir uns neu organisieren. In unserer Situation war es die beste Lösung, dass ich Teilzeit ar­beite und meine Frau weiterhin Vollzeit. Ich halte diese Entscheidung für zeitgemäß und freue mich, dass mein Arbeitgeber das genauso sieht. Formal war das seitens HR eh keine große Sache, und mein Vorgesetzter hat es auch unterstützt. Die Reaktionen der Kollegen waren ebenfalls überwiegend positiv. Ich habe den Eindruck, dass viele gerade meiner männlichen Kollegen sich manchmal überlegen, ob das für sie auch eine Option ist. Für mich ist es eine große Bereicherung. Ich kann trotz Teilzeitarbeit weiterhin an interessanten Themen arbeiten und Verantwortung übernehmen.“

Justin Bierner, Qualitätsmanager

„Ich bin für Teilzeitarbeit aufgeschlossen. Eine gelun­gene Work-Life-Balance ist nach meiner Überzeugung eine entscheidende Basis für zufriedene und engagierte Mitarbeiter, und mit ihnen lassen sich die gesetzten Zie­le besser umsetzen. Am Ende hängt der Erfolg der Ab­teilung nicht primär davon ab, wie lange die Mitarbeiter im Büro sind, sondern wie engagiert sie sind. Natürlich muss man die reduzierte Arbeitszeit eines Kollegen in der Planung berücksichtigen und die Abläufe im Team anpassen. Aber das ist ja eine der Kernaufgaben einer Führungskraft. Wichtig ist, dass sich Mitarbeiter und Führungskraft gemeinsam Gedanken machen, wie sich die Aufgaben ohne Qualitätsverlust bewältigen lassen. Es muss auf beiden Seiten die nötige Flexibilität vorhan­den sein. Dann ist eine Teilzeitanstellung eine klassische Win-Win-Situation. Ich glaube, dass wir den Trend zu einer Flexibilisierung des Arbeitszeitmodells mehr und mehr sehen werden.“

Stefan Wiesner, Leiter Quality Management bei Power Management & Multimarket

Kinderbetreuung

Platz für kleine Forscherinnen und Forscher

Möglichkeiten einer guten Kinderbetreuung zu bieten, gehört für uns zur Förderung der Vereinbarkeit von Be­ruf und Familie ganz wesentlich dazu. An allen großen deutschen und österreichischen Standorten sowie in Singapur bieten wir deshalb entweder einen betriebs­eigenen Kindergarten oder Kooperationen mit nahe gelegenen Kindertagesstätten, und wir bauen das An­gebot stetig aus.

Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir zum Beispiel die Kita in unserer Unternehmenszentrale in München durch einen Erweiterungsbau vergrößert. Seit Septem­ber 2015 können hier 220 Kinder spielen und lernen. Schon bei den Kleinsten die Freude am Forschen zu wecken und zu fördern, ist das pädagogische Konzept unserer Kitas. Vor allem in München. Seit 2013 ist die Kita am Campeon offiziell ein „Haus der kleinen For­scher“ – sprich nach dem Standard der gleichnamigen für die naturwissenschaftliche Bildung von Kindern engagierten Stiftung zertifiziert.

Abschlussfoto vor dem Kita-Erweiterungsbau u.a. mit CEO Reinhard Ploss (3. Reihe, Bildmitte), Vorstandsmit­glied Arunjai Mittal (5. Reihe, links), 1. Bürgermeister von Neubiberg Günter Heyland (2. Reihe, links) und Christa Eiler, Leiterin der Kita am Campeon (1. Reihe rechts)