Supraleitende Qubits

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Von Supraleitung wird gesprochen, wenn Ströme ohne jeglichen elektrischen Widerstand fließen. Das ist bei vielen supraleitenden Materialien erst bei sehr niedrigen Temperaturen in der Nähe des absoluten Nullpunkts der Fall. Dank moderner Kryostaten, also sehr guten Kühlschränken, können solche Temperaturen mittlerweile aber mit vertretbarem Aufwand erreicht werden. Aus den Supraleitern lassen sich Schaltungen formen, die sich sehr ähnlich zu Atomen verhalten. Die Zustände dieser künstlichen Atome wiederum können mit Mikrowellen und damit rein elektrisch manipuliert und ausgelesen werden. Supraleitende Qubits haben in jüngster Vergangenheit eine gewisse Prominenz erlangt: Sie waren die erste technologische Plattform, mit der in einem Experiment (an einer sehr akademischen Fragestellung) ein Geschwindigkeitsvorteil von Quantencomputern nachgewiesen werden konnte.

Infineon arbeitet vor allem an den Standorten München und Regensburg unter anderem mit dem Walther-Meißner-Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie dem finnischen Startup IQM zusammen, um supraleitende Schaltungen fürs Quantencomputing zu nutzen.