Talente – Wir wollen die Richtigen

Eines ist klar: Unsere Geschäftsstrategie lässt sich nur dann umsetzen, wenn die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den richtigen Positionen zum Einsatz kommen. Doch selbst ein renommiertes Unternehmen wie Infineon kann sich nicht einfach darauf verlassen, dass sich die passenden Kandidatinnen und Kandidaten auf offene Stellen bewerben. Denn der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft. Deshalb müssen wir uns Trends wie der Digitalisierung und den Herausforderungen des demografischen Wandels anpassen – und das in Zeiten eines rasanten technischen Fortschritts.

Nur Unternehmen, die sich frühzeitig auf die Veränderungen am Arbeitsmarkt einstellen, können langfristig mit Erfolg offene Stellen besetzen.

Recruiting: Gezielte Suche nach Talenten

Infineon ist an allen seinen Standorten weltweit aktiv, um die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten zu finden und zu gewinnen. Wir arbeiten kontinuierlich an unserem Bekanntheitsgrad und am Employer-Branding – unserem Image als beliebter und innovativer Arbeitgeber. Dazu gehen wir Kooperationen mit Universitäten, Schulen und staatlichen Institutionen ein, besuchen Messen und veranstalten spezielle Events. Wir suchen auf sämtlichen Kanälen, setzen Filme ein und erleichtern die Jobsuche und die Bewerbung über unsere Karriere-Website. Des Weiteren geht unser Talent-Attraction-Management-Team (TAM) aktiv auf geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu.

Auf dem Deutschen Chancentag 2018 erkundeten potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Vielzahl von Arbeitsplätzen, Praktika und Möglichkeiten der dualen Ausbildung. Besonders das Erleben der vollautomatischen Produktionsstätte in Villach in Österreich durch die Virtual-Reality-Brille ist bei Campus-Veranstaltungen sowohl in Singapur als auch in Deutschland immer wieder ein Highlight. So probierte auch der Vorsitzende und Geschäftsführer von Infineon Asien-Pazifik, Chee Seong Chua, die VR-Brille aus.
Strategische Partnerschaften mit Hochschuleinrichtungen werden zum Beispiel in Singapur regelmäßig gefördert. Beim letzten Infineon-Tag im Herbst 2018 in der Nanyang Technological University (NTU) vernetzten sich Infineon-Vertreter und -Studentenbotschafter mit rund 200 NTU-Studenten verschiedener Fakultäten. Der NTU Infineon Day ist eine exklusive Veranstaltung für Studierende, um Einblicke in den aktuellen Spitzenstand in der Technologiebranche zu gewinnen. Nicht nur Engagement durch Präsenz in den Hochschulen, sondern auch das gemeinsame Erkunden neuer Wege fördert die Partnerschaft mit Hochschuleinrichtungen. In Singapur werden deshalb zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten veranstaltet. Dazu zählen auch die Besuche der 3-D-Drucklabor-Touren von SUTD (Singapore University of Technology and Design) im Rahmen der Industry-Night oder die Tour zu den forschungsorientierten Labors der NTU Materials Science & Engineering. So bleibt immer eine Verbindung ins Hochschulnetzwerk, und es besteht die Möglichkeit, potenzielle Talente frühzeitig zu identifizieren. Im November 2018 unterzeichnete Infineon Singapur eine Kooperationsrahmenvereinbarung mit Singapore Polytechnic (SP) mit den Schwerpunkten IoT und Robotik. Dies sind die kommenden Branchen, in denen in naher Zukunft bedeutende Innovationen erwartet werden. Solche Kooperationen sind ein dreifacher Gewinn: für Infineon, für Hochschulen und für Studierende.
Am 31. Oktober 2018 öffnete Infineon Porto (IFSSC) seine Pforten für rund 40 Personen. Die erste Veranstaltungsreihe hatte das Ziel, eine kleine Gruppe von Talenten einzuladen, die Infineon als Unternehmen näher kennenlernen wollten, bevor die Bewerbung auf eine Position erfolgen sollte. Dieses Konzept der offenen Tür entwickelte sich schnell zu einem sehr dynamischen Nachmittag zwischen Besuchern und IFSSC-Kolleginnen und -Kollegen. Jede IFSSC-Abteilung war in der Recruiting-Veranstaltung mit einem Werbestand beteiligt – in einer zwölfminütigen Präsentation berichteten die Redner den jeweiligen Gruppen mit jeweils vier bis fünf Teilnehmenden von ihren persönlichen Erfahrungen mit Infineon. Der Tag stand voll und ganz im Zeichen des Teilens und Wissens – offene Stellen wurden angeboten, und Kandidatinnen und Kandidaten konnten genau erfahren, was hinter dem Stellenangebot steckt, und sich entsprechend informieren.
Anfang Januar wurden 20 Studierende aus dem TUMfast-Programm zum ersten Kamingespräch mit dem ehemaligen Finanzvorstand von Infineon, Dominik Asam, im neu eröffneten „Look Out“ in Gebäude 15 am Campeon eingeladen. Das TUMfast-Programm der TUM School of Management fördert exzellente Studierende, die „Finance and Accounting Selected Talents“ (fast). Sie studieren Management und Technologie (TUM BWL) mit dem Schwerpunkt Finance & Accounting und gehören von den Leistungen her zu den besten zehn Prozent. Infineon unterstützt das Programm als Corporate Partner. „Im Rahmen unserer Universitätsbeziehungen bilden akademische Talentprogramme wie TUMfast eine wichtige Säule, um besonders leistungsstarke Studierende für Infineon zu gewinnen“, so Rainer Schmidt-Rudloff, bei HR für University Relations verantwortlich.

