Qualität fügt man nicht hinzu – sie muss von Anfang an stimmen

 

Qualität ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Deshalb spielt sie eine zentrale Rolle im gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von der Entwicklung und Produktion über die Lieferung bis hin zu Services rund um ein Produkt.

Zwischen einem Silizium-Wafer und einem fertigen Chip liegen bis zu 1.200 Produktionsschritte. Dabei kommen komplexe chemische und physikalische Methoden in einer hoch automatisierten Produktionsumgebung zum Einsatz. Bei vielen unserer Produkte sind die Leiterbahnen mikroskopisch klein – schon ein einziges Staubkorn könnte den Chip unbrauchbar machen. Deshalb werden die Wafer in Reinräumen mit modernster Ausstattung und hochqualifizierten Mitarbeitern  prozessiert. Wir überwachen den Fertigungsprozess permanent elektronisch, um Stabilität zu gewährleisten und unser Null-Fehler-Ziel – „zero defect“ – zu erreichen.

Wir leben Qualität jeden Tag – in unseren Reinräumen, Laboren und Büros

Das Streben nach „zero defect“ ist in allen Bereichen unseres Unternehmens fest verankert. Qualitätsprinzipien geben unseren Mitarbeitern zusätzlich Orientierung. Diese Prinzipien dienen dem übergeordneten Ziel, jederzeit unsere Versprechen einzuhalten: Wir handeln zuverlässig, termingerecht und halten unsere Vereinbarungen bezüglich Funktionalität, Umfang und Kosten. Um das zu erreichen, müssen wir zunächst die Anliegen des Kunden verstehen und die Anforderungen an ein Produkt klar zu definieren. Unsere Versprechen zu halten ist ein Wert, der auch die interne Zusammenarbeit widerspiegelt.

Um das Bewusstsein für Qualität weiter zu stärken, veranstalten wir regelmäßig sogenannte „Quality Days“ an unseren Standorten weltweit. Jeder sorgt in seinem Verantwortungsbereich dafür, dass die Qualität stimmt. Wenn unsere Mitarbeiter Abweichungen feststellen, sind sie angehalten, der Sache auf den Grund zu gehen geeignete Lösungen zu finden.

Bewährte Prozesse, Methoden und Tools bilden gemeinsam mit Programmen zur kontinuierlichen Verbesserung die Grundlage für den einzigartigen Stellenwert, den Qualität im Unternehmen hat. Qualität und verwandte Funktionen bilden ein Netzwerk quer durch unsere globale Matrixorganisation. Überall dort, wo es hilft, „zero defect“ zu erreichen, haben wir eine dedizierte Schnittstelle zum Qualitätsmanagement etabliert.

Qualität im Lebenszyklus unserer Produkte

Trendanalyse

Unsere Gesellschaft befindet sich ständig im Wandel. Neue Herausforderungen und Bedürfnisse entstehen und verändern unsere Märkte. Diese Entwicklungen haben wir immer im Blick. Gemeinsam mit unseren Kunden leiten wir davon ab, welche Produkte gebraucht werden, um sichere und umweltfreundliche Lösungen anzubieten, die im Markt erfolgreich sind.  

Definition

Anschließend legen wir die Anforderungen fest, die ein neues Produkt erfüllen muss. Dabei ist entscheidend, in welchem System unser Kunde einen Chip von Infineon einsetzt. In einem Auto beispielsweise sind andere Eigenschaften gefragt als in industriellen Anwendungen. Unsere Konzeptingenieure übersetzen diese Anforderungen dann in eine theoretische Chip-Konstruktion. Die spätere Fertigungstechnik wird in diesem Schritt bereits berücksichtigt.

Implementierung

Nun werden entscheidende Fragen für die Umsetzung beantwortet: Welche Technologie ist am besten geeignet? Wie garantieren wir die nötige Zuverlässigkeit des Produkts? Welche unserer Standorte bieten sich für die Produktion an? Am Ende dieser Phase haben wir aus dem theoretischen Konzept einen ersten Chip-Prototyp entwickelt und Muster in geringen Mengen gefertigt.

Verifikation und Validierung

In einem nächsten Schritt prüfen wir, ob das Produkt alle definierten Anforderungen erfüllt. Unserem Kunden stellen wir Muster zur Verfügung, sodass er es in der vorgesehenen Anwendung testen kann. Parallel wird die Fertigungstechnologie verfeinert und ein Fertigungsplan ausgearbeitet, um das Produkt anschließend in größerem Volumen herzustellen. 

Ramp-Up & Volumenfertigung

Die Stückzahl des neuen Produkts wird jetzt kontinuierlich gesteigert. Dafür haben wir die gesamte Wertschöpfungskette, vom Zulieferer bis zum Kunden im Blick. Stabile Prozesse sind entscheidend, um das Produkt reibungslos in die laufende Fertigung zu integrieren. Mit optischen, elektrischen und statistischen Testverfahren garantieren wir fortlaufend die vereinbarte Produktqualität.

Ramp-Down

Wenn ein Produkt sein „End-of-Life“ erreicht, nehmen wir es in einem langfristig geplanten Prozess aus der Produktion. Wir informieren unsere Kunden mit ausreichend Vorlaufzeit darüber und liefern weiterhin in der vereinbarten Qualität. Häufig haben wir dann bereits ein funktional verbessertes Nachfolgeprodukt entwickelt.

Wir erfüllen alle unsere Zusagen – vom ersten bis zum letzten Chip.