Finanz- und Technologieglossar
FINANZGLOSSAR
ADS •
American Depositary Shares – ADS sind in den USA gehandelte Aktienzertifikate über nicht amerikanische Aktien. Sie erleichtern nicht amerikanischen Unternehmen den Zugang zu US-amerikanischen Kapitalmärkten und bieten so US-amerikanischen Anlegern Investitionsmöglichkeiten in nicht amerikanische Gesellschaften. Infineon ADS werden in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier gehandelt (Verhältnis ADS:Aktie = 1:1).
AUSGLIEDERUNG •
Rechtliche Verselbständigung von Unternehmensteilen (zum Beispiel Geschäftsgebieten).
BRUTTO-CASH-POSITION •
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ •
Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes.
CASH-FLOW •
Zahlungswirksamer Saldo aus Mittelzuflüssen und -abflüssen innerhalb eines Geschäftsjahrs. Der Cash-Flow ist Teil des Konzernabschlusses und zeigt für einen bestimmten Zeitraum, aus welchen Quellen sich eine Gesellschaft finanziert und wofür die Zahlungsmittel verwendet wurden, gegliedert nach laufender Geschäftstätigkeit (Mittel, die durch Kauf / Verkauf von Produkten und Dienstleistungen generiert wurden), Investitionstätigkeit (Mittelabfluss einer Gesellschaft für Investitionen oder Mittelzufluss aus Desinvestitionen) und Finanzierungstätigkeit (Mittelzufluss durch die Ausgabe von Aktien, Anleihen und Darlehen beziehungsweise Mittelabfluss durch die Rücknahme von Aktien und Anleihen beziehungsweise Rückzahlung von Darlehen).
DAX •
Deutscher Aktienindex – der Index bildet die Wertentwicklung der Aktien der 30 hinsichtlich Orderumsatz und Marktkapitalisierung größten deutschen Aktiengesellschaften ab, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.
DEFINED BENEFIT OBLIGATION (DBO) •
Höhe der Verbindlichkeiten eines Pensionsplanes zum Zeitpunkt der Berechnung, unter der Annahme, dass der Plan weitergeführt wird und nicht in absehbarer Zeit ausläuft.
DERIVATE •
Produkte, deren Wert sich hauptsächlich von Preisen, Preisschwankungen und Preiserwartungen des zugrunde liegenden Basisinstruments (zum Beispiel Aktien, Devisen, Zinspapiere) ableitet.
EQUITY-METHODE •
Bewertungsmethode für Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen wir einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik haben.
ERGEBNISANTEILE, AUF KONZERNFREMDE GESELLSCHAFTER ENTFALLENDE KAPITALANTEILE •
Anteile am Jahresergebnis, die nicht dem Konzern, sondern Konzernfremden, die Anteile an nahestehenden Unternehmen des Konzerns halten, zugerechnet werden.
ERGEBNIS JE AKTIE BZW. KONZERNJAHRESÜBERSCHUSS/-FEHLBETRAG JE AKTIE •
Das unverwässerte Konzernergebnis je Aktie wird ermittelt, indem der Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag durch den gewichteten Durchschnitt der Aktien, die im Berichtszeitraum (Quartal oder Geschäftsjahr) ausstanden, dividiert wird. Das verwässerte Konzernergebnis je Aktie wird errechnet, indem der Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag durch den gewichteten Durchschnitt der Aktien, die im Berichtszeitraum ausstanden, zuzüglich der Zahl der Aktien, die emittiert würden, falls ausstehende Aktienoptionen, zugeteilte Aktienrechte und Wandelschuldverschreibungen ausgeübt bzw. gewandelt würden, dividiert wird.
FREE-CASH-FLOW •
Saldo des Mittelzuflusses beziehungsweise -abflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und des Mittelzuflusses beziehungsweise -abflusses aus Investitionstätigkeit, bereinigt um zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
GOODWILL (GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT) •
Immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, mit dem der Kaufpreis (die Kosten) für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt. Nach US-GAAP wird der Geschäfts- oder Firmenwert nicht über eine Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern bei einer eventuellen Wertminderung durch eine außerplanmäßige Abschreibung reduziert. Die Überprüfung des Wertes erfolgt mindestens einmal jährlich.
