Talente - Talentförderung und Diversity

Talentförderung heißt bei Infineon auch, die Einzigartigkeit jedes Beschäftigten zu erkennen und anzuerkennen. Unser globales Diversity-Management schafft den Rahmen für eine Unternehmenskultur, welche die Individualität jedes Menschen wertschätzt und Chancengerechtigkeit fördert – unabhängig von Alter, Behinderung, ethnisch-kultureller Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung und sexueller Identität.

Diversity - Jedes Talent ist einzigartig

"Wir brauchen Vielfalt für Kreativität und Innovation."

 Mathias Kamolz, Geschäftsführer von Infineon Dresden, ist seit Herbst 2015 Schirmherr des Diversity-Netzwerkes von Infineon Dresden. Im Interview erzählt er, was ihm wichtig ist:

 Was hat Sie bewogen, sich für Diversity zu engagieren?

Das Thema nimmt bei Infineon einen immer höheren Stellenwert ein, und ich möchte das unterstützen. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Vielfalt brauchen, um weiter zu wachsen. Nur mit der Unterschiedlichkeit der Menschen holen wir uns noch mehr Kreativität und Innovationsgeist ins Unternehmen. Und nur, wenn wir uns als Unternehmen zeitgemäß präsentieren und Diversity leben, sind wir als Arbeitgeber attraktiv. Als große Organisation setzen wir zudem gesellschaftlich ein Signal und nehmen eine Vorbildrolle ein, wenn wir die Vielfalt fördern.

Welcher Aspekt ist Ihnen besonders wichtig?

Eines der Hauptthemen des Diversity-Managements ist sicherlich Gender Diversity. Wir müssen an der Entwicklung von Frauen in Führungspositionen dranbleiben. Wir haben eine Vielzahl von Frauen mit einem hohen Potenzial für Führungspositionen. Das Bewusstsein dafür ist bei den Führungskräften vorhanden – sie haben das Potenzial im Blick und werden die Entwicklung vorantreiben.

Infineon hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, was den Anteil von Frauen in Führungspositionen angeht …

… ja, 15 Prozent bis zum Jahr 2020, langfristig 20 Prozent. Das ist eine herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe. Wir tun bereits sehr viel dafür – etwa mit der Plattform „Women on board“, auf der sich Frauen mit ihrem Profil registrieren und für Führungsaufgaben finden lassen können. Trotzdem müssen wir noch mehr gezielt auf Frauen zugehen – sie beobachten und direkt ansprechen.

Frauenpower

Die Förderung von Gender Diversity nimmt bei Infineon einen hohen Stellenwert ein. Bereits 2011 haben Infineon-Manager und -Managerinnen ein Gender Diversity Netzwerk gegründet, um eine für Frauen und Männer attraktive Arbeitswelt mitzugestalten, in der Chancengleichheit gelebt wird und dadurch einen Beitrag zu leisten, den Frauenanteil bei Infineon zu erhöhen. Inzwischen gibt es an vielen Unternehmensstandorten lokale Gender Diversity Netzwerke (GDN) mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Aktivitäten vor Ort unterstützen und so an ihrem Standort die Umsetzung von Gender Diversity maßgeblich unterstützen.

Ende 2015 feierte das Gender Diversity Netzwerk in München seinen ersten Geburtstag. In einem Treffen mit der Betriebsleitung tauschte sich das GDN intensiv darüber aus, wie Gender Diversity in den unterschiedlichen Organisationseinheiten gelebt und erlebt wird und präsentierte konkrete Lösungsvorschläge und Aktivitäten. Ein wichtiges Thema war hierbei neben der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auch die frühzeitige Bindung von Nachwuchskräften. Wir bauen weiterhin flexible Arbeitsmodelle, Teilzeit und Unterstützung bei der Kinderbetreuung aus - so dass Frauen und Männer gleichermaßen bei uns Karriere machen können.