Willkommen an Bord!

Verschiedene Maßnahmen sollen eine schnelle soziale und fachliche Integration der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen fördern. So auch bei Infineon Greater China. In diesem Jahr erfolgte eine Umstellung des Konzepts von Greater China New Hire Orientation, und die bisherige Prozess- und Tool-Schulung wurde um einige Aktivitäten beim Onboarding erweitert. So begrüßte Su Hua, Präsident von Infineon Greater China, im Juni 2019 50 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von verschiedenen Standorten: Shanghai, Peking, Shenzen, Wuxi, Taiwan und Hongkong. Das standortübergreifende Onboarding ermöglichte es den Newbies von Anfang an, zu netzwerken und beim gemeinsamen Austausch Kultur, Vision und Mission von Infineon kennenzulernen. Aber auch die Expertenpräsentationen über Produkte und Anwendungen aus den verschiedenen Divisionen gaben allen einen guten Einblick ins tägliche Geschäft. Verknüpft wurde dies noch mit persönlichen Karrierestorys von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die schon länger im Unternehmen tätig sind. Ein gelungener Tag, um allen gemeinsam einen erfolgreichen Start bei Infineon zu ermöglichen.

Für externe Kandidatinnen und Kandidaten gibt es unzählige Möglichkeiten, bei Infineon einzusteigen. Schulabsolventinnen und -absolventen können ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein duales Studium absolvieren, Studierende können als Praktikant oder Werkstudent bei uns arbeiten oder ihre Bachelor- oder Masterarbeit bei uns schreiben. Auch eine Doktorandenstelle oder das International Graduate Program (IGP) kann ein Start in unser Unternehmen sein.

Egal in welchem Alter und in welche Position eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zu Infineon kommt: Jeder bekommt von Anfang an verantwortungsvolle Aufgaben und einen interessanten Einblick in ein dynamisches Berufsleben.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden weltweit 4.698 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Infineon eingestellt. Die neuen Kolleginnen und Kollegen sollen nach Möglichkeit schnell in einen Arbeitsmodus gelangen und sich in ihrer Entscheidung für Infineon bestätigt sehen. Damit dies gelingt, ist ein gutes Onboarding wichtig, wobei in erster Linie die jeweilige Fachabteilung gefragt ist. Aber auch HR übernimmt hier wichtige Aufgaben: sowohl im direkten Kontakt mit den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch indirekt über die neuen Vorgesetzten.

An vielen Standorten hat sich das Onboarding bereits etabliert. Um eine einheitliche Mindestqualität zu sichern, aber auch um gute Ideen auszuweiten und kleinere Standorte zu unterstützen, hat HR im Geschäftsjahr 2018 eine weltweite Onboarding-Richtlinie erstellt. Bestandteile sind beispielsweise eine globale Willkommens-Mail, Willkommensseiten im Intranet, Vorgaben für einen Einarbeitungsplan und eine Checkliste, anhand derer Vorgesetzte die notwendigen Vorbereitungen treffen können. Außerdem legt die Richtlinie ein „Buddy-System“ fest, das in einem Flyer erklärt wird.

