Talente – Vielfalt zeichnet uns aus

Jeder Mensch ist anders – und das ist auch gut so. Als international agierendes Unternehmen stellt die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns ein besonderes Anliegen dar. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei ist von Vorurteilen und das jedem die gleichen Chancen bietet – unabhängig von Alter, Behinderung, ethnisch-kultureller Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung oder sexueller Orientierung.
Unser Diversity-Management fördert eine Kultur, in der wir die Vorteile unserer Vielfalt bewusst nutzen und wo jeder sein Potenzial frei entfalten kann. Das Ergebnis: ein Arbeitsumfeld, in dem wir uns gegenseitig respektieren und gern miteinander arbeiten.

Gemischte Teams bringen unterschiedliche Perspektiven in die Arbeit ein und haben damit mehr Innovationspotenzial. Davon profitieren unsere Kunden! Aus diesem Grund ist Gender Diversity im strategischen Zielesystem unseres Bereiches seit mehreren Jahren fest verankert. Es freut mich, dass Automotive im vergangenen Geschäftsjahr 2018 die Anzahl der Frauen in Führungspositionen um etwa 20 Prozent steigern konnte.

Peter Schiefer Division President Automotive

Diversity-Management

Einbeziehung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Handicap: Als Gesamtschwerbehindertenvertreter berät und unterstützt Johann Wein aus Regensburg betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Beispiel wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz behindertengerecht auszustatten. Ob rollstuhlgerechter Umbau im Labor, eine neue Hebetechnik im Versand, Alarmvorrichtungen in den Behindertentoiletten, Hebehilfen in der Teilereinigung – alles geht über seinen Schreibtisch. Als 2017 eine Halle erweitert wurde, sorgte Johann Wein dafür, dass von Anfang an auf Barrierefreiheit geachtet wurde. Dank seiner Mithilfe wurden Mitarbeiter bei Bedarf an einen anderen Arbeitsplatz versetzt, an dem sie mit Handicap weiterarbeiten können. Verbesserungen der Ergonomie wie höhenverstellbare Schreibtische oder Stühle, die sich automatisch nach dem Körpergewicht der Person einstellen, gehören mit dazu. Als Betroffener kennt er die Belange der Menschen mit Handicap gut. „Was gesunde Menschen ohne Schwierigkeiten meistern, ist für Menschen mit Handicap oftmals eine große Herausforderung. Sie wollen kein Mitleid, sondern Respekt und Anerkennung! Es sollte eigentlich eine Leichtigkeit sein, ihnen so zu begegnen.“

Unser globales Netzwerk mit Diversity-Managern an allen größeren Standorten stellt sicher, dass wir vor Ort die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern und bestmöglich nutzen. Dabei setzen wir auf drei Schwerpunkte:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben,
  • Unternehmenskultur der Chancengerechtigkeit sowie
  • demografischer Wandel. 
In Deutschland hat Infineon bereits im Jahr 2007 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, eine Initiative zur Förderung von Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der deutschen Arbeitswelt.
Am Diversity Day setzen wir mit verschiedenen Aktionen aktiv ein Zeichen für Vielfalt – im Juni 2018 geschah dies bereits zum sechsten Mal.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist ein wichtiger Bestandteil unseres Diversity-Managements. Dieser Ansatz bietet unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung – in Abhängigkeit von der Lebensphase, in der sie sich gerade befinden. Flexible Arbeitsmodelle wie Teilzeit, Telearbeit, Sabbatical und Altersteilzeit bieten bei Infineon viele Möglichkeiten. Darüber berichten wir im Kapitel „Belegschaft – wir wollen, dass es allen gut geht“.

