Talente – Potenziale entfalten

Talentmanagement ist uns sehr wichtig. Es geht darum, die Talente unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen, um sie weiterzuentwickeln und zum Einsatz zu bringen. Vier verschiedene Karrierepfade stehen dazu zur Auswahl. Darüber hinaus investieren wir in Förderprogramme, Schulungsangebote und Netzwerke, mit denen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den richtigen Weg bringen können.

Vier Karrieren zum Erfolg

Wenn sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Infineon weiterentwickeln möchten, stehen ihnen vier Karrierewege offen: die Individual Contributor Karriere, die Managementkarriere, die Projektmanagerkarriere und die Technical Ladder Karriere.

  1. Die Individual Contributor Karriere ist die Standardkarriere bei Infineon. Sie bietet sich an für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrer Expertise in einem speziellen Unternehmensbereich, wie zum Beispiel im Einkauf oder im Vertrieb, zum Erfolg von Infineon beitragen.
  2. Die Managementkarriere richtet sich an die Führungspersonen bei Infineon. Der Fokus liegt auf dem Führen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Leitung von Teams und Organisationen.
  3. Die Projektmanagerkarriere ist bestimmt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei deren Jobs das Leiten von Projekten sowie von Projektteams im Fokus steht.
  4. Die Technical Ladder Karriere richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihren Beitrag durch spezielles technisches Know-how leisten.

Alle vier Karrieren sind gleichwertig. Somit können sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anhand ihrer individuellen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Einklang mit den strategischen Unternehmensbedürfnissen entwickeln. Karrierespezifische und karriereübergreifende Lern- und Trainingsangebote unterstützen sie dabei.

Wir haben seit vielen Jahren ein Erfolgsrezept: die Organisation klar aufstellen, Verantwortlichkeiten aufteilen, die richtigen Mitarbeiter auf die passende Funktion setzen und dann in sie investieren. Für mich ist es wichtig, dass wir Führen auch als Coaching verstehen, um die Potenziale einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters zu erkennen und gezielt zu fördern.

Jochen Hanebeck Member of the Management Board
Infineon India hat Career Quest ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um regelmäßige Foren, die jungen Talenten die Möglichkeit bieten, sich mit hochrangigen, etablierten Managerinnen und Managern auszutauschen. Die Idee einer offenen Plattform soll junge, ambitionierte Ingenieure und erfolgreiche Fachleute zu Diskussionen zusammenbringen. Jedes Quartal findet eine einstündige Talkshow statt, und für jede der sogenannten Episoden gibt es einen anderen Moderator und Gastredner. Inzwischen ist Career Quest bereits in ihrem sechsten Jahr und erhält weiterhin begeistertes Feedback – sowohl von den jungen als auch von den erfahreneren Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Wie wir Lernen gestalten

Im Juli 2018 hat Infineon sein erstes Bar Camp in München gestartet: 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten 40 Sessions an einem Tag! Der Schwerpunkt lag dabei auf Wissensaustausch, informellen Diskussionen und Vernetzung. Mit diesem Social-Learning-Format wollen wir es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, sich mit der Transformation in die digitale Welt auseinanderzusetzen und diesen Wandel sinnvoll und zielgerichtet zu gestalten. Im Jahr 2019 werden die nächsten Schritte für eine globale Einführung der Bar Camps bei Infineon festgelegt. Denn die Resonanz war überwältigend: „Spannend“, „Intensiv“, „Inspirierend“ und „Bitte wieder“ – so lauteten die Kommentare der äußerst zufriedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Möchte man sich beruflich weiterentwickeln, braucht man ein entsprechendes Lernangebot. Schließlich profitiert auch das Unternehmen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten kontinuierlich ausbauen. Infineon stellt daher ein breites Angebot an Programmen und Trainings zur Verfügung.

Für verschiedene Geschäftsbereiche haben wir bei Infineon unsere eigenen Akademien aufgebaut, um das Lernen zu bündeln und zu organisieren. In unseren zwölf Akademien geht es um den Aufbau fachlicher Kompetenzen, etwa in Einkauf und Verkauf, Fertigung und Qualitätsmanagement. Zum Einsatz kommen hauptsächlich interne Trainerinnen und Trainer, die sich bereit erklärt haben, ihr Wissen mit ihren Kolleginnen und Kollegen zu teilen und so eine selbstmotivierte Lernkultur zu fördern.

Und wie hat sich unser Lernangebot im Laufe der Zeit entwickelt?

Die zunehmende Digitalisierung erlaubt es uns, Lernen immer individueller und personenorientierter zu gestalten. Lernangebote sind mobil abrufbar, kürzer und schneller abrufbar. Um dabei den größtmöglichen Lernerfolg zu erzielen, kommt es auf den richtigen Mix an. Ein erster Schritt war die Trainingszusammenführung in einem einzigen Kanal: Während es bislang zwei Buchungssysteme für Präsenztrainings und Online Kurse gab, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Anfang 2018 beides über das Tool SuccessFactors Learning buchen.

