Belegschaft – Kultur der guten Zusammenarbeit

Wir wollen unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen „Great Place to Work“ bieten. Denn nur zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können langfristig unternehmerische Höchstleistungen erbringen. Deshalb stehen gerechte Arbeitsbedingungen und eine Unternehmenskultur, in der sich alle wohlfühlen, für uns an erster Stelle. Genau wie im Sport sehen wir uns verpflichtet, Leistung, Engagement und Erfolge anzuerkennen und entsprechend gerecht zu entlohnen. Wir sind auf vielen Ebenen aktiv, um auch weiterhin ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Arbeitgeber auf dem globalen Arbeitsmarkt zu bleiben.

Arbeitnehmervertretung: Gemeinsam gestalten

Eine starke Vertrauenskultur mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation ist uns auch im Dialog mit unseren Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern sehr wichtig. Mitbestimmung ist ein wesentlicher Faktor der Personalarbeit. Gemeinsam gestalten wir in den jeweiligen Gremien, insbesondere im Gesamtbetriebsrat und im Unternehmenssprecherausschuss, die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Kernthemen.

Auch in diesem Jahr lag ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen Firmenleitung und Gesamtbetriebsrat auf dem Thema Automatisierung und dem damit verbundenen digitalen Wandel der Arbeitswelt an unseren Standorten. Das vorrangige Ziel bleibt, alle Beschäftigten im Prozess mitzunehmen und ihre zukünftigen Aufgaben und Beschäftigungen in den Betrieben im Kontext mit den neuen Herausforderungen sicherzustellen. Dazu wurde eine Projektgruppe mit Vertretern der Firmenleitung und des Gesamtbetriebsrats gebildet, die von gemeinsam beauftragten Experten unterstützt wird. Im Zuge dieses Projekts wurden bereits drei Produktionsstandorte (Warstein, Villach, Regensburg) besucht und wertvolle Informationen zum Stand der Automatisierung gewonnen. Als Nächstes sollen die Standorte Neubiberg und Dresden betrachtet werden. Daraus werden dann Maßnahmen abgeleitet, die konzernweit dazu führen sollen, die Qualifikation und Weiterbildung unserer Beschäftigten zentral zu unterstützen und zu fördern. Ein schönes Beispiel dafür, wie man diesen Weg gemeinsam erfolgreich bestreiten kann, ist auch der Abschluss einer zukunftsweisenden Vereinbarung zwischen der Betriebsleitung und dem Betriebsrat zur Automatisierung der Frontend-Fertigung im Werk Regensburg mit dem klaren Ziel der Sicherung der Arbeitsplätze. Dies war nur möglich durch die konstruktiv-kritische und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen.

Ronald Künemund Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats

Vergütung: Beteiligung am Unternehmenserfolg

Um exzellente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und halten zu können, ist eine attraktive, faire und marktgerechte Vergütung eine wesentliche Voraussetzung. Da wir unseren Beschäftigten einen zusätzlichen Ansporn geben wollen, um Höchstleistungen zu erbringen und ergebnisorientiert zu handeln, werden sie angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt: Der jährliche Erfolgsbonus, der unmittelbar vom Geschäftserfolg abhängig ist, wird zusätzlich zum Fixgehalt ausgezahlt.

Des Weiteren profitieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von betrieblichen Leistungen, die sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigten angeboten werden. Art und Umfang dieser Leistungen hängen ab von regionalen gesetzlichen und marktüblichen Anforderungen. Wir bezahlen unsere Beschäftigten auf Basis arbeitsbedingter Kriterien wie Stellenanforderung und Leistung sowie entsprechend den jeweiligen lokalen Markterfordernissen. Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen keine Rolle. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bei Infineon soll angemessen und nachvollziehbar für ihre oder seine Arbeit bezahlt werden, und zwar unter Erfüllung aller gesetzlichen Standards.

Der weltweite Personalaufwand für aktive interne Beschäftigte betrug 2.533 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019. In diesem Betrag sind Löhne und Gehälter inklusive Mehrarbeit und Zulagen sowie Sozialkosten enthalten.

Das Infineon-Ideenmanagement

 

Das Ideenmanagement ist eine tragende Säule der Ideen- und Innovationskultur bei Infineon. Es bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine weitere Möglichkeit zur direkten Beteiligung am Unternehmenserfolg.

Ein Teil des Ideenmanagements ist YIP. YIP steht für „Your Idea Pays“. Schon seit Jahrzehnten wird die Belegschaft angeregt, ihre Ideen zu teilen. Auch abteilungs- und standortübergreifende globale Teams können sich daran beteiligen. Je innovativer die Idee, desto höher der Beitrag fürs Unternehmen.

