Abfallmanagement

Abfallmanagement-Strategie

Unsere nachhaltige Abfallwirtschaft basiert auf der Klassifizierung und Trennung von Abfällen und dem Einsatz sicherer Entsorgungsmethoden gemäß den gesetzlichen Anforderungen.

Unsere Abfälle stammen zum Teil aus Produktions- und Bauaktivitäten. Trotz aller Bemühungen, Ressourcen effizient zu nutzen und das Abfallaufkommen zu minimieren, produziert Infineon nach wie vor Abfälle, die sich nicht vermeiden lassen. Daher ist es unser oberstes Ziel, sicherzustellen, dass die verbleibenden Abfälle von professionellen Entsorgern ordnungsgemäß und effizient entsorgt werden.

Heutzutage gibt es mehrere technisch und wirtschaftlich realisierbare Verfahren, um Abfälle vor ihrer endgültigen Entsorgung zu behandeln. In diesem Zusammenhang bevorzugt Infineon die Verwertungsverfahren vor der direkten Entsorgung auf Deponien. Unter den verschiedenen Verwertungsmethoden ist das Recycling ökologisch am effektivsten.

Aus diesem Grund werden Abfälle nach Möglichkeit am Entstehungsort getrennt gesammelt. Einige Materialien, wie Lösungsmittel, werden, wann immer dies wirtschaftlich und ökologisch möglich ist, intern oder extern recycelt und können daher im Produktionsprozess wiederverwendet werden.

Unsere bewährten Verfahren im Laufe der Jahre

Infineon verwendet die Redestillation, um erfolgreich die Lösungsmittel Propylenglykolmonomethyletheracetat (PGMEA), Cyclopentanon, N-Methylpyrrolidon (NMP) sowie Dimethylformamid (DMF) extern zu recyceln.

Am Standort Villach (Österreich) werden seit einigen Jahren wiederverwendbare Pendelverpackungen aus Kunststoff für den Transport von Wafern eingesetzt, vor allem für die Lieferungen des Standorts nach Warstein (Deutschland) und Cegléd (Ungarn). Mit diesem Ansatz haben wir im Geschäftsjahr 2019 bis zu 70.000 Kartons und bis zu 140.000 Stück Schaumstoff eingespart. Diese Pendelverpackung wurde von Infineon-Mitarbeitern standortübergreifend in Zusammenarbeit mit Lieferanten entwickelt.

Unser Standort in Regensburg (Deutschland) begann im März 2016 mit der Lieferung gebrauchter Kartons an einen externen Dienstleister zur Wiederverwendung.

Die Rückgewinnung von Edelmetallen (Palladium und Gold) aus dem Galvanikschlamm des Standortes Regensburg wurde vom Ideenmanagement-Zentrum des Deutschen Instituts für Ideen- und Innovationsmanagement in Frankfurt im Wettbewerb "Beste Nachhaltigkeitsidee 2016" mit einem dritten Platz ausgezeichnet.

Abfallmanagement-Daten

Im Geschäftsjahr 2019 betrug das Gesamtaufkommen an Abfällen 45.083 Tonnen, wobei 23.389 Tonnen als nicht gefährlich und 21.694 Tonnen als gefährlich einzustufen waren.

Im Geschäftsjahr konnten 69.43 Prozent des nicht gefährlichen und 63.24 Prozent des gefährlichen Abfalls dem Recycling zugeführt werden. Die prozentuale Aufteilung der einzelnen Entsorgungsmethoden ergibt sich aus den folgenden Grafiken.

Abfall-Leistungskennzahl

Infineon benutzt das „Gesamtaufkommen an Abfall in Gramm pro Quadratzentimeter prozessierter Wafer­Fläche“ als Leistungskennzahl für die Effizienz im Abfallmanagement. Diese Leistungskennzahl wurde durch den World Semiconductor Council (WSC) definiert. Im Vergleich zum globalen Durchschnitt des WSC generierten unsere weltweiten Frontend­Standorte im Kalenderjahr 2018 rund 65 Prozent weniger Abfall, um einen Quadratzentimeter Wafer­Fläche zu prozessieren.

Ziele und Erfolge