An allen Standorten sollen Begrüßungs- und Informationsveranstaltungen für die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stattfinden. Die Ziele sind: Informations- und Wissensaustausch sowie Motivation und Networking.

Ausbildung und duales Studium

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Absolventen dieser Fächer sind heute gefragter denn je. Deshalb hat Human Resources im Herbst 2017 das Projekt „MINT-Minis“ ins Leben gerufen. Auf der neuen Homepage im Intranet sind altersgerechte Materialien und kindgerechte Foliensätze zu finden. Themen sind Technik im Allgemeinen und Halbleitertechnik im Besonderen. Um schon die Jüngsten für Technik zu begeistern, können an allen deutschen Ausbildungsstandorten Reinraumanzüge in verschiedenen Kindergrößen sowie Experimentierkoffer ausgeliehen werden. Die „MINT-Minis“ sollen Infineon-Kolleginnen und -Kollegen weltweit motivieren, in Kindergärten und Schulen zu gehen, um Kinder zwischen drei und zehn Jahren für die MINT-Welt zu begeistern. Erste Projekte gab es bereits in Europa, den USA und Asien.

Den Schulabschluss fast in der Tasche und bereit für neue Abenteuer? Ob klassische Ausbildung oder duales Studium: Bei Infineon können Schulabgänger aus einer breiten Palette an technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen sowie dualen Studiengängen wählen. Im Geschäftsjahr 2019 waren insgesamt 394 Auszubildende und dual Studierende weltweit bei Infineon beschäftigt.

An den Standorten München, Regensburg und Warstein bietet sich den kaufmännischen Auszubildenden eine ganz besondere Gelegenheit: Sie können im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus+ vier Wochen ihrer Ausbildung im europäischen Ausland verbringen. In Jahr 2019 waren insgesamt sieben Auszubildende am Standort Porto, um neben der Sprache auch die kaufmännischen Inhalte ihrer Ausbildung im Bereich Accounting zu vertiefen.

Rebecca Wisbacher (Mitte) war eine der Auszubildenden, die einen Auslandsaufenthalt in Porto erleben konnten. Der Erfahrungsaustausch war für die angehende Industriekauffrau etwas ganz Besonderes und zudem eine hervorragende Chance, die Landeskultur und das internationale Arbeitsumfeld kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. „So etwas ist in einem Unternehmen keine Selbstverständlichkeit“, meint Rebecca Wisbacher. „Ich finde es toll, dass Infineon mir diese Chance in Porto ermöglicht hat. Der Sprung ins Ausland hat mich viel selbstbewusster gemacht. Nun fällt mir unter anderem der Wechsel in andere Abteilungen viel leichter.“
In diesem Jahr hatten insgesamt 30 technisch interessierte Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren die Möglichkeit, beim Girls’ Day 2019 auf dem Campeon in München einen besonderen Tag zu erleben. Mit einer Rallye quer über das Gelände gewannen die Schülerinnen erste Einblicke in die Strukturen von Infineon. Anschließend konnten sie ihre Fähigkeiten in verschiedenen technischen Workshops testen und spannende Experimente durchführen. Ziel des Girls’ Day ist es, die Mädchen bei der Berufswahl zu unterstützen sowie das Interesse an Berufen und Studiengängen im MINT-Bereich zu wecken und zu fördern.

Nachwuchsförderung beginnt bei Infineon nicht erst bei der Ausbildung von Fachkräften, sondern bereits deutlich eher. Denn früh übt sich, wer Experte werden will. Darum wollen wir schon die Kleinsten für Technik begeistern. Sozusagen unsere komplexen Produkte und Technologien verständlich erklären – und das mit einer großen Portion Spaß! So lernen Kinder schon beizeiten, welchen Beitrag die Mikroelektronik für eine lebenswerte Zukunft und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen leisten kann.

 

Chips@School ist ein von Infineon im Jahr 2012 ins Leben gerufener Wettbewerb, der mittlerweile nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch weltweit stattfindet, beispielsweise in Singapur und Irland. Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse werden dazu aufgerufen, neue Lösungen und Anwendungsbeispiele für Halbleiter zu entwickeln. Sie beschäftigen sich dabei mit vielen interessanten Fragen: Was machen die Chips von morgen? Wie sieht die Zukunft aus? Und einige mehr.