IFRS •
International Financial Reporting Standards; Infineon stellt den Konzernabschluss gemäß den Vorgaben von IFRS auf, soweit diese von der Europäischen Union übernommen sind.
JOINT VENTURE •
Vereinbarung über die Zusammenarbeit verschiedener Gesellschaften zum Betrieb eines gemeinsamen Unternehmens.
LATENTE STEUERN •
Da die steuerliche Gesetzgebung des Öfteren von den handelsrechtlichen Vorgaben abweicht, können Unterschiede zwischen (a) dem zu versteuernden Einkommen und dem handelsrechtlichen Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und (b) der steuerlichen Bemessungsgrundlage von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten und ihren jeweiligen Buchwerten entstehen. Eine latente Steuerverbindlichkeit und der zugehörige Aufwand entstehen aus dem Einkommen, das bereits handelsrechtlich, jedoch nicht steuerrechtlich erfasst ist. Umgekehrt entsteht eine latente Steuerforderung, wenn der Aufwand erst in Zukunft steuerlich abzugsfähig ist, jedoch handelsrechtlich bereits erfasst wurde.
NAMENSAKTIEN •
Aktien, die auf den Namen einer bestimmten Person lauten. Diese Person wird entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben mit einigen persönlichen Angaben sowie der Aktienanzahl in das Aktienregister der Gesellschaft eingetragen. Nur wer im Aktienregister der Gesellschaft eingetragen ist, gilt gegenüber der Gesellschaft als Aktionär und kann beispielsweise seine Rechte in der Hauptversammlung ausüben.
NETTO-CASH-POSITION •
Brutto-Cash-Position minus kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten.
NETTOUMLAUFVERMÖGEN •
Nettoumlaufvermögen besteht aus kurzfristigen Vermögenswerten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, abzüglich zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, abzüglich zur Veräußerung stehende Vermögenswerte, abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten ohne kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten sowie ohne Verbindlichkeiten, verbunden mit den zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten.
SEC •
Securities and Exchange Commission. Die Börsenaufsichtsbehörde in den USA.
SEGMENTERGEBNIS •
Wir definieren das Segmentergebnis als Betriebsergebnis, ohne Berücksichtigung von Wertminderungen von Vermögenswerten, Saldo, Aufwendungen für Umstrukturierungen und andere Schließungskosten, Saldo, Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen, akquisitionsbedingte Abschreibungen und Gewinne (Verluste), Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften und von sonstigen Erträgen (Aufwendungen), einschließlich Kosten für Gerichtsverfahren. Dies ist die Kennzahl, mit der Infineon die operative Ertragskraft seiner Segmente bewertet.
SEGMENTERGEBNIS MARGE •
Kennzahl zur Bestimmung der operativen Ertragskraft, die das Segmentergebnis im Verhältnis zum Umsatz darstellt.
TECDAX •
Ein deutscher Aktienindex, der 30 größten Technologiewerte in Bezug auf Marktkapitalisierung und Oderbuchumsatz zusammenfasst.
US-GAAP •
Accounting Principles Generally Accepted in the United States of America; US-amerikanische Normen der Rechnungslegung.
TECHNOLOGIEGLOSSAR
2G • Zweite Generation des Mobilfunks – digitale Mobiltelefonie. Nach den analogen Netzen (erste Generation) bekommt der Teilnehmer hier mit digitalen Signalisierungen einheitlich gute Sprachqualität und zahlreiche Datendienste. Mobilfunkstandard der zweiten Generation in Europa: GSM.
2,5G •
Gegenwärtig am weitesten verbreitete Infrastruktur des Mobilfunks. Mobilfunkstandard der 2,5-Generation in Europa: GPRS.
3G •
Dritte Generation des Mobilfunks. Sprache und Daten werden gemeinsam breitbandig – also mit wesentlich höherer Transportkapazität als bei der zweiten Generation – übertragen. Mobilfunkstandard der dritten Generation in Europa: UMTS.
300-MILLIMETER-TECHNOLOGIE •
Oberbegriff für die Herstellung und Prozessierung von Wafern mit einem Durchmesser von 300 Millimetern.
