Belegschaft – Kultur der guten Zusammenarbeit

Qualität, Innovation und Verlässlichkeit: Unsere Werte und wofür wir stehen

Wir wollen unseren Beschäftigten einen „Great Place to Work“ bieten. Denn nur zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können langfristig unternehmerische Höchstleistungen erbringen. Deshalb stehen gerechte Arbeitsbedingungen und eine Unternehmenskultur, in der sich alle wohlfühlen, für uns an erster Stelle. Analog der Situation im Sport sehen wir uns verpflichtet, Leistung, Engagement und Erfolge anzuerkennen und entsprechend gerecht zu entlohnen. Daher sind wir auf vielen Ebenen aktiv, um auch weiterhin ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Arbeitgeber auf dem globalen Arbeitsmarkt zu bleiben.

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Zum 30. September 2017 beschäftigte Infineon weltweit 37.479 (37.031,9 FTE) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Arbeitnehmervertretung: Gemeinsam gestalten

Eine starke Vertrauenskultur mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation ist uns auch im Dialog mit unseren Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern sehr wichtig. Mitbestimmung ist ein wesentlicher Faktor der Personalarbeit. Gemeinsam gestalten wir in den jeweiligen Gremien, insbesondere im Gesamtbetriebsrat und im Unternehmenssprecherausschuss, die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Kernthemen.

Auf Einladung des Gesamtbetriebsrats treffen sich einmal im Jahr die Vertreter der Betriebsratseinheiten aller Infineon-Standorte aus Deutschland und Österreich zur Betriebsräteversammlung. An zwei Tagen werden zusammen mit Firmenvertretern und Experten von HR sowie unserem IG-Metall-Betreuer die Entwicklungen des vergangenen Jahres besprochen. Zudem werden Pläne für die künftige Arbeit von HR, Standortbetriebsräten und Gesamtbetriebsrat diskutiert. Dieses Jahr trafen sich (v. l. n. r.) Johann Dechant, Hermann Eibach, Ronald Künemund, Jochen Hanebeck, Jürgen Scholz und Thomas Marquardt in Regensburg.

Vergütung: Beteiligung am Unternehmenserfolg

Um exzellente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutieren und halten zu können, ist eine attraktive und marktgerechte Vergütung eine wesentliche Voraussetzung. Da wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen zusätzlichen Ansporn geben wollen, um Höchstleistungen zu erbringen und ergebnisorientiert zu handeln, werden sie auch angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt: Der jährliche Erfolgsbonus, der unmittelbar vom Geschäftserfolg abhängig ist, wird zusätzlich zum Fixgehalt ausgezahlt.


Des Weiteren profitieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von betrieblichen Leistungen, die sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigten angeboten werden. Dabei hängen deren Art und Umfang von regionalen gesetzlichen und marktüblichen Anforderungen ab. Wir bezahlen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Basis arbeitsbedingter Kriterien wie Stellenanforderung und Leistung sowie entsprechend den jeweiligen lokalen Markterfordernissen. Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen keine Rolle. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bei Infineon soll angemessen und nachvollziehbar für ihre oder seine Arbeit bezahlt werden unter Erfüllung aller gesetzlichen Standards.


Der weltweite Personalaufwand für aktive interne Beschäftigte betrug im Geschäftsjahr 2017 2.206 Millionen Euro. In diesen Kosten sind Löhne und Gehälter inklusive Mehrarbeit und Zulagen sowie Sozialkosten enthalten.

YIP – Your Idea Pays

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit für eine direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg: Durch unser Ideenmanagementprogramm können wir die Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur fördern und anerkennen, sondern sie werden auch je nach Potenzial vergütet.

Das YIP-Programm ist eine tragende Säule der Ideen- und Innovationskultur bei Infineon. YIP steht für „Your Idea Pays“. Seit Jahrzehnten schon wird die Belegschaft angeregt, ihre Ideen zu teilen. Auch abteilungsübergreifende und internationale Teams können mitmachen. Je besser die Idee, desto höher die Belohnung.

Die Ideen reichen von Prozess- und Produktverbesserungen bis hin zu Einsparmaßnahmen, die oft auch einen erheblichen Beitrag zum Geschäftserfolg leisten.

Neben YIP gibt es außerdem KVP-Ideen. KVP bedeutet „kontinuierlicher Verbesserungsprozess“. Er findet hauptsächlich an Produktionsstandorten statt.

In diesem Jahr wurde ein neues Tool eingeführt, mit dessen Hilfe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter YIP- und KVP-Ideen eingeben können. Dieses Tool macht es noch leichter, Ideen zu teilen; außerdem reduziert es die Bearbeitungszeiten. Die Einführung fand weltweit am 6. Mai 2017 statt. Begleitet wurde sie von vielen lokalen Aktionen, zum Beispiel mit Infoständen in den Kantinen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Details über das neue Tool erfahren konnten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 10.862 Verbesserungsvorschläge eingereicht. 1,7 Millionen Euro Prämiengeld hat Infineon an die Ideengeber ausgeschüttet. Der Einfluss dieser Vorschläge auf das Geschäftsergebnis lässt sich klar berechnen und liegt weitaus höher. Sogar ein einzelner Vorschlag kann Infineon Millionen einbringen – oder hohe Ausgaben einsparen.