Dass die Netzwerke an allen Infineon-Standorten gefestigt und gut organisiert sind, hat wiederum ein großes Gender-Diversity-Event am Standort Villach in Österreich im vergangenen Geschäftsjahr gezeigt. Gender-Diversity-Netzwerkerinnen und -Netzwerker aus ganz Deutschland und Österreich waren hier zu ihrem jährlichen Treffen zusammengekommen. Fazit: „Wir sind gut aufgestellt. Jetzt ist es wichtig, dass wir auch weiterhin gemeinsam intensiv daran arbeiten, das Thema Gender Diversity voranzutreiben und in die Mitte der Organisation zu bringen“, so Sigrun Alten, Gender-Diversity-Managerin von Infineon Österreich.

Internationaler Frauentag

Ein Anlass, die Frauenpower bei Infineon zu thematisieren, ist immer wieder auch der Internationale Frauentag im März. An verschiedenen Standorten von Infineon finden an diesem Tag Feierlichkeiten und Aktionen zur Promotion des Themas Diversity statt.

Zum Beispiel feierten jüngst an unserem Standort in Kulim in Malaysia 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die „International Women’s Day Celebration“. Neben reichlich Unterhaltung gab es auch eine Umfrage. „Was brauchen Sie vom Management, damit Sie Ihre Karriere erfolgreich vorantreiben können?“ war zum Beispiel eine Frage dabei. Das Feedback ging direkt in neue Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit ein.

Eine ganze Reihe von Aktivitäten fand rund um den Internationalen Frauentag auch am Infineon-Standort Bangalore in Indien statt. „Es war Spaß und Begeisterung pur“, hieß es. Und dabei ging es – etwa in Vorträgen – auch um Themen wie Frauen in Technologie und Führungspositionen.

 

Vorbild China

Frauen in Führungspositionen – Infineon China ist auf diesem Gebiet ganz vorn dran. „Wir beobachten einen tollen Trend, was weibliche Karrieren betrifft“, sagt Grace Chung, Diversity-Verantwortliche bei Infineon Asien-Pazifik. „29 Prozent unserer Führungskräfte ab dem mittleren Management sind Frauen. Damit belegt Infineon China einen Spitzenplatz innerhalb unserer gesamten Organisation.“

Was wir dafür tun? Zum Beispiel:

 

Leadership Forum
Im Rahmen eines halbjährlichen Leadership Forums, das Infineon China veranstaltet, kamen im September 2016 eigens die leitenden Managerinnen aus der Region zusammen – um Gender-Diversity-Themen zu diskutieren sowie sich über Herausforderungen und Wege des Erfolgs auszutauschen. Input bekamen sie von prominenten internen Gästen: Su Hua, Geschäftsführer von Infineon China, erläuterte, wie wichtig eine Kultur der Chancengleichheit für Infineon ist. Und Sabine Herlitschka schilderte, wie sie Vorstand für Technik und Innovation und Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich wurde – wie ihr diese Vorzeigekarriere gelang.

Top-Frauen auf Erfolgskurs: Die Managerinnen von Infineon China, die sich im September 2016 in Xi’an über Führung austauschten.

Women of Willpower – WOW!
Ebenfalls in China sowie in Singapur und Kulim sind Infineon „Women of Willpower“ aktiv – aktuell insgesamt 15 weibliche Führungskräfte, die in regelmäßigen Treffen und Workshops Führungsthemen behandeln. Die Initiative wurde von Roxane Desmicht, Leiterin Corporate Supply Chain bei Infineon Asien-Pazifik, gestartet – mit dem Ziel, Frauen zu Führung zu ermutigen und sie in ihren Positionen weiterzubringen. Ursprünglich war WOW eine Initiative von und für Frauen innerhalb der Logistik von Infineon Asien-Pazifik. Inzwischen machen auch Managerinnen aus der Backend-Fertigung in Singapur mit, und das Projekt zieht weiter seine Kreise.

