Belegschaft – Kultur der guten Zusammenarbeit

Wir wollen unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen „Great Place to Work“ bieten. Denn nur zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können langfristig unternehmerische Höchstleistungen erbringen. Deshalb stehen gerechte Arbeitsbedingungen und eine Unternehmenskultur, in der sich alle wohlfühlen, für uns an erster Stelle. Genau wie im Sport sehen wir uns verpflichtet, Leistung, Engagement und Erfolge anzuerkennen und entsprechend gerecht zu entlohnen. Wir sind auf vielen Ebenen aktiv, um auch weiterhin ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Arbeitgeber auf dem globalen Arbeitsmarkt zu bleiben.

Arbeitnehmervertretung: Gemeinsam gestalten

Eine starke Vertrauenskultur mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation ist uns auch im Dialog mit unseren Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern sehr wichtig. Mitbestimmung ist ein wesentlicher Faktor der Personalarbeit. Gemeinsam gestalten wir in den jeweiligen Gremien, insbesondere im Gesamtbetriebsrat und im Unternehmenssprecherausschuss, die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung unserer Kernthemen.

Es ist wohl zu erwarten, dass sich in den nächsten Jahren sehr viele Arbeitsvorgänge verändern oder dass sie durch automatisierte Verfahren ersetzt werden. Gleichzeitig wird eine Vielzahl neuer Berufsbilder entstehen, die aber meist eine höhere Qualifikation erfordern. Das grundlegende Ziel ist für mich ganz klar: Alle Beschäftigten im Prozess mitnehmen und in den Betrieben halten! Das geht mit vielen Fragen einher, zum Beispiel: Wie qualifizieren wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue, anspruchsvollere Arbeitsplätze? Welche Lernformen und Inhalte sind praktikabel und notwendig? Ich bin davon überzeugt, dass uns die Politik hier nur sehr bedingt helfen kann – diese Aufgaben können wir nur individuell und lokal in den Betrieben in einer sehr engen Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und den Arbeitnehmervertretungen, den Betriebsräten und auch der IG Metall lösen. Der Gesamtbetriebsrat hat hier zusammen mit der Firmenleitung schon im vergangenen Jahr die ersten Weichen für die Infineon AG gestellt.

Ronald Künemund Betriebsrat München

Vergütung: Beteiligung am Unternehmenserfolg

Um exzellente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und halten zu können, ist eine attraktive, faire und marktgerechte Vergütung eine wesentliche Voraussetzung. Da wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen zusätzlichen Ansporn geben wollen, um Höchstleistungen zu erbringen und ergebnisorientiert zu handeln, werden sie angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt: Der jährliche Erfolgsbonus, der unmittelbar vom Geschäftserfolg abhängig ist, wird zusätzlich zum Fixgehalt ausgezahlt.

Des Weiteren profitieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von betrieblichen Leistungen, die sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigten angeboten werden. Art und Umfang dieser Leistungen hängen ab von regionalen gesetzlichen und marktüblichen Anforderungen. Wir bezahlen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Basis arbeitsbedingter Kriterien wie Stellenanforderung und Leistung sowie entsprechend den jeweiligen lokalen Markterfordernissen. Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen keine Rolle. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bei Infineon soll angemessen und nachvollziehbar für ihre oder seine Arbeit bezahlt werden, und zwar unter Erfüllung aller gesetzlichen Standards.

Der weltweite Personalaufwand für aktive interne Beschäftigte betrug 2.347 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018. In diesen Kosten sind Löhne und Gehälter inklusive Mehrarbeit und Zulagen sowie Sozialkosten enthalten.

YIP – Your Idea Pays

YIP, YIP, hurra: In 15 Jahren wurde dank YIP schon über eine Milliarde Euro gespart! Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann seit nunmehr bereits 15 Jahren bei YIP Vorschläge einreichen, die dem Unternehmen Ausgaben ersparen oder die zu Arbeitserleichterungen führen. Jeder dieser Ansätze landet bei einem fachlich kompetenten Entscheider, der ihn beurteilt. Es werden alle Ideen prämiert, die einen Nutzen bringen und umgesetzt werden. Die Kolleginnen und Kollegen in Malaysia (Bild) lieben YIP!

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit für eine direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg: Durch unser Ideenmanagementprogramm können wir die Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur fördern und anerkennen, sondern sie werden auch je nach Potenzial vergütet.

Das YIP-Programm ist eine tragende Säule der Ideen- und Innovationskultur bei Infineon. YIP steht für „Your Idea Pays“. Schon seit Jahrzehnten wird die Belegschaft angeregt, ihre Ideen zu teilen. Auch abteilungsübergreifende und internationale Teams können mitmachen. Je besser die Idee, desto höher die Belohnung.

Die Ideen reichen von Prozess- und Produktverbesserungen bis hin zu Einsparmaßnahmen, die oft auch einen erheblichen Beitrag zum Geschäftserfolg leisten.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden 10.993 Verbesserungsvorschläge eingereicht. 1,7 Millionen Euro Prämiengeld hat Infineon an die Ideengeber ausgeschüttet. Der Einfluss dieser Vorschläge auf das Geschäftsergebnis lässt sich klar berechnen und liegt weitaus höher. Sogar ein einzelner Vorschlag kann Infineon Millionen einbringen – oder hohe Ausgaben einsparen.

