Licht ist eine der wichtigsten Grundlagen für Leben auf unserem Planeten. Mithilfe des Sonnenlichts bilden Pflanzen den für Lebewesen wichtigen Sauerstoff. Und der Mensch tickt mit dem Auf und Ab der Sonnenphasen. Licht beeinflusst unsere Stimmung, reguliert wichtige Körperfunktionen sowie Schlaf- und Wachphasen. Die dunklen Stunden des Tages überbrücken wir mit künstlichem Licht. Der erleuchtete Alltag ist für uns selbstverständlich und Hightech-Beleuchtung mittlerweile ebenfalls.

Dagegen ist künstliches Licht für Menschen in sich entwickelnden Ländern nur schwer erschwinglich – und oftmals mit umweltschädlichen Auswirkungen verbunden, weil traditionelle Beleuchtungen wie beispielsweise Kerosinlampen verwendet werden. Doch moderne Lichttechnologien halten auch hier Einzug.

Begleiten Sie uns durch einen Tag voller LED-Technologie - das Licht fürs Leben

Quelle: Global Nature Fund/Nagenahiru

Tiefschwarze Nacht. Das Sternenlicht schimmert durch die Mangrovenwälder Sri Lankas. Das sumpfartige Labyrinth am Indischen Ozean ist der Arbeitsplatz eines Garnelenfischers. Sein Tag beginnt, wenn die restlichen Inselbewohner noch tief schlafen. In seinem Boot sitzend durchstreift der Fischer jede Nacht die finstere Sumpflandschaft auf der Suche nach den Krustentieren.Dabei hilft ihm eine kleine Leuchte, die er immer wieder ins Wasser taucht, um die Garnelen anzulocken und mit seinen Netzen abzufischen.

Auf den ersten Blick mutet die Fangmethode wie ein traditionelles Ritual der Inselbewohner an, doch in der Lampe steckt eine innovative Technologie: Licht erzeugende Dioden, kurz LED. Dank der wasserdichten LED-Leuchte gehen dem Fischer auch in dieser Nacht hunderte Garnelen ins Netz.

Allmählich ersetzt die hochmoderne und gleichzeitig umweltschonende Lichttechnologie die Kerosinlampen, die Sri Lankas Fischer bislang einsetzten und die auf dem Inselstaat noch weit verbreitet sind. Sie verschlingen viel Brennstoff.

Pro Jahr verbrauchten die 85.000 Binnenfischer bisher schätzungsweise 30 Millionen Liter Kerosin – das entspricht ungefähr hundert vollgetankten Airbus A380 – und gaben so insgesamt 75.000 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre ab.

Neben den klimaschädlichen Treibhausgasen gefährdet die traditionelle Fangmethode zudem den Garnelenbestand. Während des alltäglichen Fischens läuft immer wieder Brennstoff aus und bedroht die Laichgebiete der Krustentiere.

Dass die Garnelenfischer heute auf die innovative Lichttechnologie umsteigen und das empfindliche Ökosystem vor auslaufendem Kerosin schützen können, verdanken sie einer wasserdichten und preisgünstigen LED-Leuchte, die zudem den CO2-Ausstoß stark verringert. Entwickelt wurde sie im Rahmen der „LED – Light-for-you-Initiative“.

Wenn der Arbeitstag des Fischers bei Sonnenaufgang zu Ende geht, beginnt wenige Stunden später in Europa der Tag.

Langsam erhellt das Licht des LED-Weckers auf dem Nachttisch das Schlafzimmer eines Geschäftsmannes und weckt ihn sanft aus seinem Schlaf. LED-Lampen erhellen automatisch den Flur beim Betreten.

Intelligente und stromsparende Beleuchtungssysteme haben bereits über die Sensoren eines Bewegungsmelders registriert, dass jemand den Gang betritt. Das Licht geht ohne Verzögerung an - ein weiterer Vorteil der halbleiterbasierten Lichtlösung.