Erfolgreich umgesetzte Ideen zu Prozess-, Produkt- und Qualitätsverbesserungen tragen entscheidend zur Kosteneffizienz und zum Geschäftserfolg bei. Im Geschäftsjahr 2019 wurden weltweit 10.993 Verbesserungsvorschläge eingereicht, die einen Gesamtnutzen von 52 Millionen Euro erbrachten. An die Ideengeber hat Infineon insgesamt 1,8 Millionen Euro Prämiengelder ausgezahlt.

 

Ein weiterer Teil des Ideenmanagements ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), bei dem es um aktives Qualitätsmanagement und getreu dem KVP-Motto um ständige Verbesserung geht. Diesem Prinzip folgend, wird KVP über alle Mitarbeitergruppen und Bereiche hinweg angewendet.

Ausgezeichnete Ideen: der High Performance Award 2019

Der High Performance Award macht innovative Ideen sichtbar. Die Preisverleihung der einzelnen Awards erfolgt in den Kategorien Gold, Silber und Bronze und ist mittlerweile eine Art „Infineon-Oscar“ geworden. Mit dem Award hat Infineon nun bereits zum sechsten Mal herausragende Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die einen Beitrag zu den strategischen Zielen des Unternehmens leisten. Die Preisverleihung fand am Vorabend des diesjährigen High-Performance-Forums in Salzburg statt, an dem über 400 Topmanagerinnen und Topmanager von Infineon teilnahmen. Die 100 in diesem Jahr eingegangenen Bewerbungen unter dem Motto „Digitalisierung und neue Arbeitsweisen“ begeisterten CEO Reinhard Ploss – sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch deren Qualität. „Die vielen Bewerbungen und die Gewinnerteams haben gezeigt, dass wir mit unserem Beitrag zur digitalen Transformation große Fortschritte machen. Sie sind die Grundlage für unseren Erfolg bei Infineon“, so Reinhard Ploss. Die drei besten Teams wurden mit dem Award in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Der Award in Gold ging in diesem Jahr an das Projekt „Next Level of Sales & Marketing cross-selling 1.0 project aka Sherlock Holmes“. Die Idee ist einfach: Durch passende Produktkombinationen erhalten Kunden entsprechende Kaufempfehlungen aus dem gesamten Infineon-Portfolio analog einem Onlineshopping-Portal. Den Silber-Award bekam das Projekt „Remote Frontend Technology Development“ (RFTD). Mit dieser Technologie können die Forschungs- und Entwicklungsingenieurinnen und -ingenieure global effektiv zusammenarbeiten. Die Kostenersparnis durch reduzierte Übertragungen und Produktänderungsmitteilungen treiben die digitale Transformation im Unternehmen weiter voran. Der Bronze-Award ging an das internationale Projekt „Robotic Process Automation“ (RPA). Das Team um dieses Projekt verfolgt den Ansatz, dass durch die Automatisierung und Digitalisierung sich wiederholender softwarebasierter Geschäftsaufgaben der tägliche Arbeitsaufwand reduziert werden kann, was in der Folge Zeit und Kosten spart.

Um alle innovativen Ideen der 100 Teams gebührend zu würdigen, wurde in diesem Jahr ein Rap-Song produziert, verbunden mit dem Dreh eines Musikvideos. Der Songtext umfasst sämtliche Projektnamen und war ein voller Erfolg.

Die Jury verlieh diesmal auch sogenannte „Special Awards“ an zwei zusätzliche Bewerber. Einer ging an das Projekt „BEAR“ – ein ganzheitliches, global gesteuertes Leuchtturmprojekt mit mehr als 1.000 Teammitgliedern. Im Fokus stehen die Digitalisierung manueller Tätigkeiten und die Harmonisierung der Arbeitsmethoden über alle Backend-Standorte hinweg. Einen weiteren Special-Award erhielt die Initiative „Data to our people“. Sie verfolgt das Ziel, Infineon zu einem datengesteuerten Unternehmen zu machen und dafür zu sorgen, dass der enorme Wert der Daten ausgeschöpft wird, um in der Fertigung wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch die Initiative ist es nun vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich, visualisierte Daten zu sehen, zu verstehen und entsprechend zu handeln.

