Abfallmanagement

Trotz aller Anstrengungen zur effizienten Ressourcennutzung und minimierten Abfallerzeugung fällt bei Infineon nicht vermeidbarer Abfall an. Daher ist es unser Ziel, die ordnungsgemäße und effiziente Entsorgung des Restabfalls sicherzustellen.

Es gibt heutzutage vor der endgültigen Entsorgung mehrere technisch und wirtschaftlich realisierbare Methoden der Abfallbehandlung. In dieser Hinsicht bevorzugt Infineon Methoden zur Wiedergewinnung vor der direkten Entsorgung in Deponien. Unter den verschiedenen Wiedergewinnungsmethoden ist das Recycling die ökologisch wirksamste, da hierdurch auch der CO2-Gesamtausstoß während der Entsorgungsphase reduziert wird.

Aus diesem Grund wird, wo immer möglich, der Abfall direkt dort getrennt, wo er anfällt.
Manche Materialien, wie beispielsweise das Lösungsmittel Cyclopentanon, werden, soweit ökonomisch und ökologisch machbar, intern oder extern zurückgewonnen und können daher wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden.

Wirtschaftlichkeitsrechnung:

An unserem Standort in Villach (Österreich) ersetzen sogenannte Pendelverpackungen die bisher verwendeten Kartonverpackungen für den Transport von gesägten Wafern vor allem für Lieferungen des Standorts nach Warstein (Deutschland) und Cegléd (Ungarn). Pendelverpackungen sind mehrfach verwendbare Transportboxen aus Kunststoff. Damit lassen sich derzeit pro Jahr bis zu 55.000 Kartons und bis zu 110.000 Stück Schaumstoffe einsparen. Durch den Gebrauch von Pendelverpackungen kommt es nicht nur zur Abfallreduktion, sondern es können auch deutlich mehr Boxen als vorher transportiert werden. Die Pendelverpackung wurde standortübergreifend von Infineon-Mitarbeitern zusammen mit Zulieferern entwickelt.

Im März 2016 startete der Standort Regensburg (Deutschland) mit der versuchsweisen Abgabe von gebrauchten Pappkartons an einen externen Dienstleister zur Wiederverwendung. Weiterhin wurde die Edelmetallrückgewinnung (Palladium und Gold) aus dem Galvanikschlamm des Standorts Regensburg vom Zentrum Ideenmanagement im Deutschen Institut für Ideen- und Innovationsmanagement in Frankfurt als „Beste Idee zur Nachhaltigkeit 2016“ mit einem dritten Platz ausgezeichnet.

Der Standort Villach lässt durch Redestillation neben den Lösemitteln Propylenglycol-monomethyletheracetat (PGMEA), Cyclopentanon und N-Methyl-Pyrrolidon (NMP) auch Dimethylformamid (DMF) erfolgreich extern recyceln. Am effektivsten konnte NMP wiederaufbereitet werden – hier stieg die Recyclingrate von 70 Prozent auf 90 Prozent.