65-NANOMETER-TECHNOLOGIE •
Fertigungstechnologie, mit der Strukturen auf dem Chip mit einer Breite von 65 Nanometer dargestellt werden können. Je feiner die Strukturen – also etwa Leiterbahnen und Zwischenräume – sind, desto kleiner und damit billiger kann der Chip hergestellt werden. Die Vorgängertechnologie erlaubte Strukturbreiten von 90 Nanometer, die Nachfolgegeneration erreicht Strukturbreiten von 45 Nanometer.
ABS •
Antiblockiersystem. Elektronisches Sicherheitssystem für das Kraftfahrzeug, das bei starkem Bremsen das Blockieren der Räder verhindert.
ADSL2, ADSL2+ •
ADSL 2 und ADSL 2+ sind Weiterentwicklungen der ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)-Norm, die vor allem die Datenraten und Reichweite einer ADSL- Verbindung verbessern. Die Verbesserung der Reichweite erlaubt es dem Netzwerkbetreiber, ADSL einer größeren Zahl potenzieller Kunden anzubieten, während die höheren Datenraten neue Dienste wie hochauflösendes Fernsehen (HD TV) über das Internet ermöglichen. ADSL 2+ erhöht die maximale Datenrate auf 25 Megabit pro Sekunde in Empfangsrichtung gegenüber 16 Megabit pro Sekunde für ADSL 2. Mit einer solchen Datenrate können ohne Weiteres mehrere (einzelne HD- ) TV-Kanäle übertragen werden.
ASIC •
Application Specific Integrated Circuit. Logikschaltung, die auf speziellen Kundenwunsch für eine spezifische Nutzung konstruiert wurde.
ASSP •
Application Specific Standard Product. Standardprodukt, das für eine spezifische Nutzung konstruiert wurde und von vielen Kunden genutzt werden kann.
BACK-END-FERTIGUNG •
Teil des Halbleiterherstellungsprozesses, der ausgeführt wird, nachdem der Wafer den Reinraum verlassen hat (vgl. Front-End-Fertigung). Zu diesem Vorgang gehören die Überprüfung der Chips auf dem Wafer, etwaige notwendige Reparaturen der Chips, Sägen der Wafer und Verpackung der einzelnen Chips. Immer mehr Halbleiterhersteller lagern den Montagevorgang an unabhängige Montageunternehmen aus, einige sogar das Testen. Ein Großteil der Montageunternehmen befindet sich in Ländern des pazifischen Raumes.
BASISBAND-CHIP •
Im Basisband-C hip werden die empfangenen und zu sendenden digitalen Signale verarbeitet. Dieser komplexe Baustein enthält üblicherweise einen digitalen Signalprozessor, einen Mikrocontroller, Speicher und analoge Schaltungen. Er bildet gewissermaßen das Herz eines drahtlosen Kommunikationssystems.
BIT •
Informationseinheit, die einen von zwei Werten annimmt, zum Beispiel „richtig“ / „falsch“ oder „0“ / „1“.
BLUETOOTH •
Technologie zur Funkübermittlung von Sprache und Daten über kurze Strecken.
BYTE •
Maß für Informationseinheit bei Datenverarbeitungsanlagen. Ein Byte entspricht acht Bit. (vgl. Bit).
CAT-iq •
Cordless Advanced Technology – internet and quality. Ein Standard für Schnurlostelefone. Mit CAT-iq lassen sich herkömmliche Telefonanwendungen mit Breitband-Internet verbinden.
CHIPKARTE •
Kunststoffkarte mit eingebautem Speicherchip oder Mikroprozessor; kann mit Geheimzahl kombiniert werden.
CMOS •
Complementary Metal Oxide Substrate. Halbleiter-Standardfertigungstechnologie, um Mikrochips mit geringem Energieverbrauch und hohem Integrationsgrad zu produzieren.
CoolMOS •
Hochvolt-Leistungstransistor für Spannungen von 300 bis 1.200 Volt.