Im Jahr 2019 gewannen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lappersdorf in Bayern den deutschlandweiten Wettbewerb mit einer Siegprämie in Höhe von 500 Euro. Sie entwickelten ein System „Safety Bus“, das im Falle eines Busunfalls automatisch die Fensterscheiben des Busses löst und auswirft. Auch der mit 300 Euro dotierte zweite Preis ging an das Gymnasium Lappersdorf. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Idee zur „Holo-Watch“ – einer Smartwatch mit spezieller Folie auf dem Display, die sich bei einem Holo-Anruf aufbläst und den Anrufer als Hologramm zwischen Display und gewölbter Folie zeigt. Der dritte Platz ging an das Goethe-Gymnasium in Regensburg – mit der Idee für ein Gerät, das mittels Kamera und Ortungschip die Tiefsee erforscht und auf seiner Erkundungstour gleichzeitig den (Plastik-)Müll einsammeln kann.
Erfolgreich war in diesem Jahr auch Anna Birnthaler. Sie ist Verbundstudentin bei Infineon; sie absolviert also ein duales Studium mit integrierter Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik. Die IHK-Abschlussprüfung ihrer Ausbildung hat sie im Sommer 2019 mit 97 von 100 Punkten abgeschlossen und im Anschluss einen von Infineon geförderten Auslandsaufenthalt in Malaysia verbracht. „Meine Hauptmotivation zum Aufnehmen eines dualen Studiums war, neben der Theorie auch direkt die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Elektronikers zu erlernen und sie in der Lehrwerkstatt praktisch umsetzen zu können. Der optionale Auslandsaufenthalt zeigt noch viele andere Facetten, bisher Gelerntes umzusetzen. Zudem bekommt man während des ganzen Studiums bei allen Fragen und Anliegen Unterstützung von HR“, so Anna Birnthaler.

Als Alternative oder als Zusatz zur abgeschlossenen Ausbildung bietet Infineon Deutschland Abiturientinnen und Abiturienten sowie ehemaligen Auszubildenden das duale Studium an. Kein anderer Studiengang enthält einen so hohen Praxisanteil, denn Theorie- und Praxisphasen wechseln sich ab. Je nach Studienmodell dauert das duale Studium drei, dreieinhalb oder vier Jahre. Danach haben die Absolventinnen und Absolventen einen Bachelortitel in der Tasche. Erfolgreiche Bachelorabsolventinnen und -absolventen können anschließend ihr Wissen in einem dualen Masterstudium weiter ausbauen.

Ein duales Studium ist die ideale Möglichkeit, bei monatlicher Vergütung zu studieren und gleichzeitig verschiedene Aufgaben des Unternehmens kennenzulernen. Die Absolventinnen und Absolventen wissen später sehr genau, in welchem Bereich sie am liebsten einsteigen möchten.

Bei der diesjährigen Absolventenfeier im September 2019 wurden insgesamt acht Auszubildende und vier Studentinnen und Studenten von Infineon verabschiedet. Die beste IHK-Absolventin ist Anna Birnthaler. Im Rahmen ihres dualen Studiums der Mikrosystemtechnik absolviert sie bei uns eine integrierte Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik.

Kooperationen mit Hochschulen

Die Zukunft unseres Unternehmens wird in den Händen der talentierten jungen Menschen liegen, die wir heute ausbilden. Daher ist es umso wichtiger, die Weiterbildung ambitionierter Absolventinnen und Absolventen mit attraktiven Initiativen und Kooperationen zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich im sozialen Austausch Infineon-weit zu vernetzen. Als innovationsstarker globaler Technologieführer ist es für uns besonders wichtig, im Recruiting-Prozess Talente aller Nationalitäten anzusprechen und sie im weiteren Verlauf mit Hilfe vielseitiger Integrationsmaßnahmen zu unterstützen.

Sabine Herlitschka CEO and Technology Director Infineon Technologies Austria AG

Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen ist aus vielen Gründen sehr wichtig. An vorderster Stelle steht natürlich die Gewinnung erfolgreicher Absolventinnen und Absolventen als Berufseinsteiger. Dazu bieten wir diverse duale Studiengänge an. Aber auch der Wissensaustausch sowie gemeinsame Innovationsprojekte werden vorangetrieben, um stets auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.

