Infineon stellt Next Generation Wireless Platform Architecture vor

19.02.2002 | Fachpresse

Cannes, 19. Februar 2002 – Infineon Technologies hat seine Next Generation Wireless Platform Architecture vorgestellt, die eine zunehmende Verbreitung von drahtlosen Produkten für die Multimediakommunikation fördern wird. Die integrierte Architektur stellt die Basis für 2G-, 2.5G- und 3G-Endgeräte sowie skalierbare Unterstützung für mobile Applikationen zur Verfügung. Darüber hinaus enthält die neue Architektur eine offene Applikationsschnittstelle (API), wodurch die flexible Entwicklung maßgeschneiderter Terminallösungen möglich ist.

Die Next Generation Wireless Platform Architecture ist eine integrierte Plattform auf Systemebene, die Hardware- und Software sowie den Zugang zu Applikationstechnologien bereitstellt. Die Plattform ist offen hinsichtlich der Softwareschnittstellen und APIs. Darüber hinaus ist sie skalierbar und modular aufgebaut, wodurch eine schnelle und „Right First Time“-Bereitstellung von Produkten für spezifische Marktsegmente und Kundenanforderungen realisierbar ist.

Die Next Generation Wireless Platform Architecture von Infineon enthält einen Wireless Computing Engine mit skalierbarer Basisband-Unterstützung für GSM/GPRS/EGPRS/UMTS und skalierbarer Application-Processor-Performance auf Basis einer ARM™ 926-CPU. Zu den weiteren Hardwarekomponenten der Architektur gehören eine Air Interface Unit und Elemente für die gemischte Signalübertragung. Die modulare und skalierbare Software-Architektur umfasst Protokoll-Stacks, Systemdienste, Betriebssysteme und eine offene Schnittstelle für Applikationssoftware. Eine Entwicklungsplattform für Kunden-Systemsoftware wird im vierten Quartal 2002 verfügbar sein.

„Die Next Generation Wireless Platform von Infineon lässt sich flexibel für die zunehmend diversifizierten Marktsegmente einsetzen”, erklärte Ulrich Hamann, Leiter des Infineon-Bereiches Mobile Kommunikation. „Sowohl die Skalierbarkeit als auch die Robustheit der Architektur sind wesentliche Vorraussetzungen für individuelle Kommunikationsprodukte und ermöglichen kürzere Time-to-Market-Zyklen.“

Die Einführung von GPRS und 3G im Mobilfunkmarkt markiert den Beginn einer neuen Ära für die Mobilfunkbranche. GPRS, und mehr noch 3G, werden voraussichtlich die Entwicklung zahlreicher verschiedener Endgeräte auslösen – von relativ einfachen Geräten bis zu Highend-Multimedia-Systemen. Dadurch wird es zu einer zunehmenden Segmentierung und Diversifizierung der Enduser-Märkte kommen.

Durch diese erwartete Segmentierung der Märkte entsteht sowohl bei den traditionellen als auch den neuen Marktteilnehmern ein großer Bedarf für eine vereinheitlichte und flexible Plattform, die als robuste Basis für die Applikations- und Geräteentwicklung dient. Die entwickelten Applikationen sollen dabei nicht nur aufwärts- und abwärtskompatibel sein, sondern auch weitgehend unabhängig von der zugrunde liegenden Modemtechnologie oder der spezifischen Geräteimplementierung. Dieser Aspekt ist von wesentlicher Bedeutung, um in großem Umfang die Entwicklung der unterschiedlichsten Endgeräte und Applikationen zu fördern.

Das Konzept basiert auf den Erfahrungen des aktuellen Infineon-UMTS-Programms. In Cannes präsentierte Infineon den Vorläufer des Wireless Computing Engine in einer Live-Demonstration. Die HF-Lösungen für UMTS von Infineon kommen in den FOMA-Endgeräten in Japan zum Einsatz. Muster der hochintegrierten UMTS-Transceiver-Komponenten wurden bereits ausgeliefert.

Über Infineon


Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Anwendungen in der drahtgebundenen und mobilen Kommunikation, für Sicherheitssysteme und Chipkarten, für die Automobil- und Industrieelektronik, sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 33.800 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2001 (Ende September) einen Umsatz von 5,67 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert. Weitere Informationen unter www.infineon.com.

Informationsnummer

INFWS200202.043e