Mobilkommunikation
Infineon verbindet Menschen
Infineon bietet zahlreiche Produkte und Technologien, mit denen Menschen jederzeit und an jedem beliebigen Ort miteinander kommunizieren können – zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs.
Die moderne Kommunikationstechnik führt Menschen zusammen und hilft uns, geografische Schranken zu überwinden.
Mikrocontroller von Infineon finden vielfach Verwendung in SIM- (Subscriber Identity Module) oder UICC (Universal Integrated Circuit Card)-Karten. Diese Smartcards nehmen die wichtige Aufgabe eines Authentifizierungsschlüssels im Mobiltelefon wahr, weswegen sie von Anfang an äußerst erfolgreich waren. Auch langfristig ist zu erwarten, dass sie bei künftigen Anwendungen in der Mobilkommunikation im großen Umfang zum Einsatz kommen werden.
Märkte und Trends
2010 wurden weltweit mehr als 4 Milliarden SIM//UICC-Karten ausgeliefert. Davon war ein großer Teil mit Sicherheitscontrollern von Infineon bestückt.
Standard
Die Hauptfunktionen der SIM-Karte in Mobilanwendungen sind die Authentifizierung im Mobilfunknetz, die Verwaltung von SMS-Nachrichten und das Einspielen nachträglicher Updates vom Mobilfunkanbieter.
Neue Technologien
Mit Mobilfunktechnologien wie UMTS (3G) oder dem neuen LTE-Standard (4G) rücken statt der reinen Sprachkommunikation oder SMS-Verkehr in zunehmendem Maße Datenanwendungen in den Mittelpunkt.
Kommende Trends
Die Entwicklung geht von SIM-Karten in Richtung UICC-Karten, die eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen zulassen. Bei der jüngsten Generation von Smartphones sind bereits einige der neuen Möglichkeiten und Anwendungen realisiert, wie beispielsweise mobile Bezahlung, Mobiltickets oder mobile Internetdienste sowie automatische Verbindungen zwischen Wireless-Modulen (M2M).
Umfassendes Portfolio an Sicherheitscontrollern
Entsprechend dem Trend zu einer immer stärkeren Diversifizierung der Märkte hat Infineon spezielle Speicher- und Controllerfamilien für verschiedene Marktsegmente konzipiert. Angeboten wird eine umfassende Palette an Produkten für alle erdenklichen Anwendungen – von Speicherchips für Telefonkarten und nicht aufladbare Prepaid-SIM-Karten bis hin zu hochleistungsfähigen Controllern mit mehreren Schnittstellen und der Möglichkeit zur Aufnahme eines Flash-Speichers mit mehreren Megabyte Kapazität.
Neben ihrer Leistungsfähigkeit und Flexibilität erlauben die Produkte aus Infineons breitem Portfolio eine erstaunlich einfache Migration über verschiedene Familien hinweg und bieten einen ausgezeichneten technischen Support.
SLE 50 für den SIM-Massenmarkt
SLE 76 für das mittlere SIM/UICC-Marktsegment
SLM 76 für M2M-Anwendungen
SLE 88 für den Multimedia-UICC-Markt und NFC-Anwendungen mit besonderen Sicherheitsanforderungen
Machine-to-Machine (M2M)
Die Machine-to-Machine (M2M)-Technologie ermöglicht es elektronischen Geräten, ohne Zutun der Benutzer untereinander zu kommunizieren.
Entsprechende Märkte für M2M-Lösungen werden sich weltweit herausbilden und eine Vielzahl an verschiedenen Marktsegmenten und Anwendungen umfassen, wie z. B.:
- Automobiltechnik (eCall, Ortung gestohlener Fahrzeuge u. Ä.)
- Versorgungsunternehmen („Smart Grid“)
- Verkehrslenkungssysteme
- Verkaufsautomaten und Kassensysteme
- Flotten- und Fahrzeugmanagement
- Alarmsysteme und Sicherheitstechnik
- Gebäudetechnik („intelligente Gebäude“)
- Medizintechnik und Ferndiagnose
Ein Beispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der M2M-Technologie sind intelligente Zähler, wie sie im Smart Grid Verwendung finden.