CPE •
Customer Premises Equipment bezeichnet Teilnehmer-Endgeräte in einem Computernetzwerk, einem Telefonnetz oder bei Telefonanlagen. Diese Endgeräte gehören in der Regel dem Endverbraucher oder Kunden und sind an ein Fernsprech oder Datennetz (Internet oder LAN) angeschlossen. Telefone, Faxgeräte und Modems sind die häufigsten CPE-Geräte. Im DSL-Kontext wird CPE zur Bezeichnung von DSL- Modems verwendet.
DECT •
Digital Enhanced Cordless Telecommunications. Einheitlicher europäischer Standard für digitale schnurlose Kommunikationssysteme.
DigRF-v3.09-STANDARD •
Eine standardisierte Schnittstelle zwischen dem Basisband-Prozessor und dem Hochfrequenz-Transceiver. Die Nutzerdaten und Steuerinformationen werden nicht mehr analog, sondern rein digital übertragen. Der Standard liegt inzwischen in der Version 3.09 vor.
DSL •
Digital Subscriber Line. Eine breitbandige digitale Teilnehmeranschlussleitung über das Telefonnetz.
EDGE •
Enhanced Data Rates for GSM Evolution. Bezeichnet eine Technik zur Erhöhung der Datenrate in GS M-Mobilfunknetzen. EDGE ist wie GPRS eine evolutionäre Weiterentwicklung der GSM-Technik, die sich mit mäßigem Aufwand in die Mobilfunknetze einbauen lässt.
EIN-CHIP-LÖSUNG •
Auf solch einem Chip werden die Funktionen mehrerer Chips zusammengeführt. Ein Anwendungsgebiet ist zum Beispiel das Mobiltelefon, für das die drei wichtigsten Chips – Basisband, Hochfrequenz-Transceiver und Stromversorgungs-Chip – monolithisch vereint werden. In den neueren Generationen wird auch noch ein Speicher integriert. Die Ein-Chip-Lösung reduziert die Anzahl der benötigten Komponenten und damit die Test- und Bestückungskosten.
ESP •
Elektronisches Stabilitätsprogramm. Eine Technik in Kraftfahrzeugen, die mittels Sensoren und Computer durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder dem Schleudern gegensteuert.
FRONT-END-FERTIGUNG •
Verarbeitung von Wafern, die im Reinraum durchgeführt wird. Zu den wesentlichen Verarbeitungsschritten zählen Belichtung, Ionenimplantation und das Aufbringen von Metallisierungsschichten. Nachdem die Verarbeitung der Wafer im Reinraum beendet ist – insgesamt bis zu 500 Arbeitsschritte –, werden sie an die Back-End-Fertigung weitergeleitet; dort werden sie getestet und gehäust. (vgl. Back-End-Fertigung)
GIGA •
2
30 im informationstechnischen Sinn, zum Beispiel Gigabit (Gbit), Gigabyte (GByte).
GPRS •
General Packet Radio Service heißt eine neue Mobilfunkgeneration der 2,5-Gruppe für höhere Datenübertragungsraten (bis zu 115 Kilobit pro Sekunde) in GSM-Netzen.
GPS •
Global Positioning System. Satellitengestütztes Funkortungsverfahren zur Positionsbestimmung aufgrund von Laufzeitunterschieden der empfangenen Signale.
GSM •
Das Global System for Mobile Communication ist heute weltweit das am meisten genutzte digitale Mobilfunksystem (vgl. 2G, 2,5G und GPRS).
HALBLEITER •
Kristalliner Werkstoff, dessen elektrische Leitfähigkeit durch Einbringung von Dotierstoffen (in der Regel Bor oder Phosphor) gezielt verändert werden kann. Halbleiter sind beispielsweise Silicium und Germanium. Der Begriff wird auch für ICs aus diesem Werkstoff verwendet.
HDTV •
High Definition Television ist ein Sammelbegriff, der eine Reihe von Fernsehnormen bezeichnet, die sich gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen durch eine erhöhte vertikale, horizontale und / oder temporale Auflösung auszeichnen. Damit geht die Umstellung des Seitenverhältnisses von 4 : 3 auf 16 : 9 einher.