In Österreich fand im April 2017 eine YIP-Prämienverleihung statt. Aus insgesamt 1.292 Einreichungen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 zeichnete das Management im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die 19 besten Ideen aus. 664 Ideen wurden realisiert, und diese bringen Infineon Österreich 3,29 Millionen Euro Ersparnis ein. Dafür wurden 203.500 Euro an Prämiengeld ausgeschüttet.
Das sind die YIP-Initiatoren, die den Infineon-YIP-Tag in Bangalore, Indien, organisiert haben. Wie sich zeigte, wurde die überwältigende Anzahl von 49 YIP-Vorschlägen über alle Abteilungen hinweg eingereicht. Die Veranstaltung hat somit ganz eindeutig die richtige Atmosphäre geschaffen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu motiviert, sich aktiv am YIP-Programm zu beteiligen.

Ausgezeichnete Ideen: Der High Performance Award

Bereits zum fünften Mal suchte Infineon im Jahr 2017 herausragende Projekte und Initiativen, die einen Beitrag zu den strategischen Zielen des Unternehmens leisten. Der High Performance Award macht gute Beispiele sichtbar und honoriert vor allem den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben dem Award selbst bekamen die Teams auch ein Spendenbudget in Höhe von jeweils 10.000 Euro für Gold, Silber und Bronze beziehungsweise 5.000 Euro für die drei Special Awards, die in diesem Jahr vergeben wurden.

So unterschiedlich die Preisträger des diesjährigen High Performance Award auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Sie alle helfen, Kunden von Infineon erfolgreicher zu machen. Gold gab es in diesem Jahr für das Projekt „Introduction and application of new quality requirement categories“. Teammitglied Elfriede Wellenzohn, Director Quality Management in Villach, Österreich (Dritte von links im Bild), erklärte: „Dem Kunden zuhören – das ist das eine. Das andere ist, die Unterstützung des gesamten Unternehmens zu bekommen, um überhaupt in der Lage zu sein, die Anforderungen des Kunden zu erfüllen. Hier hat sich die Einstellung im Unternehmen in den letzten Jahren wirklich geändert. Die Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen war der Schlüssel zu unserem Erfolg.“

Engagement für andere

Im Mai 2017 unterstützte Infineon Singapur die nationale Kampagne, Singapur sauber zu halten, und veranstaltete eine gemeinsame Müllsammelaktion im Kallang Riverside Park. Daran nahmen 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familienmitgliedern teil und sammelten gemeinsam 61 Kilogramm Müll. Organisiert wurde die Aktion von der langjährigen Initiative „Infineon Cares“, die das Thema Umweltschutz und vor allem ein sauberes und sicheres Umfeld in der Nähe des Standorts unterstützt. Dies steht in Einklang mit der globalen Unternehmenskultur, Initiativen zu fördern, die ein Bewusstsein für die Bedeutung des Umweltschutzes und der Ökosysteme schaffen.

Hungersnot in Afrika, Flüchtlingskrise in Europa oder ein Kindergarten nebenan, der Hilfe braucht: Mit diversen Aktionen setzen sich Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter an allen Standorten dafür ein, anderen zu helfen. Sie tragen dazu bei, dass es der Welt ein Stückchen besser geht – nicht nur durch Geldspenden, sondern auch durch aktive Mitarbeit.

Das freiwillige gesellschaftliche und soziale Engagement für die Gemeinschaft – wir nennen es Corporate Citizenship – ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur und wird von Infineon unterstützt, wo es nur geht. Zum Beispiel auch durch die Vorgabe, dass die Preisgelder des High Performance Award – insgesamt 45.000 Euro – karitativen Zwecken zugutekommen.

Insgesamt hat Infineon in diesem Geschäftsjahr mit mehr als einer Million Euro durch Geldspenden, Sponsoring, ehrenamtliche Tätigkeiten und Sachspenden zum Corporate Citizenship beigetragen.

Allein in Somalia, im Südsudan, im Jemen und im Nordosten Nigerias leiden 20 Millionen Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, unter akutem Nahrungsmittelmangel. Der Infineon-Vorstand hat im April 2017 eine Soforthilfe in Höhe von 50.000 Euro gegen die Hungersnot in Afrika zugesagt und ein Spendenkonto beim Deutschen Roten Kreuz eingerichtet. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten auch privat einen spontanen Beitrag: Sie haben mehr als 30.000 Euro gespendet.

Infineon Tijuana kümmert sich um die Mitmenschen: Entsprechend einer Tradition, die vor sieben Jahren begonnen hat und Teil unseres Corporate-Social-Responsibility-Programms ist, hat die Personalabteilung in Tijuana ihre Kollegen dazu aufgerufen, Sachspenden zu sammeln. Kleidung, Schuhe und Spielzeug wurden anschließend an ein Zentrum für ältere Menschen und an zwei örtliche Waisenhäuser verteilt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Spenden überbrachten, blieben anschließend noch dort, um mit den Kindern zu spielen und mit den Älteren Lebenserfahrungen auszutauschen.