Wassermanagement

Wasser ist eine zentrale Ressource aller Aspekte des Lebens und der Wirtschaftstätigkeit. Daher kommt dem Wassermanagement bei der nachhaltigen Ressourcennutzung und der Kontinuitätsplanung eine entscheidende Rolle zu.

Wir verstehen die nachhaltige Wassernutzung als Praktiken des effizienten Wassermanagements in allen Phasen unserer operativen Tätigkeit, unter Berücksichtigung des Wasserbedarfs der lokalen Bevölkerung.

Wir haben den hohen Stellenwert dieses Themas im Geschäftsjahr 2014 betont, indem wir das „CEO Water Mandate“ der UN befürworten.

Es handelt sich hierbei um eine Sonderinitiative des UN-Generalsekretärs, deren Ziel es ist, die andauernde, weltweite Wasserkrise positiv zu beeinflussen, indem sich die Geschäftsleitungen globaler Unternehmen zusammenschließen und nachhaltige Lösungen zum Thema Wasser voranbringen. Als Befürworter verpflichtet sich Infineon zur kontinuierlichen Unterstützung von Maßnahmen zur Einsparung und Wiederaufbereitung von Wasser gemäß den Praktiken zur ökologischen Nachhaltigkeit und ganz konkret beim effizienten Wassermanagement an seinen Produktionsstandorten.

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Nach der Definition des „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) beginnt Wassermangel bei einer verfügbaren Gesamtmenge an erneuerbaren Wasserressourcen von weniger als 1.700 Kubikmetern pro Kopf der Bevölkerung und Jahr. Mit dem sogenannten „Global Water Tool Version 2015“ des WBCSD haben wir eine Risikoanalyse auf Länderebene durchgeführt. Demzufolge befindet sich nur unser Produktionsstandort in Singapur (Singapur) in einem Wassermangelgebiet. Dieser Standort besteht hauptsächlich aus Büro- und Testbereichen mit einem vergleichsweise geringen Wasserbedarf. Obwohl dort im Geschäftsjahr 2018 lediglich 0,63 Prozent unserer Gesamtwassermenge benötigt wurden, stellen implementierte Maßnahmen auch dort die effiziente Wassernutzung sicher. Zwei Gebäude des Standorts wurden mit dem sogenannten „Water Efficient Building“-Zertifikat der lokalen Wasserbehörde „PUB“ ausgezeichnet. Seit März 2016 ist es durch eine technische Neuerung möglich, das Wasser in den Kühltürmen effektiver zu nutzen, wodurch sich der jährliche Wasserbedarf um mehr als 4.500 Kubikmeter reduzieren wird.

Wasserverbrauch bei Infineon:

Ausgangspunkt für unser erfolgreiches Wassermanagement ist die veröffentlichte Wasserbilanz. Die Wasserversorgung von Infineon basiert auf lokalen Quellen (Grundwasser, das durch Oberflächenwasser gespeist wird) sowie von regionalen Lieferanten. Bekanntermaßen benötigt die Halbleiterindustrie Wasser für die Produktion. Bei Infineon wird jedoch nur ein kleinerer Teil des Wassers für die Produktion gebraucht, während ein großer Teil ausschließlich Kühlzwecken dient. Dadurch können ungefähr 60 Prozent des bezogenen Wassers in die Natur mit gleicher oder besserer Qualität als vorher zurückgeführt werden.

Die folgende Grafik zeigt den Wasserverbrauch von Infineon sowie die Intensität der Wasserintensität der letzten 5 Jahre auf.

Obwohl die Steigerung unserer Produktion zu einem höheren Wasserverbrauch führte, liegt unsere derzeitige Wasserintensität pro Umsatz im Durchschnitt der letzten 5 Jahre.

Darüber hinaus bemühen wir uns, die Wassereffizienz zu verbessern und den Wassergebrauch zu reduzieren. Daher ergreifen wir verschiedene Maßnahmen, um die Wasserrecyclingrate zu erhöhen und damit Wasser effizienter zu nutzen. Zum Beispiel kann Kühlwasser anschließend zur Herstellung von Reinstwasser für die Fertigung verwendet werden. In einigen Fällen kann dieses Reinstwasser auch für andere Zwecke verwendet werden, beispielsweise für Waschprozesse.

Abwasser ist eine weitere Priorität unseres Wassermanagements. Erst wenn alle technischen Möglichkeiten der Wasserwiederverwendung ausgeschöpft sind, leitet Infineon sein Abwasser je nach Qualität, örtlichen Gegebenheiten und behördlichen Genehmigungen direkt oder indirekt ab.