Drucksensor KP200 von Infineon verbessert Aufprallschutz für Fußgänger; wird von Continental für aktives Sicherheitssystem in der Stoßstange genutzt

20.06.2012 | Wirtschaftspresse

Neubiberg, 20. Juni 2012 – Der Drucksensor KP200 von Infineon Technologies spielt eine wichtige Rolle, um den Schutz von Fußgängern und Fahrzeuginsassen bei einem Zusammenstoß zu erhöhen. Der Drucksensor wird in einem neuen Sicherheitssystem verwendet, das das Unternehmen Continental in Zusammenarbeit mit einem namhaften Automobilhersteller entwickelt hat. Die erste Generation des Systems wird bereits in verschiedenen Premiumfahrzeugen eingesetzt. Die Wahl fiel auf Drucksensoren von Infineon, da sie Luftdruckpulse sehr zuverlässig, schnell und unabhängig vom Umgebungsluftdruck messen können. Dies stellen sie bereits seit vielen Jahren in einer anderen sicherheitsrelevanten Automobilanwendung als Seitenairbag-Sensor unter Beweis.

KP200: Zentraler Baustein für verbesserten Fußgängerschutz

Infineon bietet mit dem Drucksensor KP200 einen zentralen Baustein für automobile Sicherheitssysteme. Für die von Continental zusammen mit dem Fahrzeughersteller entwickelte Fußgängerschutz-Anwendung wird in der Frontstoßstange des Fahrzeugs ein Luftschlauch eingebaut. An dessen beiden Enden befindet sich aus Gründen der Redundanz jeweils ein KP200-Drucksensor. Bei einem Aufprall misst er die Druckänderung im Luftschlauch, wertet diese Daten in Echtzeit aus und übermittelt die Druckwerte alle 500 Mikrosekunden an ein zentrales Steuergerät. Für die Messung und Datenaufbereitung braucht der Sensor durchschnittlich weniger als 40 Mikrosekunden. Das Steuergerät aktiviert dann den Mechanismus zur Anhebung der Motorhaube, was den Aufprall des Fußgängers abdämpft. Bei der Datenaufbereitung gleicht der KP200-Drucksensor eigenständig Veränderungen des Umgebungsluftdrucks aus. Dies ist notwendig, um unabhängig von der Wetterlage oder jeweiligen Höhe über dem Meeresspiegel einen Aufprall zuverlässig zu detektieren.

KP200: Erfolgreich auch in Seitenairbags

Heute wird der KP200 bereits in Seitenairbags von Fahrzeugen eingesetzt. Er ermöglicht das schnelle und zuverlässige Zünden der Seitenairbags, womit sich das Verletzungsrisiko der Fahrzeuginsassen beträchtlich senkt. Der Drucksensor ist monolithisch integriert; d.h. die Sensoreinheit zur Messung des Luftdrucks sowie der Auswerte-ASIC befinden sich auf dem gleichen Silizium. Der Sensor misst unabhängig vom herrschenden Umgebungsluftdruck Druckpulse in der Seitentür des Fahrzeugs. Er verarbeitet die Sensordaten in Echtzeit und gibt die Daten an das zentrale Steuergerät weiter, welches daraufhin die Auslösung der Seitenairbags steuert.

Infineon ist führender Hersteller von Halbleitersensoren

Infineon gehört zu den führenden Herstellern von Halbleitersensoren und hat vor kurzem seinen zwei Milliardsten Sensor verkauft. Nach eigener Einschätzung ist Infineon Weltmarktführer bei Seitenairbag-Systemen mit vollständig integrierten Drucksensoren mit einem Marktanteil von rund 65 Prozent, bei Reifendruck-Überwachungssystemen (TPMS) mit einem Marktanteil von etwa 50 Prozent und bei ABS mit Sensoren für die Raddrehzahlmessung mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent.

Infineon bietet eine breite Produktfamilie von Drucksensoren, die kundenspezifische Lösungen umfasst und auch die neusten Seitenairbag-Standards PSI5 und AK-LV 29 berücksichtigt. Das Unternehmen ist weltweit einer der wenigen Halbleiterhersteller, der die drei wesentlichen Sensorgruppen (Messung von Druck, Beschleunigung und Magnetfeldern) für Sicherheitsanwendungen im Fahrzeug, den Antriebsstrang sowie die Karosserie- und Komfortelektronik anbietet.

Technische Details zum Drucksensor KP200


Der KP200 wird im SMD-Gehäuse PG-DSOF-8 mit Abmessungen von nur 7 mm auf 7 mm angeboten. Der Sensorchip ist für den standardisierten Druckbereich von 50,9 kPa bis 126,5 kPa (509 mbar bis 1265 mbar bzw. 7,4 psi bis 18,3 psi) und eine Betriebstemperatur zwischen -40 °C und 85 °C ausgelegt. Seine Betriebsspannung liegt zwischen 4,5 V und 11 V. Der Eigenstromverbrauch liegt bei durchschnittlich 8 mA und seine Empfindlichkeit beträgt 20,48 LSB pro Prozent Druckänderung. Die Kommunikation zum zentralen Steuergerät erfolgt mittels PSI5-Protokoll und benötigt damit nur zwei physikalische Leitungen, wobei die Daten auf die Versorgungsleitung aufmoduliert werden. Damit ist der KP200 kompatibel mit dem Automobilstandard AK-LV 29.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu den Drucksensoren und dem KP200 finden Sie unter www.infineon.com/pressure. Informationen zu anderen Sensoren von Infineon und seinen Chiplösungen für die Automobilelektronik erhalten Sie unter www.infineon.com/sensors und www.infineon.com/automotive

Über Infineon

Die Infineon Technologies AG bietet Halbleiter- und Systemlösungen an, die drei zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft adressieren: Energieeffizienz, Mobilität sowie Sicherheit. Mit weltweit rund 26.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2011 (Ende September) einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol „IFNNY“ notiert. Weitere Informationen unter www.infineon.com

Informationsnummer

INFATV201206.048

Pressefotos

  • Der Drucksensor KP200 verbessert den Aufprallschutz für Fußgänger und wird von Continental für ein aktives Sicherheitssystem in der Stoßstange genutzt.
    Der Drucksensor KP200 verbessert den Aufprallschutz für Fußgänger und wird von Continental für ein aktives Sicherheitssystem in der Stoßstange genutzt.
    KP200

    JPG | 584 kb | 1799 x 1350 px