Innovatives Chip-Design und hoch entwickelte Mikrocontroller-Architektur stärken Position von Infineon im weltweiten Embedded-Control-Markt

18.02.2004 | Fachpresse

München, Nürnberg – 18. Februar 2004 – Infineon Technologies AG stellte heute auf der Messe „Embedded World“ in Nürnberg verschiedene Technologie- und Produktentwicklungen vor, mit denen das Unternehmen seine führende Position bei Mikrocontrollern für Automobil- und Industrieanwendungen sowie in der Unterhaltungselektronik unterstreicht. Zusammen mit seinem Linux-fähigen 32-Bit-Mikrocontroller (siehe separate Presseinformation) kündigte Infineon an:


  • Zwei neue 16-Bit-Mikrocontroller für kostengünstige Systeme im Bereich Fertigungsautomatisierung und Consumer-Produkte. Außerdem wies Infineon darauf hin, dass zertifizierte Benchmark-Ergebnisse für den XC167CI vorliegen, den weltweit ersten 16-Bit-Mikrocontroller, der in der EEMBC-8-/16-Bit-Mikrocontroller-Testumgebung evaluiert wurde.
  • Verleihung des “Microprocessor Report Analyst’s Choice Award” für die TriCore™ 2 Unified Processor-Core-Architektur als „Best Low-Power Embedded Processor of 2003."
  • Verfügbarkeit eines TriCore-Prozessor-Testchips für Design in der Unterhaltungselektronik vom japanischen Design-Services-Anbieter Road Technology Company.

Neue 16-Bit-Mikrocontroller

Die Neuzugänge der Infineon C166-Familie von 16-Bit-Mikrocontrollern sind der C161S und der XC164CM. Beide basieren auf der C166-Architektur von Infineon, der weltweit erfolgreichsten und am weitesten verbreiteten Mikrocontroller-Architektur. Alle Mikrocontroller dieser Serie sind uneingeschränkt codekompatibel und werden mit zahlreichen Entwicklungstools wie C-Compilern, Makro-Assembler-Paketen, Emulatoren, Evaluierungs-Boards, HLL-Debuggern, Simulatoren, Logikanalysatoren, Disassemblern und Programmier-Boards umfassend unterstützt.

Der C161S ist ein kostenoptimierter Mikrocontroller, mit dem sich der Kosten- und Zeitaufwand für die Entwicklung von Industriesteuerungen und Netzwerksystemen, von speicherprogrammierbaren Steuerungen, Linecards und Basisstationen für die Telekommunikation, Telefonen und privaten Nebenstellenanlagen (PBX) deutlich senken lässt. Mit einer Befehlszykluszeit von 80 Nanosekunden (ns), einer Taktrate von 25 MHz und einem Interrupt-System mit 16 Prioritätsstufen erfüllt der C161S die hohen Anforderungen an die Echtzeitleistung von modernen Kommunikations- und Industriesteuerungssystemen. Der Chip adressiert bis zu 16 Megabyte Speicher für Programmcode und Daten und verfügt über 2 Kilobyte internen RAM-Speicher. Systementwickler können so die für eine bestimmte Anwendung optimale Speicherkapazität vorgeben. Muster des C161S in einem 80-Pin-MQFP-Gehäuse sind verfügbar. Der Stückpreis liegt bei Abnahme von 10.000 Stück bei etwa Euro 2,40.

Der XC164CM basiert auf einer erweiterten Version der C166-Architektur. Durch Pipeline-Erweiterungen und neue Architekturmerkmale ist er bei gleicher Taktgeschwindigkeit doppelt so leistungsfähig wie frühere Generationen. Dieser Chip bietet einen Embedded-Flash-Speicher, eine MAC-Einheit (Multiply and Accumulate), die die Rechenleistung beträchtlich erhöht, erweiterte Interrupt-Fähigkeit, Analog-Digital-Wandler sowie ein innovatives On-Chip-Debug-System, das die Entwicklung von Systemen weiter beschleunigt. Durch den kleineren Formfaktor des Gehäuses wird auf der Platine bis zu 20 Prozent weniger Platz belegt. Muster des XC164CM in einem 64-Pin-TQFP-Gehäuse sind in kleineren Stückzahlen verfügbar. Der Stückpreis wird bei Abnahme von 10.000 Stück bei etwa 6,30 Euro liegen. Die Serienproduktion soll ab dem zweiten Quartal 2005 beginnen.

Vor dem Hintergrund seines Systemansatzes bei Mikrocontrollerlösungen arbeitet Infineon eng mit dem EEMBC-Konsortium zusammen, um ausbalancierte und genaue Testabläufe für alle seine Mikrocontroller festzulegen. Im Januar 2004 hat die EEMBC die ersten zertifizierten Ergebnisse zur Systemleistung des XC167CI veröffentlicht. Die Ergebnisse dieses 8-/16-Bit-Benchmarks können im Vergleich zu bestehenden Industrienormen unter www.eembc.org abgerufen werden.

Innovativer TriCore 2 mit dem ‘Analyst’s Choice Award’ ausgezeichnet

Der Infineon TriCore Unified Processor wird als Mikrocontroller-Core-Architektur für die anspruchsvollen Segmente Automobil- und Industriesteuerungen eingesetzt. Am 5. Februar 2004 wählten die Technologieanalysten von In-Stat/MDR (Microdesign Resources) die TriCore 2-Architektur zum „Best Low-Power Embedded Processor." Begründet wurde die Entscheidung für TriCore 2 mit dem „innovativen Ansatz, mit dem Infineon durch erweitertes Multithreading die Vorhersagbarkeit in der Echtzeit-Verarbeitung unterstützt" bei gleichzeitiger Wahrung des energiesparenden Designs. TriCore 2 ist eine Erweiterung der IP- (Intellectual Property) Roadmap. Für Embedded-Control-Applikationen entwickelt Infineon Multithreading-Konzepte, die bekanntermaßen eine deutliche Steigerung der Leistung von Mikroprozessoren für Rechnersysteme bedeuten. Für diese Innovation hat Infineon verschiedene Patente beantragt. Weitere Informationen sind unter www.infineon.com/tricore verfügbar.

TriCore-Chip von externer Designfirma implementiert

Entwickler elektronischer Systeme, die neue Chips auf Basis der TriCore-Architektur einführen wollen, können sich jetzt an einen neuen, unabhängigen Dienstleister wenden, der sie bei der Entwicklung und Validierung neuer Chipentwürfe unterstützt. Die Road Technology Co. (http://www.roadmap.co.jp), ein in Tokio ansässiger Anbieter, stellte vor kurzem den ersten TriCore-basierten Testchip fertig, der von der Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) hergestellt wurde. Road entwickelte dieses Design unter Nutzung der Synopsis DesignWare™ TC1MP-S, einer in Lizenz erhältlichen und synthetisierbaren Version der TriCore 1.3 Unified Processor-Architektur.

Auf der Embedded World 2004 (17.-19. Februar 2004) in Nürnberg präsentiert Infineon die Vielseitigkeit seiner Mikrocontroller in Halle 12 auf Stand C570.

Weitere Informationen zum Mikrocontroller-Produktportfolio von Infineon erhalten Sie unter www.infineon.com/microcontrollers

Über Infineon

Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für die Automobil- und Industrieelektronik, für Anwendungen in der drahtgebundenen Kommunikation, sichere mobile Lösungen sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 32.300 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2003 (Ende September) einen Umsatz von 6,15 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert. Weitere Informationen unter www.infineon.com.

Informationsnummer

INFAI200402.037