„Empowered Women“ heißen die Frauen, die sich bei Infineon Wuxi in China im Rahmen des dortigen Gender-Diversity-Programms organisieren. Im Januar 2016 trafen sie sich zu einem Kick-off-Workshop, um ihre Aktivitäten genau zu planen und zu koordinieren. „Wir wollen Infineon zu einem noch besseren Arbeitsplatz für Frauen machen.“

Wir leben bei Infineon Vielfalt auf verschiedenste Weise. Auch unser internationales Arbeiten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Laufend sind bei uns Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen miteinander im Austausch, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln die Standorte und die Länder; Partnerinnen, Partner und Kinder gehen mit, neue Erlebnisse stehen an, Horizonte werden erweitert. Wir alle erleben das als eine große Bereicherung.

Infineon weltweit – Vielfalt durch Internationalität

Doch für den Job in ein anderes Land zu gehen ist auch eine Herausforderung. Deshalb unterstützen wir unsere sogenannten Assignees – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Auslandsmission – nach allen Kräften. Wir helfen bei der Organisation des Arbeitsplatzwechsels: Damit sich die Assignees auf ihre Arbeit, auf den Wissenstransfer und die persönlichen Begegnungen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen konzentrieren können, übernimmt das HR International Assignments Team alle Aufgaben, die mit einem Umzug verbunden sind.

Derzeit sind etwa 140 Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im Rahmen internationaler Einsätze in mehr als 15 Ländern tätig. Deutschland, Malaysia, Singapur, Österreich und die USA sind die fünf wichtigsten Zielländer der weltweit mobilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Infineon bietet dreiTypen von internationalen Einsätzen: Kurzzeiteinsätze und „on-the-job trainings“ für drei bis zwölf Monate sowie Langzeiteinsätze für 13 bis 36 Monate.

„Ein bisschen das Abenteuer suchen“

Worauf es bei den Auslandseinsätzen ankommt – Stefan Piranty, Leiter International Assignments, erklärt es im Interview:

Was ist Ihr Ansatz beim Entsenden von Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern ins Ausland?

Mein Team und ich haben stets den End-to-End-Prozess im Auge – sprich: Wir kümmern uns um (fast) alles, was die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Auslandsentsendung beschäftigt. Von Anfang an und bis zum Ende. Also bis der Assignee an seinem neuen Arbeitsort komplett angekommen ist. Das leisten wir intern mit unserem Team in Singapur mit Unterstützung externer Dienstleister. Unser Ansatz stellt sicher, dass die Abläufe im Prozess bestmöglich aufeinander abgestimmt sind und die Bedürfnisse des Kunden – in diesem Fall des Assignees – zufriedenstellend erfüllt werden.

Welche Werte sind wichtig in Ihrer Arbeit?

Offene Kommunikation, Gleichbehandlung und Fairness sowie gegenseitiges Vertrauen. Die Erwartungen an einen Auslandseinsatz sind unterschiedlich. Wichtig ist daher, dass wir von vornherein klar darstellen, was Teil des Pakets ist und was nicht. Unser Entsendungsprogramm ist fair. Das bestätigen uns auch Vergleiche mit anderen Unternehmen im Markt. Passiert dennoch mal etwas Unerwartetes, ist das Entscheidende, wie man damit umgeht. Bisher haben wir noch jede Schwierigkeit in den Griff bekommen und uns der Situation entsprechend flexibel gezeigt.

Und welche Eigenschaften sollten Assignees mitbringen?

Ebenfalls Flexibilität und Offenheit für andere Menschen und Kulturen. Auch benötigen wir vor allem zu Beginn der Entsendung die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters und ausreichend Zeit für die Vorbereitung. Und vor allem: Die Kandidaten sollen wirklich Lust auf Veränderung und neue Erfahrungen haben – ein bisschen das Abenteuer suchen. So ein Auslandsaufenthalt ist eine Herausforderung für einen selbst und die Familie, ermöglicht aber auch außergewöhnliche Erlebnisse.

Was ist das typische Profil eines Assignees?