HERTZ •
Hertz (Kurzzeichen Hz) ist die Einheit für die Frequenz. Die Einheit wurde nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz (1857 bis 1894) benannt. Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, allgemeiner auch die Anzahl von beliebigen sich wiederholenden Vorgängen pro Sekunde. Häufig verwendete Einheiten sind Kilohertz (tausend Schwingungen pro Sekunde), Megahertz (eine Million Schwingungen pro Sekunde) und Gigahertz (eine Milliarde Schwingungen pro Sekunde).
HOCHFREQUENZ(HF)-TRANSCEIVER •
„Transceiver“ ist ein Kunstwort aus Transmitter (= Sender) und Receiver (= Empfänger). Es beschreibt für die drahtgebundene und drahtlose Kommunikation eine Kombination aus Sende- und Empfangsschaltung in einer Einheit. Hochfrequenz-Transceiver werden in der drahtlosen Kommunikation eingesetzt, zum Beispiel in Mobil- und Schnurlos-Telefonen.
HOME-GATEWAY •
Über das Home-Gateway können Daten mit hoher Geschwindigkeit vom und zum Privathaushalt übertragen werden. Sie gelten als der nächste evolutionäre Schritt nach dem Fernsehempfänger (Decoder).
HSDPA, HSUPA, HSPA, HSPA+ •
High Speed Downlink Packet Access, High Speed Uplink Packet Access. Ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards der dritten Generation, UMTS. HSD PA ermöglicht eine schnelle Datenübertragung von der Basisstation zum Mobilfunkgerät mit derzeit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde. So können große Datenmengen wie etwa Filme, Bilder, Internet-Seiten oder E- Mails sehr schnell auf dem mobilen Gerät empfangen werden. HSDPA wird nicht nur in Mobiltelefonen verwendet, auch viele Notebook-Benutzer arbeiten per Datenkarte mit der schnellen mobilen Datenverbindung. HSUPA ist wie HSDPA ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards der dritten Generation. HSUPA ermöglicht eine schnelle Datenverbindung vom Mobilfunkgerät zur Basisstation mit derzeit bis zu 5,8 Megabit pro Sekunde. HS PA ist der Oberbegriff für HSDPA und HSUPA. HSPA+ ist die Nachfolgegeneration und erlaubt eine Datenübertragung von 28 bis 84 Megabit pro Sekunde von der Basisstation zum Mobilfunkgerät.
HYBRIDAUTO •
Unter einem Hybridauto versteht man üblicherweise ein Kraftfahrzeug, das neben einem Verbrennungsmotor noch von mindestens einem Elektromotor angetrieben wird. Der Hybridantrieb wird im Serienautomobilbau eingesetzt, um die Effizienz zu verbessern, den fossilen Kraftstoffverbrauch zu verringern oder die Leistung im niedrigen Drehzahlbereich zu steigern. In Voll-Hybridautos kann das Fahrzeug allein mittels des Elektromotors angetrieben werden. In milden Hybridautos (oder auch Mild-Hybridautos genannt) dient der Elektromotor nur zur Unterstützung des Verbrennungsmotors, also etwa beim Beschleunigen.
IC •
Integrated Circuit (integrierte Schaltung). Bauelement auf Basis eines Halbleitermaterials wie beispielsweise Silicium, auf dem zahlreiche Komponenten wie Transistoren, Widerstände, Kondensatoren und Dioden integriert und miteinander verbunden sind.
IGBT-MODUL •
Insulated-Gate-Bipolar-Transistor-Modul (Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode). Ein IGB T ist ein Halbleiterbauelement, das aufgrund seiner Robustheit, hohen Sperrspannung und nahezu leistungslosen Ansteuerung Anwendung in der Leistungselektronik findet. Mehrere IGBTs, zusammengeschaltet und in einem Gehäuse verpackt, nennt man Modul. Diese Module werden für die Ansteuerung von Elektromotoren im Automobilbereich wie auch im Industriebereich eingesetzt. Drehzahl und Drehmoment des Elektromotors können stufenlos reguliert werden. Auch Züge wie der deutsche ICE oder der französische TGV nutzen für die effiziente Ansteuerung der Elektroantriebe IGBT-Module.
