Qualitätsmanagement

„Ich arbeite am Raddrehzahlsensor. Dieser sammelt im Auto Informationen über die Drehbewegung der Räder und stellt sie dann einer Vielzahl von Applikationen zur Verfügung." Ines Schneidereit, Quality Management
"Das Tolle an meinem Job: ich begleite den Sensor von der Idee über die Entwicklung bis zur Fertigung des Produkts.“
"Qualität ist eine Schlüsseldisziplin bei Infineon: das macht meine Arbeit so relevant. Ich sehe meine Verantwortung ähnlich der eines Arztes: ich analysiere mangelhafte Produkte, finde das Problem und verhindere so weitere Fehler." Lim Wei Chuan, Failure Analysis

Überblick: Aufgaben & Anforderungen

Sie überzeugen unsere Kunden durch eine exzellente Produktqualität und eine professionelle Zusammenarbeit in allen Qualitätsthemen. Durch Sicherstellung einer überragenden Produktqualität schaffen wir mit Ihnen zusammen für unsere Kunden einen Wettbewerbsvorteil.

  • Sie begleiten die Qualität für das Ihnen zugeteilte Produkt über die gesamte Lebensdauer hinweg – von der Entwicklung über die Qualifikation und Serienproduktion bis hin zur Feldanwendung beim Kunden.
  • Sie bilden die globale Kundenschnittstelle in allen Qualitätsthemen von Halbleitermodulen und kompletten Systemlösungen.
  • Sie übernehmen die physikalische Fehleranalyse und die Ausarbeitung möglicher Ausfallszenarien.
  • Sie sorgen für die Absicherung der technischen Produkteigenschaften durch beschleunigte Lebensdauerversuche.
  • Sie agieren proaktiv innerhalb der Organisation, um die Qualität der Produkte weiter zu verbessern.
  • Aufgrund Ihrer kommunikativen Fähigkeiten sowie Ihres Durchsetzungsvermögens entwickeln Sie sich sowohl intern als auch für den Kunden zu einem geschätzten und kompetenten Ansprechpartner.

Das bringen Sie mit:

  • Abgeschlossenes naturwissenschaftliches Hochschulstudium
  • Hohes Qualitätsbewusstsein
  • Durchsetzungsvermögen
  • Sehr gute Englischkenntnisse

Ines Schneidereit, Qualitätsmanagement in München

Ich arbeite im Bereiche Automotive für unsere Raddrehzahlsensoren. Diese Sensoren sammeln im Auto Informationen über die Drehbewegung der Räder und stellen sie dann einer Vielzahl von Applikationen zur Verfügung. 

Als Quality Managerin stelle ich die vom Kunden bzw. der Applikation benötigte Zuverlässigkeit über die Produktlebensdauer sicher. Dabei begleite ich den Sensor  von der Idee über die Entwicklung bis zur Fertigung des Produkts. Ich definiere und bewerte die benötigten Qualifikationsuntersuchungen von neuen Produkten oder Produktvarianten und unterstütze bei der Ursachenanalyse, wenn wir Ausfälle von unseren Kunden aus dem Feld zurückbekommen. Dabei arbeite ich mit Normen zu Zuverlässigkeitstests, statistischer Datenanalyse, Bildern der physikalischen Analyse.  Dazu kommen viele Abstimmungsrunden mit meinen Projektkollegen bezüglich Ergebnisbewertung.

Das Endprodukt meiner Arbeit ist einerseits ein qualifiziertes und für die Fertigung freigegebenes Produkt und andererseits die Nachweisdokumentation für uns und unseren Kunden; diese Dokumentation beinhaltet z.B. Produkteckdaten, technische Prozessbeschreibungen und Qualifikationsergebnisse.

Mein typischer Tagesablauf? Den gibt es nicht wirklich aber typischerweise prüfe ich als erstes  die neuen E-Mails, dann habe ich 2-4 Besprechungen oder Telefonkonferenzen am Tag zu Themen wie z.B. 8D Problemlösung zu einem Ausfall, Projekten, Risikobewertungen oder Berichterstattung an Kunden. Dazwischen bereite ich diese Besprechungen vor, erarbeite und erstelle Dokumente z.B. Qualifikationskonzepte, Qualifikationsberichte oder Sichtung und Bewertung der aktuellen Qualifikationsergebnisse – je nachdem in welcher Phase sich meine Projekte gerade befinden; zwischendrin kläre ich kurzfristige Anfragen oder diskutiere neue Ideen und Konzepte im Qualitäts-Team. In der Mittagspause gehe ich mit  Kollegen zum Essen in die Kantine und bei schönem Wetter runden wir die Pause mit einem Spaziergang rund um das Campeon ab.

Die Herausforderung meiner Arbeit liegt in der Komplexität der Themen. Ich arbeite in Projekten, an technischen Themen, an methodischen Themen, mit Schaltungsentwicklern, Technologieentwicklern, Zuverlässigkeitsexperten, mit Kollegen der Produktion, Logistik, Sales , Marketing, Application Engineering…, dazu brauche ich ein breites Wissen und Verständnis für die unterschiedlichen Themen der Kollegen. Wenn es in einem Gebiet ein Qualitätsthema gibt, dann muss ich in der Lage sein, in die (technische) Tiefe zu gehen und das Risiko mit zu bewerten. Ich muss wissen, welche Methoden uns weiterhelfen können, um die richtigen Maßnahmen zu definieren, um zum benötigten Ergebnis zu kommen. 

Als Physikerin bringe ich dazu technisches Wissen mit, das ich durch meine langjährige Infineon Erfahrung in der Tiefe und methodisch noch ergänzt habe.

Ich kann andauernd über den Tellerrand meiner eigenen Aufgaben schauen und bekomme von sehr vielen Themen etwas mit. Kein Tag läuft wie der andere, da immer wieder unerwartete und neue Themen aufpoppen. Ich liebe diese Vielfalt!

Was sind die low-lights? Die Rolle des Qualitätsmanagers mit Produktverantwortung beinhaltet auch kritische Entscheidungen sowie die Kontrolle der Einhaltung von Prozessen mit durchaus auch unangenehmen Seiten: Bei Entscheidungen im Sinne der Qualität kommt es typischerweise zu Konflikten mit meinen Kollegen in Themen wie z.B. Lieferterminen, Kosten, Einhaltung der Zeitleisten. Prozesseinhaltung kann auch bedeuten, dass ich meinen Kollegen stoppen muss, das macht dann nicht so viel Spaß.

Als Kind war ich Indiana Jones Fan und habe davon geträumt, Archäologin zu werden  – dann haben mir die Naturwissenschaften aber so viel Spaß gemacht, dass ich Physik studiert habe. Ich bin nicht so der akademische Typ sondern wollte an konkreteren Themen arbeiten, daher habe ich mich für Infineon entschieden. 

Ich habe an unserem früheren Fertigungsstandort in München Perlach als Produkttechnikerin angefangen. Zunächst in war mein Hauptthema die Ausbeuteoptimierung und ich war das Interface zwischen der Fertigung und den Geschäftsgebieten. Über das Thema Defektdichteengineering und Mitarbeit in Kundenaudits bin ich dann in intensiven Kontakt mit der Qualität gekommen. Nach 8 Jahren im Bereich Fertigung bin ich in eine Zentralfunktion gewechselt und  habe als Quality Managerin in QM relevanten Produktionsthemen sowie Abweichungsmanagement für unsere Wafer- und Gehäusefertigungen gearbeitet. Inzwischen arbeite ich im Geschäftsgebiet ATV Sense & Control, und qualifiziere Produkte.