Unsere Belegschaft ist so bunt wie das Leben. Seit 2017 existiert am Standort München das LGBT & Friends Netzwerk – ein firmeninternes Netzwerk für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle. Und das wurde gefeiert. Mitinitiatorin Janine Zimmermann (im Bild rechts) erklärt: „Die Akzeptanz und Offenheit gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern jeglicher sexuellen Orientierung und Lebensweise ist seitens des Arbeitgebers und der Kollegen von großer Bedeutung. Man soll sich am Arbeitsplatz nicht verstellen müssen. Eine Community wie das LGBT & Friends Netzwerk braucht es, um immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass unsere Belegschaft nicht aus Stereotypen besteht und dass jeder Mensch – egal welcher Orientierung – seinen Beitrag leistet. Nur wenn sich jeder Mitarbeiter wohl und verstanden fühlt, kann er sein persönliches Potenzial entfalten.“

Frauenpower

Obwohl der Anteil an Frauen in technischen Berufen tendenziell steigt, sind Frauen gerade in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert.

Das wollen wir ändern und eine für Frauen und Männer gleichermaßen attraktive Arbeitswelt bieten.

Infineon hat sich daher das ambitionierte Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis zum Jahr 2020 auf 15 Prozent zu erhöhen – langfristig soll der Frauenanteil auf über 20 Prozent steigen. Alle Unternehmensbereiche unterstützen dieses Ziel mit individuellen Maßnahmen und Leistungskennzahlen.

Bei Infineon bekennen wir uns bewusst zu Diversität. Was Gender Diversität angeht haben wir klare Ziele für einen höheren Frauenanteil definiert und Rahmenbedingungen geschaffen, die Frauen interessante Berufsmöglichkeiten bieten. Das ist relevant aus Sicht der Frauen, um attraktive berufliche Chancen optimal nutzen zu können. Gleichzeitig braucht die Wirtschaft qualifizierte Arbeitskräfte und geht besonders auf Frauen zu. Eine technisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung ist die beste Grundlage für eine interessante berufliche Entwicklung, die es auch ermöglicht aktiv ganz konkrete technische Beiträge zu den großen globalen Trends und Herausforderungen wie Digitalisierung, Mobilität, Energieeffizienz und Sicherheit zu leisten.

Sabine Herlitschka CEO and Technology Director Infineon Technologies Austria AG
Karrieren für Frauen in technischen Berufen? Aber natürlich! Die Italienerin Cecilia Carbonelli ist Principal System and Algorithm Architect und aktuell verantwortlich für die Charakterisierung von Umgebungssensoren auf Systemebene. „Ich hatte mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass es schwierig oder gar unmöglich wäre, eine Vollzeitstelle und drei Kinder unter einen Hut zu bringen. Wie ich damit umgegangen bin? Ich ließ mich von solchen haltlosen Behauptungen nicht unterkriegen und ging einfach meinen Weg. So gut funktioniert das natürlich nur in einem Unternehmen, das Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben legt. Bei Infineon fand ich eine Infrastruktur vor, die das ermöglicht. Unterstützt hat mich nicht zuletzt eine funktionierende Teamarbeit – sowohl in meiner Familie als auch im Büro.“

Bereits im Jahr 2011 haben Managerinnen und Manager von Infineon-ein Gender-Diversity-Netzwerk (GDN) gegründet, um eine für Frauen und Männer attraktive Arbeitswelt mitzugestalten und den Frauenanteil bei Infineon noch weiter zu erhöhen. Inzwischen gibt es an vielen Unternehmensstandorten lokale Gender-Diversity-Netzwerke, die entsprechende Aktivitäten vor Ort engagiert unterstützen. 

Infineon Indien feierte am 22. Juni 2018 in Bangalore die offizielle Gründung der Diversity-Gruppe Spoorthi. Hinter der Spoorthi-Community stehen die Vision und der Wunsch gleichgesinnter Frauen bei Infineon, sich gegenseitig zu unterstützen und sich für Chancengleichheit einzusetzen. Die Community hat sich zum Ziel gesetzt, eine innovative Mentalität bei Infineon zu fördern, mit der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen, die Unterschiede der Menschen im Sinne des persönlichen Erfolgs und auch des Unternehmenserfolgs zu erkennen und einzusetzen. Im Bild ist das Spoorthi-Kernteam zu sehen, das die Veranstaltung organisiert hat.