IHM •
IGBT High-Power Module. Halbleiter-Leistungsmodule mit mehreren internen IGBTs (vgl. IGBT-Modul), das auf das Schalten von Lasten im Megawatt-Bereich ausgelegt ist. vgl. Leistungshalbleiter.
IPTV •
Internet Protocol Television. Damit wird die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierzu wird das dem Internet zugrunde liegende Internet-Protokoll (IP) verwendet. Die Übertragung von digitalen Videosignalen erfordert eine hohe Datenrate (etwa sechs bis acht Megabit pro Sekunde für HDTV). Daher ist IPTV erst durch die weite Verbreitung von Breitbandanschlüssen zum Teilnehmer (zum Beispiel ADSL 2 / 2+, VDSL 2 oder Kabelmodem) und die Einführung neuer Kompressionsmethoden möglich geworden.
ISDN •
Integrated Services Digital Network. Verbindungsstandard, der Telekommunikationsdienste wie Telefon, Telefax oder Datenkommunikation in einem Netz integriert.
KILO •
2
10 im informationstechnischen Sinn, zum Beispiel Kilobit (Kbit), Kilobyte (KByte).
LEISTUNGSHALBLEITER •
In den letzten 30 Jahren haben Leistungshalbleiter in der Antriebstechnik ebenso wie in der Energieübertragung und -verteilung weitgehend die elektromechanischen Lösungen verdrängt, weil mit ihnen hohe Energieflüsse fast nach Belieben geformt werden können. Der Vorteil der Bauelemente besteht darin, dass sie extrem schnell – typischerweise innerhalb von Bruchteilen von Sekunden – zwischen den Zuständen „offen“ und „geschlossen“ wechseln können. Durch die schnelle Folge von Ein / Aus-Pulsen kann fast jede beliebige Form des Energieflusses nachgebildet werden, beispielsweise auch eine Sinuswelle.
LEISTUNGSTRANSISTOR •
Mit Leistungstransistor wird in der Elektronik ein Transistor zum Schalten oder Steuern großer Spannungen, Ströme beziehungsweise Leistungen bezeichnet. Eine exakte Grenze zwischen Transistoren zur Signalverarbeitung und Leistungstransistoren ist nicht einheitlich festgelegt. Leistungstransistoren werden überwiegend in Gehäusen produziert, die eine Montage auf Kühlkörpern ermöglicht, da es anders nicht möglich ist, die bei manchen Typen und Anwendungen bis zu einigen Kilowatt betragende Verlustleistung abzuführen. vgl. Leistungshalbleiter.
LTE •
Long-Term Evolution. LTE wird als die derzeit vielversprechendste Alternative für den UMTS-Nachfolgestandard angesehen. Die ersten Labortests versprechen eine Übertragungsrate von 100 Megabit pro Sekunde. Damit soll es den Mobilfunkanbietern möglich sein, neben Sprache auch interaktive Dienste inklusive Hochgeschwindigkeitsdatentransfer und Fernsehen (IPTV) anzubieten.
MEGA •
2
20 im informationstechnischen Sinn, zum Beispiel Megabit (Mbit), Megabyte (MByte).
MIKROCONTROLLER •
Mikroprozessor, der auf einem einzelnen IC, mit Speicher und Schnittstellen kombiniert, integriert ist und als eingebettetes System funktioniert. In einem Mikrocontroller lassen sich komplexe logische Schaltungen realisieren und per Software kontrollieren.
MIKROMETER •
Metrisches Längenmaß. Entspricht dem millionsten Teil eines Meters (10
–6 Meter), das Symbol ist μm. Der Durchmesser eines Menschenhaars beträgt zum Beispiel 0,1 Millimeter oder 100 Mikrometer.
MOBILFUNK-PLATTFORM •
Diese Plattform ist ein funktionierendes Mobiltelefon, dem der Kunde nur noch einige Peripherie wie etwa Gehäuse, Tastatur, Akku und Display hinzufügen muss. So ist es auch für Kunden ohne große technische Expertise möglich, ein Mobiltelefon zu entwerfen, zu fertigen und zu vertreiben.
