Werkstoffingenieur

Unsere Material- bzw. Werkstoffingenieure sind Fachleute für die in unserer Produktion eingesetzten Materialien. Sie wissen über Werkstoffe sowohl in völlig unbehandelter Form als auch in komplexen Materialkombinationen Bescheid.

"The biggest challenge as a Material Engineer? Finding the most suitable material with an acceptable price, while never compromising on quality!" Feng Lina, Wuxi
  • Gründliches Verständnis der Werkstoffeigenschaften und -wechselwirkungen, einschließlich chemischer, physikalischer und mechanischer Beschaffenheit
  • Richtlinien zur Auswahl, Bewertung und Charakterisierung von Werkstoffen sowie zu Wechselwirkungen zwischen Materialien und Oberfläche entwickeln und anwenden
  • Materialentwicklung intern und in Zusammenarbeit mit Werkstoffzulieferern voranbringen
  • Werkstoffstrategie entwickeln und umsetzen
  • Mit Eigenschaften und Wechselwirkungen von Halbleiterwerkstoffen kennen Sie sich aus
  • Die Methoden zur Charakterisierung und Analyse von Werkstoffen sind Ihnen geläufig
  • Sie wissen über die Wechselwirkungen zwischen den Materialen von Gehäusebauteilen Bescheid und berücksichtigen Zuverlässigkeitsvorgaben

Marianna Noman, Staff Engineer, Material Engineering, Warstein

  • Ich stelle sicher, dass wir in unserer Produktion die besten Materialien zu besten Preisen und bester Qualität verwenden.
  • Ich fühle mich absolut wohl auf der Technical Ladder. Die Anerkennung meines Expertenwissens motiviert mich und hilft mir, weitere Opportunitäten zu erkennen und umzusetzen.

Meine Tätigkeit als Material Ingenieurin auf der Technical Ladder (Expertenlaufbahn) gliedert sich in 3 Schwerpunkte:

  • Expertise: Als technische Expertin muss ich unsere Produkte, die eingesetzten Materialien und Anforderungen sehr gut kennen. Außerdem ist hohe Kreativität bei der Problemlösung und Versuchsplanung gefragt.
  • Management: Dabei geht es um risikobewusstes und kostenorientiertes Planen, Steuern und Kontrollieren von Projekten.
  • Ich kümmere mich z.B. um Second Sourcing für die bei uns verbauten Materialien: unsere Kunststoffe, Metalle oder keramische Substrate. Wir diskutieren unsere Anforderungen mit potentiellen Lieferanten, die von Kollegen aus der Einkaufsabteilung vorgeschlagen werden, erstellen Projektpläne, begleiten die Qualifizierung und erteilen am Ende die Freigabe für einen neuen Materiallieferanten.
  • „Leading as an expert“: Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung von Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen mit meiner Expertise und die Mitgestaltung von Roadmaps. Wenn in der Fertigung Fehler auftreten, suchen wir im Team z.B. mit den Kollegen aus dem Prozess Engineering und der Qualitätsabteilung nach Fehlerursache und Lösungen.

Beim Projektmanagement und bei Versuchsplanungen muss ich viele Schnittstellen berücksichtigen. Ich muss z.B. überlegen, wie man effizient Versuche gestaltet, wie groß die Probenmenge sein muss, damit man einerseits eine valide Aussage treffen kann, und andererseits die Kosten nicht zu hoch sind. Eine gezielte Schulung und die gute Begleitung meiner Führungskraft haben mich darauf gut vorbereitet.

  • Ich mag die viele Herausforderungen, denen ich sowohl im Projektmanagement als auch mit meiner technischen Expertise begegne. Wenn wir ein Projekt erfolgsreich abschließen können, dann ist das natürlich ein guter Tag!
  • Ich schätze auch sehr den direkten Kontakt zu externen Partnern, wie unseren Lieferanten in verschiedenen Kulturkreisen: USA oder Japan z.B. Auch dafür bin ich durch interkulturelles Training sehr gut vorbereitet worden.
  • Ein Lowlight fällt mir so spontan gar nicht ein – ich glaube, das ist ein gutes Zeichen.

Ich fühle mich absolut wohl auf der Technical Ladder – mein Expertenwissen wird geschätzt und weiter ausgebaut. Diese Anerkennung motiviert mich im Alltag und hilft mir, weitere Opportunitäten zu erkennen und sie (zusammen mit einem Team) umzusetzen.

Nach dem Studium der Werkstofftechnik an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg war ich zunächst am Fraunhofer Institut tätig. Dort habe ich mich in das Themengebiet „Materialien für die Leistungselektronik“ eingearbeitet. Nach meinen Erfahrungen am Fraunhofer Institut habe ich zu meiner persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung den Einstieg in ein Industrieunternehmen gesucht. Bei der Suche nach dem potentiellen Arbeitgeber habe ich viel Wert auf die Familienfreundlichkeit, Innovationskultur und gute Arbeitsatmosphäre im Unternehmen gelegt. So bin ich dann 2011 zu Infineon gekommen.