Im Dämmerlicht des Sonnenaufgangs macht sich der Geschäftsmann auf den Weg zur Arbeit, sicher begleitet von LED-Autoscheinwerfern, die gleichmäßig die Straße ausleuchten. Hell leuchtende Straßenlaternen sorgen ebenfalls für eine optimale Beleuchtung seines Arbeitswegs.

Wenn er mit seinem Auto den Parkplatz erreicht, aktivieren sich dort die Bewegungsmelder – und die Parkleuchten gehen automatisch an. Dank des Parkleuchtleitsystems, das freie Plätze in grün und belegte Plätze in rot anzeigt, muss er nicht lange nach einem Parkplatz suchen.

Die Parkleuchten erlöschen blitzschnell wieder, sobald der Geschäftsmann das Gebäude betreten hat. Ermöglicht wird dies durch ein modernes Lichtmanagementsystem mit Mikrocontrollern und Sensoren, die darüber hinaus den Energieverbrauch signifikant reduzieren.

In Deutschland entfallen auf den Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung im Durchschnitt knapp 40 Prozent des Gesamtstromverbrauchs von Städten und Gemeinden. Durch die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung könnten Städte und Kommunen bis zu 80 Prozent Energiekosten im Vergleich zu herkömmlichen Lampen sparen. Immer mehr deutsche Städte erkennen die Vorteile der sparsamen Leuchtdioden – und rüsten ihre Straßenbeleuchtung daher auf LEDs um.

Im Büro angekommen schalten sich Deckenlicht und Schreibtischlampe automatisch an, ihre Lichtintensität variiert über den Tag. Denn je nach Uhrzeit lässt sich die Lichtfarbe steuern und dem menschlichen Biorhythmus anpassen, beispielsweise indem weiße und farbige Leuchtdioden kombiniert werden.

Scheint am Nachmittag die Sonne durch die Fenster, dimmt das Beleuchtungssystem die LED-Lampen an seinem Schreibtisch stufenlos – oder schaltet es ganz ab. So lässt sich auch im Herbst oder Winter, wenn weniger Sonnenlicht ins Fenster scheint, das Tageslicht optimal nutzen und die Bürobeleuchtung tageszeitabhängig an die Veränderung des Sonnenlichts anpassen.

Verlässt der Geschäftsmann zum Mittagessen sein Büro, schaltet sich das Licht automatisch aus – auch hierbei wird wieder Strom gespart.

LED-Technologien ermöglichen es Unternehmen aufgrund ihrer Energieeffizienz, hohen Lichtausbeute und seltenen Wartung die Strom- und Betriebskosten deutlich zu verringern. Das intelligente und automatische Dimmen oder Abschalten des Lichts trägt hierzu ebenfalls bei.

Würden alle Bürogebäude in Deutschland LED-Technologien einsetzen, könnten sie laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) jährlich 500.000.000 Euro an Stromkosten sparen – das entspricht in etwa dem Fünffachen der Kosten, die in deutschen Wohnzimmern jedes Jahr für die Festtagsbeleuchtung in der Weihnachtszeit anfallen.

Innovative Beleuchtungssysteme sind dafür die Voraussetzung: Mit einem Hochspannungs-Resonanz-Controller für Beleuchtungssysteme im Bereich von 40 bis 300 Watt, lassen sich günstige, sog. LED-Treiber entwickeln. Die Treiber wandeln die Netzspannung um und versorgen die LED mit dem benötigten konstanten Gleichstrom. So können großen Beleuchtungsflächen wie Industrie- und Hallenanlagen, Bürogebäuden, Straßen und öffentlichen Plätzen energieeffizient beleuchtet werden.

Mittlerweile genießt der Geschäftsmann seinen Feierabend auf der heimischen Couch. Ganz bequem dimmt er das Licht der Wohnzimmerlampen über sein Smartphone. Mithilfe der dimmbaren LED-Retrofit-Lampen, die auf Halbleitertechnologie basieren, verändert er die Atmosphäre so je nach Stimmung schnell und einfach. Die LEDs werden über sogenannte Treiber angesteuert – auch hier läuft nichts ohne Halbleiter.