NANOMETER •
Metrisches Längenmaß. Entspricht dem milliardsten Teil eines Meters (10
–9), das Symbol ist nm. Der Durchmesser der Desoxyribonukleinsäure (DNS ) beträgt ungefähr 2 Nanometer. Die Fertigungsstrukturbreiten in der Halbleiterbranche werden inzwischen in Nanometern gemessen. vgl. 65-Nanometer-Technologie.
SCHALTNETZTEIL •
Ein Schaltnetzteil ist eine elektronische Baugruppe, die eine Wechselspannung in eine Gleichspannung umwandet. Schaltnetzteile besitzen einen höheren Wirkungsgrad als Netztransformatoren und können kompakter und leichter aufgebaut werden als konventionelle Netzteile, die einen schweren Trafo mit Eisenkern enthalten. Schaltnetzteile werden vor allem in PCs, Notebooks und Servern eingesetzt. Sie erreichen aber auch bei kleinen Leistungen bereits einen sehr hohen Wirkungsgrad, so dass sie zunehmend auch in Steckernetzteilen, etwa als Ladegerät für Mobiltelefone, zu finden sind.
SCHOTTKY-DIODE •
Eine spezielle Diode, die keinen Halbleiter-Halbleiter-Übergang, sondern einen Metall-Halbleiter-Übergang besitzt. Als Halbleitermaterial verwendet man bis 250 Volt meist Silizium. Für Spannungen über 300 Volt kommt Siliciumkarbid (SiC) zum Einsatz. SiC-Schottky-Dioden bieten in der Leistungselektronik gegenüber den konventionellen Dioden eine Reihe von Vorteilen. Beim Einsatz zusammen mit IGBT-Transistoren ist eine erhebliche Reduktion der Schaltverluste in der Diode selbst aber auch im Transistor möglich. Der Name geht auf den deutschen Physiker Walter Schottky (1886 bis 1976) zurück. (vgl. Siliziumkarbid)
SILIZIUM •
Chemisches Element mit halbleitenden Eigenschaften. Silizium ist das wichtigste Ausgangsmaterial in der Halbleiterindustrie.
SILIZIUMKARBID •
Verbindungshalbleiter aus Silizium (chemisches Zeichen Si) und Kohlenstoff (chemisches Zeichen C). Abkürzung ist SiC. SiC wird auf Grund seiner besonderen Materialeigenschaften (zum Beispiel gute Wärmeleitfähigkeit) unterem anderem für Schottky-Dioden verwendet. (vgl. Schottky-Diode)
SHDSL •
Single-Pair of Highspeed Digital Subscriber Line. Eine symmetrische DSL- Übertragungstechnik in digitalen Weitverkehrsnetzen, bei der Übertragungsraten von bis zu 4 Megabit pro Sekunde erreicht werden.
SIM-KARTE •
Subscriber-Identity-Module-K arte. Eine Chipkarte, die in ein Mobiltelefon gesteckt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient. Mit ihr stellen Mobilfunkanbieter Teilnehmern mobile Telefonanschlüsse zur Verfügung.
SMART GRID •
Unter dem Schlagwort Smart Grid versteht man die Aufrüstung der bestehenden Stromnetze um Kommunikations- und Messfunktionen, um den Energiefluss zwischen der immer mehr dezentralen Stromerzeugung – zum Beispiel über Windkraftanlagen oder Blockheizkraftwerke – und den Verbrauchern effizienter zu gestalten.
SMARTPHONE •
Ein Smartphone vereint den Leistungsumfang eines PDA mit einem Mobiltelefon, wobei der Ansatzpunkt je nach Hersteller mehr der PDA oder das Mobiltelefon ist. Das heißt, Smartphones haben einerseits die Fähigkeit, sich in ein Mobilfunknetz einzuloggen, andererseits haben sie auch die Fähigkeit, als kleine Rechner Anwendungen auszuführen, wie dies auch ein PDA kann.
TRANSCEIVER •
vgl. Hochfrequenz(HF)-Transceiver.
TRUSTED-COMPUTING •
Trusted-Computing bedeutet, dass die im PC, aber auch in anderen computergestützten Systemen wie Mobiltelefonen, verwendete Hard- und Software kontrolliert werden kann. Dies geschieht über einen zusätzlichen Chip, dem Trusted Platform Module (TPM), der mittels kryptografischer Verfahren die Integrität sowohl der Hardware als auch der Software-Datenstrukturen messen kann und diese Werte nachprüfbar abspeichert.