Für eine enge Kontaktpflege an den jeweiligen Standorten haben zahlreiche Infineon-Ingenieurinnen und -Ingenieure Lehraufträge an anerkannten Universitäten im In- und Ausland übernommen. Wir unterstützen Hochschulen mit Stiftungsprofessuren oder Forschungslaboren. Ferner besuchen wir Hochschulmessen, halten Vorträge auf Kongressen und laden zu Exkursionen in unser Unternehmen ein.

Infineon Austria und die Universität Innsbruck gründeten in diesem Jahr das Innsbruck Power Electronics Lab (i-PEL) und rüsten sich nun gemeinsam für die Zukunft. Unter der Leitung von Prof. Dr. Petar Grbović sollen junge Talente zu Expertinnen und Experten in der Halbleiterbranche ausgebildet werden. Die Kooperation zwischen Infineon und der Universität Innsbruck verbindet Industrie mit Forschung und bringt beiden Seiten großen Nutzen. Mit Hilfe von Forschungsaktivitäten können nicht nur ganz neue Möglichkeiten geschaffen werden, sondern es können auch neue Produkte und neue Anwendungen im Bereich der Leistungselektronik nach den Anforderungen von Infineon sowie nach globalen technologischen Trends schnell in die Praxis umgesetzt werden, zudem bieten sie einen Wettbewerbsvorteil. „Ein aus meiner Sicht noch größerer Vorteil ist das Thema der Talente-Rekrutierung: Studierende lernen Infineon früh als führendes und innovatives Halbleiterunternehmen und als spannenden Arbeitgeber kennen“, so Petar Grbović. Eine Kooperation mit einem tollen Mehrwert für beide Seiten.
Das Büro bei Infineon Korea war im Januar für zwei Wochen voll mit Gaststudenten besetzt. Den Grund hierfür bildete ein von der Regierung finanzierter Automobil-Halbleiter-Trainingskurs, den Infineon Korea zusammen mit der KSIA (Korean Semiconductor Industry Association) veranstaltete. Bei dem bereits zum vierten Mal stattfindenden zweiwöchigen Training teilten die Branchenexperten der Automobilindustrie ihr Know-how mit den Gaststudenten, gaben praktische Einblicke in die Halbleiterbranche und unterstrichen die Bedeutung von Infineon als Schlüsselakteur in der Industrie.

Praktikanten und Werkstudenten

Ein Schülerpraktikum bei Infineon Singapur (IFAP) zu absolvieren ist eine besondere Chance. Jährlich organisiert der Standort Singapur drei Lunch-Workshops – eine Plattform für Praktikantinnen und Praktikanten, um sich schon frühzeitig zu vernetzen und ihre Erfahrungen mit Infineon auszutauschen. Im ersten Halbjahr nahmen rund 50 Praktikantinnen und Praktikanten an der Lunchtalk-Session bei Infineon Singapur teil. Eine gemeinsame Sitzung zum Thema Karriereplanung bot die Möglichkeit, bei einer psychometrischen Beurteilung die grundlegenden Persönlichkeitstypen und Arbeitsumgebungen kennenzulernen, um zu verstehen, wofür jeder am besten geeignet ist.

Für Studentinnen und Studenten sowie Hochschulabsolventinnen und -absolventen gibt es bei Infineon in allen Bereichen attraktive Möglichkeiten, um Teil des Teams zu werden. Wir bieten Praktika, Tätigkeiten als Werkstudentinnen und Werkstudenten oder die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten an. Klar ist: Alle Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger können sich auf einen Raum für Kreativität und Praxiserfahrung mit neuester Technologie freuen und so einen erfolgreichen Karrierestart hinlegen.

Trendence, ein unabhängiges Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Bereich Employer Branding, identifiziert jedes Jahr die attraktivsten Arbeitgeber. Dabei wählen die Ingenieurstudierenden Infineon Deutschland immer wieder unter die Top-100-Arbeitgeber. Über 50.000 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer beurteilten in diesem Jahr Unternehmen im Hinblick auf deren Attraktivität und Bekanntheitsgrad sowie auf der Grundlage ihrer eigenen Bewerbungsintention (https://www.arbeitgeber-ranking.de/rankings).