Bis die modernen Lichttechnologien auch im Feierabend des Garnelenfischers auf Sri Lanka ankommen, wird es wohl noch eine Weile dauern. Die Weichen sind jedoch gestellt und die Leuchtdioden setzen ihren weltweiten Siegeszug fort.

Laut der Unternehmensberatung McKinsey wird die halbleiterbasierte Lichttechnologie bereits 2016 einen Anteil von 45 Prozent am weltweiten Beleuchtungsmarkt haben, bis 2020 soll dieser sogar auf 70 Prozent wachsen.

Die LED-Technik verleiht Licht eine neue Qualität, da sie energieeffizienter, klimafreundlicher und flexibel steuerbar ist. Einst war die Glühlampe ein weltweiter Technologiesprung, heute haben neue Lichtquellen mit leuchtenden Zukunftsaussichten die Nachfolge angetreten: LEDs - das Licht fürs Leben.

LED-Sparrechner

Haben Sie schon darüber nachgedacht, alle Glühbirnen in Ihrem Haushalt durch LED-Lampen auszutauschen?

Sie sparen nicht nur Geld, Sie tun auch der Umwelt Gutes, indem Sie den CO2-Ausstoß verringern, der maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt.

Geben Sie einfach die Anzahl Ihrer im Haushalt vorhandenen Glühbirnen an.

Ersparnis in 15 Jahren*:
216
CO2-Ersparnis in 15 Jahren*:
42kg CO2

*15 Jahre entsprechen der durchschnittlichen Lebensdauer einer LED-Lampe

Informationen zur Berechnung

Kosten:

260
Glühbirne (60W)
44
LED (10W)

CO2 Ausstoß:

504 kg
Glühbirne (60W)
84 kg
LED (10W)

Der Berechnung liegen folgende Annahmen zugrunde:

60 Watt Glühbirne:

Stückpreis 1 €, Lebensdauer 1 Jahr.

10 Watt LED-Lampe:

Stückpreis 8 €, Lebensdauer 15 Jahre.

Die Leuchtkraft ist bei diesen Wattzahlen annährend gleich.
Man geht von durchschnittlich 1000 Stunden Leuchtleistung pro Jahr aus.
Eine Kilowattstunde (kWh) kostet durchschnittlich 0,288 €.(1)
Der CO2-Ausstoß liegt bei 0,559 kg pro kWh.(2)

Quellen:

(1) Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft, http://strom-report.de/strompreise/#strompreise, abgerufen am 10.06.2015
(2) Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energieversorgung/strom-waermeversorgung-in-zahlen, abgerufen am 10.06.2015.

Dieser Sparrechner basiert auf Durchschnittswerten und Angaben der Leuchtmittel-Hersteller. Die tatsächlichen Werte können abweichen.

Sehen Sie sich die "Es werde LED" - Story als Video an

2015 - Das Jahr des Lichts

2015 genießt die kostbare Energieform Licht weltweit medial besondere Aufmerksamkeit. Die Vereinten Nationen haben das Jahr zum „Internationalen Jahr des Lichts“ (IYOL) ernannt. Die Initiative soll moderne Lichttechnologien fördern, um den weltweiten Energieverbrauch zu senken und das Umweltbewusstsein zu steigern.

Auch Infineon beteiligt sich als Experte für energieeffiziente LED-Technologien und Light Management.

Mit der Initiative der UNESCO wird sich die LED-Technologie weltweit noch weiter durchsetzen. Infineon ist dafür der perfekte Partner: Als Experte für moderne, energieeffiziente Leuchtdioden-Technologien und intelligente Lichtsteuerung unterstützen wir Unternehmen, aber auch Privatanwender. Unsere Lösungen helfen, ihren Geldbeutel, aber vor allem auch die Umwelt zu schonen.

Mehr Informationen zum UNESCO Internationalen Jahr des Lichts:

Internationales Jahr des Lichts 2015 - Offizielle Website (englisch)

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