ULC •
Ultra Low Cost. Wird meist in Zusammenhang mit einem Mobiltelefon verwendet. Wesentlicher Bestandteil eines ULC- Telefons ist eine Ein-Chip-Lösung, die die elementaren Mobilfunkkomponenten wie Basisband-Prozessor, Sende- und Empfangseinheit, Stromversorgung und Speicher auf einem Chip vereint. vgl. Ein-Chip-Lösung.
UMRICHTER •
Steuereinheit, die Wechselspannungen verschiedener Spannungen und Frequenzen ineinander überführen kann. Dies geschieht durch Leistungselektronik. Umrichter werden unter anderem in Windrädern eingesetzt, um die fluktuierende Windenergie ins Stromnetz mit einer Spannung mit konstanter Frequenz einzuspeisen. In der elektrischen Antriebstechnik, also etwa bei Motorsteuerungen und Zügen, wird mittels eines Umrichters aus einem Netz mit konstanter Frequenz und Spannung eine Ausgangsspannung mit variabler, lastabhängiger Frequenz erzeugt.
UMTS •
Das Universal Mobile Telecommunications System soll ein künftiger digitaler Weltstandard für Mobilfunk werden. UMTS ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde (vgl. 3G).
VDSL2 •
Very High Data Rate Digital Subscriber Line. VDSL ist wie ADSL eine digitale Übertragungstechnik zum Anschluss von Endkunden über Kupferleitungen. Sie bietet noch wesentlich höhere Datenraten von bis zu 52 Megabit pro Sekunde. Dabei verkürzt sich aber die Länge der Teilnehmeranschlussleitung auf maximal 1,5 Kilometer, so dass VDSL nur in Hybridnetzen einsetzbar ist, die bereits einen großen Teil der Ortsverkabelung in Form von Glasfaserkabel vorliegen haben. Der Nachfolgestandard VDSL 2 wird Bandbreiten bis 100 Megabit pro Sekunde bieten. Als Reichweite werden für diese Geschwindigkeit etwa 200 Meter angestrebt.
VOICE-OVER-IP (VoIP) •
Die IP-Telefonie ist das Telefonieren über ein Computernetzwerk auf der Grundlage des Internet-Protokolls. Wird die IP-Telefonie genutzt, um Gespräche über das Internet zu führen, spricht man von Internet-Telefonie. Der wesentliche Unterschied zur herkömmlichen Telefonie besteht darin, dass die Sprachinformation nicht über eine geschaltete Verbindung in einem Telefonnetz übertragen wird, sondern aufgeteilt in IP-Pakete, die auf nicht festgelegten Wegen in einem Netzwerk zum Ziel gelangen. Die IP-Telefonie kann sich die Infrastruktur, also das Netzwerk, mit anderen Kommunikationsdiensten teilen.
WAFER •
Scheibe aus einem Halbleiterwerkstoff (meist Silicium, aber auch Germanium oder Galliumarsenid), aus der man den eigentlichen Chip herstellt. Gängige Durchmesser für Wafer sind 200 Millimeter und 300 Millimeter.
WCDMA •
Wideband CDMA. Ein in UMTS-Netzen verwendetes Datenübertragungsverfahren.
WECHSELRICHTER •
Ein Wechselrichter (auch Inverter genannt) ist ein elektrisches Gerät, das Gleichspannung in Wechselspannung beziehungsweise Gleichstrom in Wechselstrom umrichtet.
WLAN •
Wireless Local Area Network. Lokales Rechnernetz, das die Rechner über eine Funkverbindung miteinander oder mit dem Internet verbindet.
xDSL •
xDigital Subscriber Line. Oberbegriff für verschiedene technische Konzepte zur breitbandigen digitalen Datenübertragung über herkömmliche verdrillte Kupferdoppeladern. Je nach Konfiguration steht das x für Asymmetric (A), High Bit-Rate (H), Single Line (S), Symmetric High Bit-Rate (SH ) oder Very High Bit-Rate (V).

