Hong Kong setzt für neuen Chipkarten-Ausweis auf Infineon-Chip

10.06.2002 | Fachpresse

München – 10. Juni 2002 – Infineon Technologies, Weltmarktführer für Chips bei Kartenanwendungen, wird Mikrocontroller-Chips für den neuen Chipkarten-Ausweis liefern, der ab Juli 2003 in Hong Kong ausgegeben wird. Die Chipkarte mit der Bezeichnung „Smart Identity Card System“ (SMARTICS) ersetzt die bis-her verwendeten, plastiklaminierten Personalausweise mit Foto. Pflicht ist der Personalausweis in Hong Kong für die rund 6,8 Millionen Einwohner, die älter als elf Jahre sind.

Der neue elektronische Personalausweis SMARTICS wird auch als Führerschein und Bibliotheksausweis genutzt werden können. Auf der Multi-Applikationskarte sind unter anderem der Name und das Portraitfoto des berechtigten Nutzers aufgedruckt. Der Mikrocontroller-Chip der Karte integriert modernste Sicherheitsfunktionen, die die verschlüsselt gespeicherten Daten schützen. Diese umfassen neben der Ausweisnummer auch den Namen und das Geburtsdatum des berechtigten Kartenhalters sowie die charakteristischen Merkmale seiner Daumenabdrücke. Der SMARTICS-Ausweis lässt sich damit eindeutig seinem berechtigten Nutzer zuweisen. Dabei ist nicht der vollständige Daumenabdruck gespeichert, sondern die Lage seiner besonderen Merkmale, wie der Linienenden und -verzweigungen, zueinander. Die ursprünglichen Fingerabdrücke lassen sich aus diesen Daten nicht wieder rekonstruieren.

Ähnlich dem Prozessor eines Computers läuft der Sicherheits-Chip mit Anwendungssoftware und einem Betriebssystem, das auf der SMARTICS-Karte von dem australischen Unternehmen Keycorp Ltd. zur Verfügung gestellt wird.

In der ersten Phase des Projektes sollen 1,2 Millionen Chipkarten-Ausweise ausgegeben werden.

„Der auf Hong Kongs neuem Ausweis eingesetzte Chipkartencontroller unserer 66Plus-Familie ist eine bewährte Multi-Applikationsplattform. Die Kombination von Infineons Chip und dem sicheren Betriebssystem von Keycorp stellt nach heutigem Stand der Technik bestmögliche Schutzmechanismen zur Verfügung, um die Anwendungen der Ausweiskarte gegen Manipulation zu sichern“, sagte Dr. Hermann Eul, Leiter des Geschäftsbereiches Sicherheits- & Chipkarten-ICs bei Infineon Technologies.

Der auf der SMARTICS-Karte verwendete Chipkartencontroller von Infineon erfüllt strengste, nach international gültigen Standards durchgeführte Sicherheitsprüfungen für Bausteine in Chipkartenanwendungen – bescheinigt durch ein ITSEC- (Information Security Evaluation Criteria) Zertifikat der Evaluationsstufe E4 mit der Mechanismenstärke „hoch“. Keycorps Implementierung des Betriebssystems Multos erfüllt die für Software gültigen Sicherheitsprüfungen nach ITSEC E6.

Ein Konsortium aus verschiedenen Unternehmen übernimmt die Ausgabe der Chipkarten in der ersten Projektphase. Konsortialführer ist die PCCW Business e-Solutions Ltd., eine Tochtergesellschaft der Pacific Century CyberWorks. Weitere Mitglieder des Konsortiums sind die us-amerikanische ACI Worldwide & Cogent System, die SecureNet Asia aus Hong Kong, Mondex International aus Großbritannien, die Schweizer Trub AG, und das Unternehmen Keycorp.

Informationen zu Infineons Sicherheits- und Chipkarten-ICs erhalten Sie unter www.infineon.com/security_and_chipcard_ics

Über Infineon


Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Anwendungen in der drahtgebundenen und mobilen Kommunikation, für Sicherheitssysteme und Chipkarten, für die Automobil- und Industrieelektronik, sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 33.800 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2001 (Ende September) einen Umsatz von 5,67 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert.

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