AUDO TC1775 von Infineon Technologies - Neue Generation von 32-Bit-Mikrocontrollern für Automotive-Applikationen

01.02.2000 | Fachpresse

Nürnberg (Embedded Systems), 16. Februar 2000 – Infineon Technologies präsentiert als wesentliches Element seiner zukünftigen Automotive-Mikrocontroller-Strategie den 32-Bit- Mikrocontroller TC1775. Der Chip ist das erste Mitglied der innovativen AUDO-Mikrocontroller-Familie von Infineon, deren Architektur konsequent auf zukünftige „Automotive Embedded Control“-Systeme ausgerichtet wurde. Der Baustein ist in moderner 0,25-µm-Technologie hergestellt und bietet dabei für Automobilanwendungen essentielle 5 Volt-I/O-Fähigkeiten. Erste Muster wurden bereits an Kunden ausgeliefert, die Volumenproduktion ist für Sommer 2001 vorgesehen.

Kernelemente des für Powertrain-Anwendungen konzipierten TC1775 sind die 32-Bit- TriCore-CPU, ein 32-Bit-„Peripheral Control Processor“ (PCP) sowie besonders leistungsfähige und flexible Peripherie-Einheiten.


Die Verkürzung der Time-to-market ist für Zulieferer elektronischer Steuergeräte in der Automobilindustrie ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Eine hierarchische Architektur der System-Software ist hierfür Grundvoraussetzung. Die Architektur des TC1775 folgt konsequent dieser Anforderung und erlaubt daher eine effiziente Software-Gliederung in drei Ebenen: Die Applikationsebene, auf der Steuerungsalgorithmen laufen, eine Transfer-Ebene für „Low-level Software“-Treiber und Kommunikationsmodule sowie die physikalische Ebene für digitale und analoge Signalerfassung und Ausgangssignal-Generierung.


32-Bit-TriCore-Hauptprozessor



Die superskalare 32-Bit-RISC-TriCore-CPU wurde für echtzeitkritische „Embedded Control“-Anwendungen entwickelt. Zu ihren besonderen Stärken zählen das Interrupt-System sowie die für Steuerungsaufgaben ausgelegten Befehle. Durch ihre integrierten DSP-Fähigkeiten ist sie bereits heute auf zukünftige Signalverarbeitungsaufgaben vorbereitet. TriCore ermöglicht die Verwendung von 16-Bit- und 32-Bit-formatigen Befehlen. Hieraus resultiert eine hohe Verarbeitungsleistung bei gleichzeitig optimierter Code-Dichte ohne Einschränkungen bei der Programm-Ausführung oder Software-Entwicklung. Auf diese Weise können Einsparungen beim Programmspeicher von bis zu 30 Prozent erzielt werden. Für den Systementwickler bietet sich somit die Möglichkeit, entweder mit einer bestimmten Speicher-Konfiguration mehr System-Funktionalitäten zu implementieren oder sich für eine System-Konfiguration mit wenig Programmspeicher zu entscheiden.


Leistungsfähiger 32-Bit-„Peripheral Control Processor”



Der zweite 32-Bit-Prozessor (PCP) auf dem Baustein verfügt nicht nur über umfangreiche DMA-Fähigkeiten, sondern kann darüber hinaus effizient logische und arithmetische Operationen ausführen. Als Prozessor des Transfer-Layers koordiniert er die Operationen der On-chip-Peripherals.


Innovative und flexible On-chip-Peripherals



Das „General Purpose Timer Array” (GPTA) dient zur Auswertung und Steuerung von zeit- und ereignisgetriebenen Aktivitäten der Ein- und Ausgänge des TC1775. Die Architektur des GPTA wurde optimiert, um zum einen hohes Maß an Flexibilität und Konfigurierbarkeit zu bieten und zum anderen ein Maximum an funktionaler Autonomie zu ermöglichen. Dies minimiert den Umfang erforderlicher Unterstützung durch den PCP oder die TriCore-CPU.


Leistungsstarke integrierte Peripheriemodule, wie beispielsweise zwei synchronisierbare Analog-zu-Digital-Wandler und zwei CAN-Module (TwinCAN) mit automatischer Gateway-Funktion, erübrigen bisher erforderliche externe Komponenten. Als Datenhighway zwischen On-chip-Peripherals, Prozessoren und Interfaces dient der multimaster fähige 32-Bit-FPI-Bus (Flexible Peripheral Interface).

„Die klar strukturierte Architektur des TC1775 ermöglicht eine effiziente Software-Entwicklung und die optimierte Nutzung der On-chip-Peripherie-Einheiten,“ erklärt Anton Müller, Vice President Sales and Marketing, Automotive and Industrial bei Infineon Technologies. „Ein breites Spektrum innovativer TriCore-basierender Systemlösungen für Powertrain-, Safety-, Infotainment- und Body-Anwendungen ist in Vorbereitung.“


Umfangreiches Portfolio von Entwicklungswerkzeugen verfügbar



Infineon ist bereits in einer frühen Phase der Produktentwicklung eine enge Zusammenarbeit mit namhaften Entwicklungstools- und Betriebssystem-Herstellern eingegangen. Dem Systementwickler stehen daher bereits heute durchgängige Entwicklungs-Systeme zur Verfügung. Dieses Portfolio wird abgerundet durch Konfigurationswerkzeuge (zum Beispiel DAvE), applikations-orientierte Driver-Software-Module und Libraries von Infineon.


Weitere Informationen zum TC1775 sind unter: zeusx006.ifx-dmz.net/audo zu finden.


Über Infineon



Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiterlösungen für die Anwendungen in der drahtlosen und drahtgebundenen Kommunikation, für die Automobil- und Industrieelektronik, für Sicherheitssysteme und Chipkarten sowie Speicherbausteine. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, und im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur. Mit weltweit 25.800 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 1999 (Ende September) einen Umsatz von 4,24 Milliarden EUR.


Weitere Informationen unter zeusx006.ifx-dmz.net

Informationsnummer

INFAI200002.040e