Anfang 40, mittlere Managementebene, Familie. Meist ziehen Lebenspartner und Kinder im Kindergarten- und Schulalter mit. In diesem Bereich haben wir auch kürzlich unsere Unterstützungsleistungen angepasst. Neben den Familien betreuen wir aber auch etliche jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Beispiel im Rahmen eines Trainee-Programms Auslandserfahrung sammeln.

Ist ein Auslandseinsatz etwas für jeden?

Die Entscheidung für eine Auslandsentsendung folgt zunächst einmal Business-Erwägungen. Die richtige Zeit oder Lebensphase gibt es vermutlich nicht: Der Auslandsaufenthalt muss in die aktuelle persönliche Lebens- und Familienplanung passen. Das kann nur die Familie selbst entscheiden.

 

Wie ist es, fernab der Heimat zu leben und zu arbeiten?

Zwei Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter berichten von ihren Erfahrungen.

Von Singapur nach Kalifornien …

… zog es Clarice Loh. Sie ging an unseren neuen Standort, der mit der Übernahme des US-Halbleiterherstellers International Rectifier im Jahr 2015 im südkalifornischen El Segundo entstand. Hier arbeitet Clarice Loh an einem „Post Merger Integration“-Projekt in der Personalabteilung. Sie bringt hier ihr Wissen im Bereich Human Resources ein, das sie seit 2006 in verschiedenen Positionen bei Infineon in Singapur erlangte.

„Es hat mich schon immer fasziniert, in neue Kulturen einzutauchen. Zugegeben, der Schritt in die USA – 16 Stunden von meiner Heimat entfernt – war ein großer. Aber ich habe mich damit aus meinem gewohnten Trott gewagt, und das stellt für mich zweifellos einen riesigen Schritt in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung dar. Wie Singapur sind auch die USA ein Schmelztiegel von Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Das inspiriert mich sehr. In unserem Büro in El Segundo arbeiten Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster ethnischer Herkunft – Afrikaner, Chinesen, Europäer, Japaner, Mexikaner und viele mehr. Sie sind alle hochmotiviert und anpassungsfähig, stets bemüht, etwas zu bewegen. Für mich ist das die handlungsorientierte Kultur, für die die USA so berühmt sind. Sie zeigt sich auch in der offenen und direkten Art, mit der im Job Ideen und Feedback ausgetauscht werden. Eine völlig positive und ungekünstelte Stimmung ist das. Und die finde ich toll. Vor allem in dieser offenen Art unterscheidet sich das Arbeitsklima sehr von jenem, das ich von zu Hause kenne. Außerdem liebe ich – aus einem dicht bevölkerten Inselstaat kommend – die Weite Kaliforniens. Die Palmen, die in den klaren blauen Himmel ragen und sich vom weiten Meereshorizont abgrenzen. Die Nationalparks und die Weinberge. Und bei all der schönen Natur hat Kalifornien auch noch städtische Reize und Shoppingparadiese zu bieten. Das kommt mir als Singapurerin natürlich sehr entgegen – ich muss shoppen.

Hightech zwischen Bergen und Seen …

… erlebt Bob Ng derzeit. 2015 kam er mit seiner Familie von Tokio aus an unseren Standort Villach in Österreich. Drei Jahre wird er hier arbeiten, das Marketing für unser Produkt OptiMOSTM verantworten. Bob Ng wuchs in Singapur auf und arbeitete hier seit 2004 für Infineon. 2007 wechselte er nach Tokio, in die Marketingabteilung von Infineon. Er kennt das Leben in Metropolen und taucht nun in Villach in eine ganz andere Welt ein.