Über 7.500 Praktikantinnen und Praktikanten bewerteten bei einer Umfrage der CLEVIS Group die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Unternehmen. Die Studie kategorisiert die Firmen in vier Bereiche: Stars, Pretender, Hidden Champions und Challenger. Die Einteilung von Infineon als „Star“ zeichnet das Unternehmen sowohl in der Arbeitgeberqualität als auch beim Markenimage aus. Die Praktikantinnen und Praktikanten in diesen Unternehmen sind mit ihrem Arbeitgeber und dem Praktikum sehr zufrieden. Infineon verbessert die Qualität der Praktika ständig, um die junge Generation der Zukunft für sich zu gewinnen und als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Die Student-Attraction-Manager nutzen für ihre Suche unterschiedliche Kanäle, beispielsweise Messen und Workshops, um in Schulen und Universitäten die besten Talente zu finden.

Aber auch Messen sind immer wieder eine attraktive Plattform, um nach Talenten zu suchen und über Karrieremöglichkeiten bei Infineon zu informieren. Bei der Messe electronica 2018 in München überzeugte das Standkonzept nicht nur Fachbesucher, sondern zog auch potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten an. Darüber hinaus brachte ein Shuttlebus 50 ausgewählte Studentinnen und Studenten zur Messe. Dort hatten sie bei drei Führungen die Möglichkeit, nicht nur die Weltleitmesse der Elektronik zu erkunden, sondern auch den Infineon-Stand. Michael Schinke, Senior Director Marketing Communications, kommuniziert hier mit dem humanoiden Roboter Roboy, der mit mehreren Sensoren der XENSIV™-Familie von Infineon ausgestattet ist.

Talent-Programme

Unsere Welt verändert sich – und das immer schneller. Mit einer breit angelegten Initiative will Infineon dem sich auch in der Arbeitswelt vollziehenden Wandel begegnen. Herzstück der Aktivitäten ist das International Graduate Program (IGP), dessen Ziel es ist, topqualifizierte Absolventinnen und Absolventen zu gewinnen. Das Programm verfolgt einen globalen Ansatz. Das heißt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihr Netzwerk sowohl über Bereichsgrenzen als auch über Ländergrenzen hinweg aufbauen. Dabei liegt mindestens eine der drei bis vier Stationen des Programms im Ausland. In regelmäßigen Telefonkonferenzen und virtuellen Meetings tauschen sich die IGPs untereinander aus. Halbjährlich finden zudem persönliche Treffen im Rahmen von globalen Konferenzen statt.

 

Vom 5. bis 9. November 2018 trafen sich am Standort Neubiberg 45 der weltweit tätigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des International Graduate Program (IGP) zum intensiven Training und Networking. „Hört niemals auf zu lernen!“ Mit diesen Worten eröffnete CEO Reinhard Ploss die Veranstaltung. Anschließend wurde zusammen mit CEO Reinhard Ploss, CMO Helmut Gassel und PMM Division President Andreas Urschitz über die Themen „Führungsphilosophien und die Herausforderungen der Digitalisierung“ diskutiert. Im Vordergrund der Konferenz stand der interkulturelle Austausch. Unter dem Motto „Empower Yourself for Effective Collaboration“ absolvierten die aus aller Welt angereisten Teilnehmenden zwei volle Trainingstage. Dabei konnten sie ihre sozialen Kompetenzen trainieren, sich in kultureller Achtsamkeit üben und die eigenen Fähigkeiten reflektieren. Ihren Abschluss fand die Konferenz mit einem gemeinsamen Kochabend deutscher (Ess-)Kultur.

„Die Möglichkeit, ein globales Netzwerk über verschiedene Funktionen hinweg aufzubauen, Kolleginnen und Kollegen der weltweiten Infineon-Standorte aus erster Hand kennenzulernen und von erfahrenen Mentoren zu lernen, das alles macht diese 18 Monate zu einer inspirierenden Erfahrung“, sagt Christiane Durner, Automotive (ATV) am Standort Neubiberg und Teilnehmerin des International Graduate Program. „Ich habe viele Einblicke in das Unternehmen und die Welt der Halbleiter bekommen und werde vom International Graduate Program weit über meine Zielposition hinaus profitieren.“

Informationen zum International Graduate Program (IGP):