Intelligente Zähler haben den Vorzug, dass sich der Strom-, Gas- oder Wasserverbrauch ganz unkompliziert erfassen lässt, ohne dass ein Mitarbeiter den Verbrauchsort aufsuchen muss.
Versorgungsunternehmen sparen so Kosten für das Auslesen der Zähler vor Ort. Intelligente Stromzähler ermöglichen darüber hinaus eine gleichmäßigere Lastverteilung im Stromnetz.
Letzteres lässt sich mittels entsprechender Anreize an die Verbraucher (günstigere Preise in Zeiten geringerer Nachfrage) oder durch eine direkte Steuerung von Haushaltsgeräten über die intelligenten Zähler realisieren (z. B. Starten des Waschprogramms in einer Periode mit einem niedrigeren Tarif).
Mit seinem Geschäftsbereich Chipcard and Security bietet Infineon speziell auf die Anforderungen von M2M-Anwendungen zugeschnittene Produkte. Bei diesen Anwendungen bestehen normalerweise höhere Qualitätsansprüche (Temperaturbereich, Strapazierfähigkeit, Produktlebensdauer usw.) als bei Standardprodukten im Chipkartenbereich.
Infineon bietet:
• M2M-SIM-Produkte für GSM- und LTE-Mobilfunknetze
• M2M Secure Elements zur Absicherung der Hardware gegen Betrug und Manipulation
Near Field Communication
Der Begriff Near Field Communication (NFC) bezeichnet eine neue Technologie, mit der sich sichere kontaktlose Verbindungen zwischen zwei elektronischen Geräten herstellen lassen. NFC basiert auf der HF-Technologie und arbeitet mit einer Frequenz von 13,56 MHz auf Distanzen bis zu zehn Zentimetern.
Als Ziel-Geräte für NFC-Anwendungen kommen zunächst einmal Mobiltelefone in Frage. Die Möglichkeit, Transaktionen kontaktlos über das Handy abzuwickeln, eröffnet dem Endanwender einen bequemen Zugang zu einer Vielzahl neuer Dienste. Zu den NFC-Anwendungen für Mobiltelefone gehören u. a. elektronischer Ticketkauf, Zahlungsvorgänge, Treueprogramme oder das Lesen von NFC-Tags (Smart Poster). So könnten beispielsweise Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln ihren Fahrschein lösen, indem sie ihr Mobiltelefon an einem entsprechenden NFC-Terminal entlangziehen.
NFC-Geräte umfassen in der Regel ein sogenanntes Secure Element und ein Contactless Frontend (CLF), das mit einer Antenne verbunden ist. Im Secure Element sind die Anwendungen abgespeichert. Hier muss ein entsprechender Schutz gewährleistet sein, da unterstützte Anwendungen, etwa für Banking oder bargeldlose Zahlung, in puncto Hardware und Betriebssystem maximale Sicherheit erfordern. Das Secure Element kann im Mobilgerät entweder als integrierter sicherer Chip oder als sichere SIM-Karte realisiert sein. Im letzteren Fall erfolgt die Verbindung zwischen der SIM-Karte und dem CLF gemäß dem Single Wire Protocol (SWP), das 2007 als Standard verabschiedet wurde.
Aufbauend auf seinem umfangreichen Know-how bei SIM- und Zahlungsanwendungen entwickelt Infineon sichere SWP-Mikrocontroller, die alle einschlägigen Anforderungen an Secure Elements erfüllen. SWP-Chips von Infineon bieten eine hohe Sicherheitsstufe und sind beispielsweise nach EMVCo und Common Criteria EAL5+ (hoch) zertifiziert. Die Chips werden in Zusammenarbeit mit den wichtigsten CLF-Herstellern getestet. Damit gewährleisten wir bei den Komponenten für Ihre NFC-Lösung die größtmögliche Interoperabilität und Flexibilität.
Für integrierte Secure Elements hat Infineon in seinem Portfolio zahlreiche sichere Mikrocontroller, die sich für den Anschluss an ein CLF-Modem eignen. Außerdem bietet Infineon eine große Auswahl an NFC-Tags für Smart Poster-Anwendungen. In den Tags können beispielsweise URL-Adressen oder Coupons gespeichert werden, die sich per Mobiltelefon auslesen und abrufen lassen.