Und es geht noch weiter: Unter Blended Learning verstehen wir die Mischung aus traditionellen und neuen Lernformaten. Dabei wird das Voneinander- und Miteinanderlernen immer stärker unterstützt. Mobile Learning und Learning on Demand sind in Vorbereitung, und Social Learning wird bereits an einigen Infineon-Standorten pilotiert, zum Beispiel durch Bar Camps, Design Thinking und Working-Out-Loud-Gruppen. Diese Konzepte stellen kollaboratives Lernen in den Fokus und eröffnen ganz neue Möglichkeiten für den Austausch. Working Out Loud fördert zum Beispiel Lernen durch zielorientiertes Vernetzen und den Aufbau digitaler Fähigkeiten.

In Zukunft werden wir unsere persönliche Weiterentwicklung anders steuern als vorher, und zwar mit vernetzten Lernerfahrungen. Solche Erfahrungen werden vor allem durch soziales Lernen (Social Learning) gefördert. Was heißt das? Die Welt wird zunehmend digitaler, und das beeinflusst die Art und Weise, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten, lernen und interagieren. Durch soziales Lernen können wir Wissen verbinden, unser Know-how erhalten und eine innovative, kundenorientierte Denkweise schaffen. Es gibt viele Formen des sozialen Lernens. Jedes Format orientiert sich an unterschiedlichen Anforderungen wie sozialer Zusammenarbeit, gemeinsamem Gestalten, virtueller Vernetzung, Beziehungsaufbau oder Wissensbildung in der Menge (Crowd Knowledge Creation).

Kurz gesagt: Wir wollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Führungspersonen ein breites Angebot an Lernmöglichkeiten zur Verfügung stellen, aus dem sie sich nach Bedarf bedienen können. Somit kann sich jeder bei Infineon einen auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenen Lern- und Entwicklungsplan zusammenstellen.

Tutoring, Coaching und Mentoring

Elfriede Wellenzohn aus Villach ist Leiterin des Quality-Managements der Business-Line PMM DCDC und begeisterte Mentorin. „Es erfüllt mich mitzuerleben, wie Mentees an sich selbst arbeiten, neue Ansätze ausprobieren und damit auch immer wieder ihre eigene Komfortzone verlassen.“

Oft sind es nicht theoretische Methoden und Kompetenzen, sondern vielmehr persönliche Erfahrungen, die uns weiterbringen. Dabei ist es sehr wertvoll, einen Unterstützer an der Seite zu haben – sei dies ein erfahrenerer Ratgeber oder ein Sparrings-Partner. Tutoring, Coaching und Mentoring sind verschiedene Konzepte, mit denen wir uns gegenseitig unterstützen und austauschen wollen und die es uns ermöglichen, Wissen zu teilen.

Tutoring

Erfahrene Beschäftigte stehen jüngeren oder neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Seite und betreuen sie fachlich und mit Sozialkompetenz. Das ist immer hilfreich – nicht nur dann, wenn man gerade die Position gewechselt hat.

Coaching

Kommen externe zertifizierte Ausbilder zu Hilfe, ist von Coaching die Rede. Nicht nur in Problemsituationen oder bei beruflichen Herausforderungen, sondern auch im Alltag leisten die Coaches wertvolle Unterstützung und helfen der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter mit den richtigen Tools, wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen zu erweitern.

Mentoring

Mentoring ist das Zusammenbringen einer erfahrenen und einer weniger erfahrenen Person als Mentor und Mentee. Mit einem gemeinsam definierten Programm arbeiten beide über ein Jahr gemeinsam auf ein individuelles Ziel hin. Es geht dabei um berufliche Fragen und daran angelehnt auch um Persönlichkeitsentwicklung. Im Unterschied zum Coach ist der Mentor üblicherweise nicht eigens für seine Tätigkeit ausgebildet, sondern verfügt lediglich über einen Wissensvorsprung. Infineon setzt stark auf diese Art des Förderns und Lernens.

Valentin Spinka aus Wien ist Mentee und derzeit im Transfer- und Conversion-Management tätig. Ihm geht es beim Mentoring um „Best Practise Sharing“, um die Unterstützung in kniffligen Situationen und die Identifikation persönlicher Talente. Er sagt: „Am meisten Freude bereitet mir, wenn die gemeinsam erarbeiteten Lösungsansätze Früchte tragen und ich das Gefühl bekomme, vom Mentor gelernt zu haben.“

Cross-Mentoring und Reverse-Mentoring

Wie machen es die Kollegen aus anderen Unternehmen? Beim Cross-Mentoring finden sich Mentoren und Mentees aus unterschiedlichen Unternehmen zusammen, um sich auszutauschen und so ihre Fähigkeiten und Perspektiven zu erweitern. Der Fokus liegt derzeit auf der Förderung weiblicher Führungspersonen am Standort München, die sich in ihrer Position oder Karriere weiterentwickeln möchten. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sowohl auf Mentoren- als auch auf Mentee-Seite sehr positiv.

Beim Reverse-Mentoring dagegen unterweist ein jüngerer Mentee einen erfahrenen Mentor in bestimmten Themenfeldern und baut damit eine Brücke zwischen den Generationen. Dies findet aktuell in Asien statt.