  • Dauer: 18 Monate
  • Bewerberinnen und Bewerber: Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Bachelor- oder Masterabschluss 
  • Drei bis vier Stationen, davon mindestens ein Auslandsaufenthalt mit der Dauer von vier bis sechs Monaten
  • Aufgabenbereiche: divisions- und funktionsübergreifend
  • Betreuung: individuell durch Buddy- und Mentoring-Programme
  • Netzwerk: international mit regelmäßigen Jours fixes sowie virtuellen, regionalen und internationalen IGP-Treffen
Im März 2019 trafen sich die jungen Talente des International Graduate Program zu einer weiteren Konferenz am Standort Villach. Im Mittelpunkt standen der funktionsübergreifende Austausch und die internationale Vernetzung. Darüber hinaus ging es um die Verbesserung von Projektmanagementfähigkeiten, die an zwei intensiven Trainingstagen durch die Vermittlung klassischer und agiler Methoden gefördert wurden. Ein zusätzliches Highlight war der Management-Talk mit der Vorstandsvorsitzenden von Infineon Austria, Sabine Herlitschka, und dem Finanzvorstand von Infineon Austria, Oliver Heinrich. Die IGP-Community nutzte das Gespräch, um Themen wie Work-Life-Balance, Zukunftsvisionen und Herausforderungen während der Karrierelaufbahn zu diskutieren. Ein guter Austausch für alle Seiten mit vielen wertvollen Tipps, der den Expertinnen und Experten von morgen die Gelegenheit bot, schon am Beginn ihrer Karriere viel Wissen und nützliche Erfahrungen zu sammeln.

Infineon macht fit für den Arbeitsmarkt

Seit Jahren unterstützen wir junge Menschen dabei, sich gut auf die Herausforderungen des Arbeitsmarkts vorzubereiten. Mit dem Integrationspreis des Landes Kärnten wurde am 17. Juni 2019 das Projekt „Lehre mit Asyl“ der Infineon Technologies Austria AG gewürdigt. Ziel der Auszeichnung ist es, Gemeinden und Unternehmen hervorzuheben und sichtbar zu machen, die mit ihrem Engagement einen aktiven Beitrag im Integrationsbereich leisten. Infineon sicherte sich mit dem Projekt „Lehre mit Asyl“ in der Kategorie „gemeinsam.arbeiten“ den ersten Platz. Mit diesem Projekt verfolgt Infineon das Anliegen, junge Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, ihre Potenziale zu nutzen sowie dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ausschlaggebend für die Jury war die Nachhaltigkeit dieser Initiative. Schon seit 2016 bietet Infineon jungen Menschen mit Asylstatus die Möglichkeit einer Doppellehre (Mechatronik/Elektrotechnik beziehungsweise Elektrotechnik/Metalltechnik). Die Lehrlinge erhalten eine hochwertige und fundierte Ausbildung, bei der sie sich nicht nur technisches Fachwissen aneignen, sondern wo ihnen auch Werte und soziale Fähigkeiten vermittelt werden. Nach ersten Gesprächen mit den potenziellen Kandidaten haben die ausgewählten Personen zuerst ein ein- bis zweiwöchiges Praktikum an der Technischen Akademie Sankt Andrä bestritten, um im Anschluss einen Aufnahmetest zu absolvieren. Bei Verständigungsproblemen erhalten sie Unterstützung, ansonsten ist der Test für alle gleich. Ein abschließendes Gespräch mit den qualifizierten Kandidaten führt zur endgültigen Entscheidung, ob sie eine Ausbildung aufnehmen können. In diesem Jahr befinden sich acht junge Männer aus Afghanistan, Syrien und dem Iran in der Lehre. Gemeinsam mit österreichischen Lehrlingen teilen sie sich in Sankt Andrä eine Unterkunft.

Das SommerCamp Physik fand im Geschäftsjahr 2019 bereits zum fünften Mal statt. Das Angebot der Universität Paderborn ermöglicht den zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten einen Einblick in das Studenten- und Arbeitsleben einer Physikerin oder eines Physikers. Auf dem Programm des diesjährigen Camps stand eine Kombination aus angewandter Physik, wissenschaftlichem Arbeiten und beruflichen Perspektiven. Ein Highlight war der Besuch in den Forschungslaboren bei Infineon in Warstein sowie Informationen zu den entsprechenden Karrieremöglichkeiten und Perspektiven durch unser Talent-Attraction-Management. Die 30 Schülerinnen und Schüler hörten auch eine spannende Vorlesung zum Thema Festkörperphysik und konnten sich bei einem „Speed Dating“ mit Physikern am Standort austauschen. Eine tolle Veranstaltung, um naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern eine genaue Vorstellung vom Physikstudium zu vermitteln und sie fit für den Arbeitsmarkt zu machen.