„In Villach genieße ich die wunderbare Natur und die kleinen Dinge des Lebens. Wir unternehmen hier Ausflüge zu den schönen Seen, springen hinein und schwimmen unsere Bahnen. Im Winter schnallen wir uns die Ski an und fahren die Pisten hinab. Das kannte ich in den großen Städten Tokio und Singapur nicht. Das Tolle hier ist, dass wir all die Berge und Seen vor der Haustüre haben. Dieses Erlebnis wird meine Familie und mich unser Leben lang begleiten. Auch im Job ist vieles anders. Der Umgang mit der Zeit zum Beispiel. In Tokio beginnen Meetings immer äußerst pünktlich und die Teilnehmer halten sich strikt an die Tagesordnung. In Villach sieht man das etwas entspannter. Es läuft alles sehr menschlich hier. Die Kolleginnen und Kollegen pflegen Traditionen wie Karneval, Ostern und Weihnachten und sie denken auch in der Arbeit an Festtage und Geburtstage. Fast jede Woche bringt jemand einen Kuchen mit. Selbst am für Mathe-Fans und Techniker wichtigen „Pi-Day“ gab es einen Kuchen. Ich finde das wunderschön. Gleichzeitig ist Infineon der größte Arbeitgeber in Villach und hat eine große Bedeutung und hohes Ansehen als solcher. Das macht einen durchaus ein bisschen stolz.“ 

 

Einen direkten Austausch …

… absolvierten im vergangenen Geschäftsjahr Dajana Jurkic aus Deutschland und István Csapó aus Ungarn. Es war der erste sogenannte standortübergreifende Arbeitsplatztausch bei Infineon. Nicht nur den Arbeitsplatz übernahmen die Mitarbeiterin und der Mitarbeiter dabei für ein Jahr voneinander, sondern auch die jeweilige Aufgabe. Dajana Jurkic zog vom deutschen Warstein ins ungarische Cegléd und kümmerte sich hier anstelle ihres Kollegen István Csapó um die Planung einer neuen 62-mm-Produktionsanlage. István Csapó übernahm dafür in Warstein Dajana Jurkics Verantwortung für die PrimePack3-Produktfamilie.

„Ich bin sehr offen und wollte in meiner Arbeit etwas Neues erleben, mich weiterentwickeln. Das Jahr in Ungarn hat meine Erwartungen dabei noch übertroffen. Die Atmosphäre im Team war sehr herzlich, sodass ich mich sehr gut eingelebt habe. Ich hätte mir keine netteren und hilfsbereiteren Kolleginnen und Kollegen wünschen können. Es traten auch fachlich keine erwähnenswerten Probleme auf – nichts, was nicht gelöst werden konnte. Im Großen und Ganzen sind die Produktionsabläufe in Warstein und Cegléd ähnlich. Trotzdem gab es natürlich viele Details, auf die ich mich einstellen musste, die mich aber definitiv weitergebracht haben. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass ich auf Excel-Tabellen zur Chargenverfolgung verzichten kann, weil ich in Ungarn gelernt habe, wie SAP solche Daten einfach bereitstellt. Insgesamt kann ich so einen Arbeitsplatztausch nur empfehlen. Es ist eine Chance, sich selbst zu fordern, die Komfortzone mal zu verlassen und zu sehen, wie die Welt an anderen Orten funktioniert.“

„Mein Ziel war es, die deutschen Kolleginnen und Kollegen von Infineon und die Struktur des Konzerns besser zu verstehen. Daneben wollte ich meine Deutschkenntnisse anwenden und verbessern. Ich hatte ein bisschen Angst vor dem Umzug, aber alles ist gut verlaufen. Hinter uns liegt ein sehr schönes Jahr. Unsere Familie ist dabei stärker zusammengewachsen. Und ich habe natürlich beruflich dazugelernt. Die Produktgruppe, deren Planung ich in Warstein verantwortete, war mir zunächst fremd. Das war eine große Herausforderung. Aber die Kolleginnen und Kollegen haben mir sehr geholfen und ich konnte die Hürden schnell meistern. Auch wenn die Abläufe und Aufgaben in der Produktion in Cegléd und Warstein im Wesentlichen gleich sind: Ich habe mich in Deutschland eben doch mit einer ganz eigenen Anlage und ihren besonderen Problemen und Lösungsansätzen vertraut gemacht. Und ich konnte mir insgesamt einen besseren Überblick über die Abläufe und Hierarchien im Unternehmen verschaffen. Das ist ungeheuer wertvoll.“