Engagement für andere

Wie schon in den vergangenen Jahren bekamen auch die Gewinnerteams des diesjährigen High Performance Award die Möglichkeit, an gemeinnützige Einrichtungen ihrer Wahl zu spenden. Insgesamt spendeten die Teams 40.000 Euro. Das Resultat: erleichterte Ehrenamtliche, dankbare Eltern und vor allem leuchtende Kinderaugen.

Bob LeFort, President Infineon Americas, übergab den Preis im Namen von Infineon. Das in diesem Jahr mit dem Gold Award prämierte Projektteam („NLoS&M Cross-Selling 1.0 aka Sherlock Holmes“) unterstützte mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro Lifewater International. Die Organisation hilft Familien in extremer Armut und ermöglicht ihnen den Zugang zu sauberem Trinkwasser – und verbesserte somit den Gesundheitsstandard innerhalb der Dörfer in Afrika. Mit der Spende von Infineon konnten mehr als 200 Frauen, Kinder und Männer im Dorf Gojojota im Süden Äthiopiens mit sauberem Wasser versorgt werden.

Naturkatastrophen, Bildungsprojekte und lokale soziale Belange wie ein Kindergarten nebenan, der Hilfe braucht: Mit diversen Aktionen setzen sich Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter an allen Standorten dafür ein, anderen zu helfen. Sie tragen dazu bei, dass es der Welt ein Stückchen besser geht – nicht nur durch Geldspenden, sondern auch durch aktive Mitarbeit. Das freiwillige gesellschaftliche und soziale Engagement für die Gemeinschaft (wir nennen es Corporate Citizenship) ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur und wird von Infineon unterstützt.

Insgesamt hat Infineon im Geschäftsjahr 2019 mit Sponsoring, ehrenamtliche Tätigkeiten, Sachspenden und mit mehr als einer Million Euro Geldspenden zum Corporate Citizenship beigetragen.

Link auf Nachhaltigkeitsbericht: www.infineon.com/nachhaltigkeit_reporting

Feedback unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Alle zwei Jahre nimmt Infineon an der „Great Place to Work®“-Mitarbeiterbefragung teil, mit Hilfe derer das Vertrauen und die Qualität der Beziehungen insgesamt zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Management ermittelt werden.

Ziel ist es, unsere Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern sowie unsere Vertrauens- und Unternehmenskultur zu fördern – entsprechend unseren Unternehmenszielen „Having the right competencies in place“ sowie „Leadership excellence and a high performance culture“.

 

Ein „Great Place to Work®“ ist ein Arbeitsplatz, an dem man

  • denen vertrauen kann, für die man arbeitet,
  • stolz ist auf das, was man tut, und
  • Freude an der Zusammenarbeit mit anderen hat. 
     

Nachdem wir im Frühjahr 2018 die „Great Place to Work®“-Befragung durchgeführt hatten, sind im März 2019 die besten Arbeitgeber Deutschlands vom Great Place to Work®-Institut in Berlin prämiert worden. Infineon erzielte den dritten Platz bei den Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insgesamt nahmen am Wettbewerb „Beste Arbeitgeber“ 2019 mehr als 650 Unternehmen teil.

Ralf Memmel, Erika Bauer, Thomas Marquardt, Claudia Hillebrand, Ronald Künemund (v.l.n.r)

Bei der „Great Place to Work®“-Prämierung wurde bei Infineon besonders die großartige Verbindung einer High-Performance-Ausrichtung mit einer potenzialfördernden und unterstützenden Unternehmenskultur hervorgehoben. Eine besondere Würdigung erfuhren zudem die umfangreichen und sehr fürsorglichen Maßnahmen im Gesundheitsmanagement. Darüber hinaus engagiert sich Infineon vorbildlich für Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Nachwuchsförderung.

Langfristiger Unternehmenserfolg ist für uns nicht das alleinige Ergebnis eines guten Geschäftsmodells. Nur erfolgreiche und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen unternehmerische Höchstleistungen dauerhaft möglich; daher spielt für uns die Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund freue ich mich umso mehr über die von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgedrückte Wertschätzung gegenüber Infineon als Arbeitgeber, die aus den Erhebungen der Recruiting-Plattform Glassdoor hervorgeht. Auch die Prämierung als ‚Great Place to Work‘ ist für uns ein sehr wichtiges Ergebnis, da unsere Bemühungen für ein attraktives und inspirierendes Arbeitsumfeld zu wahrgenommenen Verbesserungen führen. Zugleich motiviert uns die positive Resonanz, uns in diesem Bereich stetig weiterzuentwickeln.

Helmut Gassel Chief Marketing Officer