Zusammenkünfte der Ideenmanager zwischen branchenübergreifenden Unternehmen finden regelmäßig an unterschiedlichen Orten statt. Im Juni 2018 durfte Infineon die Gastgeberrolle übernehmen, und unsere Ideenmanagerin Jadranka Stamenkovic und HP Lang konnten über 20 Kolleginnen und Kollegen aus namhaften Firmen am Campeon in München begrüßen. Darunter waren Sandoz-Ratiopharm, BMW, Autoliv, das Fraunhofer Institut sowie die BayWa. Und nicht nur das YIP-Programm erntete Begeisterung, sondern auch das Campeon-Areal: vom landschaftlichen Aspekt bis hin zu den kulinarischen und sportlichen Angeboten.

Engagement für andere

Naturkatastrophen, Bildungsprojekte und lokale soziale Belange wie ein Kindergarten nebenan, der Hilfe braucht: Mit diversen Aktionen setzen sich Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter an allen Standorten dafür ein, anderen zu helfen. Sie tragen dazu bei, dass es der Welt ein Stückchen besser geht – nicht nur durch Geldspenden, sondern auch durch aktive Mitarbeit. Das freiwillige gesellschaftliche und soziale Engagement für die Gemeinschaft (wir nennen es Corporate Citizenship) ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur und wird von Infineon unterstützt.

Insgesamt hat Infineon in diesem Geschäftsjahr mit mehr als einer Million Euro durch Geldspenden, Sponsoring, ehrenamtliche Tätigkeiten und Sachspenden zum Corporate Citizenship beigetragen.

Mit der Initiative „Fahren für wohltätige Zwecke“ arbeitet Infineon Taiwan seit Jahren an einem Spendenprogramm, um den „Taiwan Fund für Kinder und Familien @Taitung“ zu sponsern. Eine neue Idee kam 2017 auf: Zusammen mit dem Fahrradverein haben die Beteiligten sieben Avatare (freiwillige Biker) eingeladen, sechs Monate für den guten Zweck zu radeln. Die Avatare fahren vor der Arbeit, nach der Arbeit und in den Ferien – bis zum König von Berg, der höchsten asphaltierten Straße in Taiwan, bis nach Wuling auf einer Höhe von 3.275 Metern und bis nach Kenting im Süden Taiwans. 25 Prozent aller Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus Taiwan nahmen teil und spendeten eine Summe von insgesamt 123.538 Taiwan-Dollar (3.436 Euro).

Feedback unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Infineon nimmt seit mehreren Jahren regelmäßig an der „Great Place to Work®“-Befragung teil. Ziel ist es, unsere Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern und unsere Vertrauens- und Unternehmenskultur zu fördern – entsprechend unseren Unternehmenszielen „Having the right competencies in place“ sowie „Leadership excellence and a high performance culture“.

Ein „Great Place to Work®“ ist ein Arbeitsplatz, an dem man

  • denen vertrauen kann, für die man arbeitet,
  • stolz ist auf das, was man tut, und
  • Freude an der Zusammenarbeit mit anderen hat.

 

Im Frühjahr 2018 haben wir die „Great Place to Work®“-Befragung erneut durchgeführt. Weltweit wurden ca. 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt, von denen 8.300 teilgenommen haben (72 Prozent).

Folgende Stärken heben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders hervor:

  • den Stolz auf die gemeinsame Arbeit, die Produkte und den gesellschaftlichen Beitrag als Unternehmen,
  • eine freundliche Unternehmenskultur sowie
  • die Aufnahme neuer Kolleginnen und Kollegen.

Eine positive Entwicklung bei gleichzeitigem Verbesserungspotenzial sehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich folgender Punkte:

  • kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Führungs- und Feedbackkultur sowie
  • Klarheit von Zielen und Aufgaben.

Die „Great Place to Work®“-Befragung ermittelte außerdem, welche Werte die Mitarbeiter mit Infineon in Verbindung bringen. Hier sind die Top 3 der genannten Werte: Innovation, Qualität und Fairness.

Beispielhafte Zitate der Mitarbeiter:

„Die Art und Weise, wie dieses Unternehmen durch eine sehr schwierige Zeit hindurchgekommen ist, zeigt uns seine Stärke [...]. Infineon hat bewiesen, dass es stark ist und jeden Sturm überstehen kann, weil es auf soliden und ethischen Grundlagen aufgebaut ist." Region Deutschland

"Neben dem Streben nach einer nachhaltig guten Performance, zeigt unser Unternehmen auch immer wieder, wie viel Bedeutung den Themen Familie und Gesundheit zugemessen wird. Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiger Eckpfeiler der Infineon-Kultur." Region Asien-Pazifik

Die Basis für unseren Unternehmenserfolg ist der Erfolg der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beides fördern wir durch exzellente Managementfähigkeiten, eine offene Feedbackkultur und ein attraktives Arbeitsumfeld. Umso mehr freuen mich die neusten, sehr guten Ergebnisse von Great Place to Work. Unsere kontinuierliche Weiterentwicklung in diesen Themen über die letzten Jahre hinweg ist beeindruckend und spornt gleichzeitig an. Denn unser Erfolg von morgen wird davon abhängen, dass wir uns nicht auf den sehr guten Ergebnissen ausruhen, sondern stets noch besser werden.

Helmut Gassel Chief Marketing Officer